Ein Bild, das ein oder eine „Donald Trump Jr Commentary Q“ auf der Konzernplattform X am 20. Februar 2026 verbreitet, zeigt u. a. Elon Musk, der mit das Plakat „Do you want Donald Trump to stay President? Be honest“ hält,
Wie schön das klingt, schulpflichtigen Menschen Demokratie und KI lehren zu wollen, wie zusammengehörig das klingt: Demokratie und KI. Wie das nach Wein und nicht nach Wasser schmeckt: Demokratie und KI. Doch ein Blick auf die string puller behind AI genügt, um sofort zu wissen, daß es nicht schön klingt, daß es nicht zusammengehört, daß es nicht Wein ist, Demokratie und KI einander vollkommen ausschließen.
Im „Ö1-Mittagsjournal“ an diesem Samstag, 21. Februar 2026, bekräftigt Christoph Wiederkehr es wieder, und wieder bringt er das Beispiel mit dem Wasserglas, wie oft hat er in den letzten Wochen schon das Wasserglasbeispiel …
Man kann nicht wie bei einem Wasserglas mehr und mehr dazugeben, irgendwann geht es über.
Nur wer die Kulturtechnik des Füllens eines Wasserglases nicht gelernt hat, wird ein Wasserglas so lange füllen, bis es überläuft, oder nur wer so unaufmerksam ist, nicht zu sehen, nicht darauf zu achten, wann das Wasserglas bis zum Rand gefüllt ist, wird es zum Überlaufen bringen …
Was Christoph Wiederkehr in die Schule bringen will, ist nicht Demokratie und KI, sondern KI statt Demokratie, oder die mittels KI für die string puller zugerichtete und hergerichtete Demokratie, die aber mit der Demokratie, wie sie auch in Österreich noch gekannt und immer weniger auch verstanden wird, nichts mehr gemein hat — AI instead of Democracy … Oder wie string puller Demokratie verstehen: I’am democracy oder einfach wie kurz schnoddrig: I democracy —
Hat es in Österreich je eine Bildungsministerin gegeben, die sich derart stark dafür einsetzte, daß Jugendliche in der Schule endlich lernen, was die „Kosten für Mensch und Umwelt“ sind, wie in diesem Fall: was die „KI Kosten für Mensch und Umwelt“ …
Mit diesem Bildungsminister werden Jugendliche nun endlich über die „KI-Kosten für Mensch und Umwelt“ unterrichtet werden. Christoph Wiederkehr wird in seinen „Plan Z“ vielleicht schon aufgenommen haben, daß beispielsweise die Dokumentation „KI – Kosten für Mensch und Umwelt“ („Weltjournal+“ vom 4. Februar 2026 des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von Österreich) in allen Schulen den Jugendlichen zur Auseinandersetzung, zum Hinterfragen gezeigt werden wird, das ist eine Reportage, die auch in der Erwachsenenbildung mehr als berechtigt wäre. Jugendliche und auch Erwachsene könnten bereits aus dieser Sendung sehr viel lernen, und diese Sendung ist nur ein Beispiel aus den vielen für den wiederkehrisch geplanten Unterricht einsetzbaren vorhandenen Materalien zu dem Fall der KI-Kosten für Menschen und Umwelt. Christoph Wiederkehr selbst wird wohl aus diesen bereits sehr viel gelernt haben, wenn er nun darangehen will, die „Mechanismen“, die „Grundlagen“ …
So werden in den Schulen die Jugendlichen bald lernen, was Christoph Wiederkehr bereits wohl gelernt hat, vielleicht auch anhand dieser Sendung „KI – Kosten für Mensch und Umwelt“. Um es etwas konkreter zu veranschaulichen, ein paar Zitate aus dieser Sendung:
Es gibt einen Hype rund um künstliche Intelligenz und ihr Potential, unsere Welt zu verbessern. Statt zu untersuchen, was diese Technologie für unsere Gesellschaft leisten kann, stellen wir in diesem Film die Frage, was eigentlich nötig ist, um sie zu generieren. Zum Beispiel die Milliarden von Daten, die für das Funktionieren der sogenannten künstlichen Intelligenz notwendig sind. Wer erzeugt sie? Wer bereitet sie auf? Und unter welchen Bedingungen? Sind Systeme der künstlichen Intelligenz wirklich künstlich? Oder steckt doch viel harte menschliche Arbeit dahinter? Hinter den Kulissen braucht es tatsächlich Millionen sogenannter Dataworker, also Datenarbeiter, die die KI-Systeme mit Daten versorgen.
„Was ist künstliche Intelligenz? Das ist eine knifflige Frage und auch ein kniffliges Konzept. Allgemein versteht man unter KI intelligente Systeme, die Aufgaben selbständig ohne menschliche Hilfe erledigen sollten. Doch das ist nicht ganz korrekt. Wenn wir über KI und sogenannte intelligente autonome Systeme sprechen, sprechen wir auch über Menschen, die hinter den Kulissen arbeiten. Die meisten Menschen wissen nicht, daß künstliche Intelligenz viel menschliche Arbeit und Ressourcen benötigt, und Energie, um das zu erzielen. Es ist wahrscheinlich Absicht, daß die meisten das nicht wissen, so wird ein bestimmtes Narrativ, ein Mythos um dieses System erschaffen. Ich denke, es ist eine bewußte Entscheidung, die benötigte Arbeit und die Ressourcen vor den Augen der Öffentlichkeit zu verbergen.“
Auch Insassinnen dieses Frauengefängnisses in Finnland gehören zu den Menschen, die KI-Systeme trainieren. Ein Bauunternehmen hat ein KI-Modul entwickelt und sie als Dataworkerin engagiert. Zu ihren Aufgaben gehört es, Feedback zu den Antworten des Systems zu geben. „Ein Text erscheint und wir müssen bestimmen, ob er korrekt ist oder nicht, indem wir auf Ja oder Nein klicken. Dann erklären wir, was sich am Inhalt ändern sollte. Wenn wir anfangen, bekommen wir drei Euro, nach zwei Monaten Arbeit im Gefängnis bekommen wir 4,62 Euro.“ Für einen Tag Arbeit? „Ja.“
Offen über ihre KI-Jobs zu sprechen, birgt Risiken. Während der Dreharbeiten in Kenia hat ein KI-Gigant mit Sitz in Kalifornien viele unserer Interview-Partner unter Druck gesetzt, kein Interview zu geben. Um sie zu schützen, mußten wir neue Datenarbeiter finden, und in einigen Fällen ihre Identitäten anonymisieren. „Unsere wurde gesagt, daß wir nichts von unserer Arbeit in den sozialen Medien veröffenltichen dürfen. Wir dürfen auch unseren Verwandten nichts über unsere Arbeit erzählen. Dort, wo wir arbeiteten, wurden wir völlig abgeschirmt und durften niemanden sehen, der nicht an Projekten beteiligt war. Ich würde sagen, es war sehr abgeschottet, sehr verschwiegen. Die Daten, die wir verarbeitet haben, stammten größtenteils aus dem Internet, andere kamen aus dem dark web, mindestens neunzig Prozent der Daten. Der Prozentsatz der verstörenden Inhalte in den Datensätzen, die von Open AI übermittelt wurden, lag tatsächlich bei fast einhundert Prozent. Die Daten waren tatsächlich sehr verstörend und sehr toxisch.“ In Kenia wurde erst durch Klagen von Betroffenen das volle Ausmaß der Folgen dieser Arbeit bekannt. Im Zug der Gerichtsverfahren wurde öffentlich gemacht, daß bei vielen kenianischen Datenarbeitern schwerwiegende posttraumatische Belastungsstörungen diagnostiziert wurden. Aber warum? Warum beschäftigen die großen Tech-Konzerne Arbeitskräfte in Kenia, um für einen Hungerlohn Inhalte zu prüfen, die fast ausschließlich toxisch sind? Ziel dieser Arbeit ist es, KI-Systeme beizubringen, bestimmte menschliche Verhaltensweisen nicht nachzuahmen, dazu gehören verbale und physische Gewalt, Vergewaltigung, Mord. Um diese Verhaltensmuster zu erkennen, brauchen KI-Modelle Daten, je feiner und präzischer Menschen diese Daten kategorisieren, desto effektiver kann die KI lernen. Daß diese Arbeit vor allem in den Ländern des globalen Südens erledigt wird, bestimmt der Markt. Dort wird die Datenarbeit gemacht, die sonst niemand übernehmen möchte.
„Ich habe entschieden, aus dieser KI-Firma auszusteigen. Die Arbeit hat mich sehr mitgenommen. Ich hatte fast alle meine Team-Mitglieder verloren, an meinem letzten Arbeitstag war aus meinem Team niemand mehr da. Ich war die einzige Person, die zu diesem Zeitpunkt noch gearbeitet hat. Es ging mir nicht gut. Es hat mich psychisch sehr belastet, also habe ich beschlossen, bei dieser KI-Firma zu kündigen. Diese großen Firmen wissen, welche Art von Daten sie uns geben, aber sie ignorieren es, sie wissen, wenn sie uns zwanzig Euro, zwanzig oder zehn Dollar oder wie viel auch immer geben, werden wir die Arbeit annehmen, weil wir keine andere Wahl haben. Wir müssen es tun, weil wir kein Geld haben. Ich denke, sie verstehen und wissen sehr gut, was wir tun und welche Auswirkungen die Inhalte auf uns haben, die sie uns geben. Sie wissen, welche Art von Inhalten wir bekommen, sogar die mächtigen Leute, die Manager wissen es. Ich denke, es ist eine Art Opfer, wir werden geopfert, weil wir ihnen die Software bringen. Aber wir sehen im Fernsehen, daß sie Gewinn machen, es ist ein Milliarden-Dollar-Unternehmen, eine milliardenschwere Software, und was ist mit uns? Was haben wir von dieser Software? Das ist sehr unfair. Wir als Afrikaner werden geopfert, um das zu ermöglichen.“
Die Drecksarbeit hinter den Kulissen der KI wird bewußt in Ländern mit schwachen Arbeitsrechten und wenig Alternativen ausgelagert, um Kosten zu minimieren. Und die schockierenden Arbeitsbedingungen zu verschleiern. Es ist ähnlich wie mit dem Plastikmüll aus westlichen Ländern, der nach Kenia exportiert wird, weil die Entsorgung dort günstig möglich ist.
„Es wird Arbeit nach Kenia gebracht, toxische Arbeit. Große KI-Firmen in den westlichen Ländern werden ihnen sagen, daß sie Supersysteme haben, um Ihnen das Gefühl zu geben, daß KI gut und nicht toxisch ist. Aber ich kann sagen, daß ein Großteil der schmutzigen Arbeit hier in Kenia erledigt wird. Unsere Aufgabe ist es, diese Arbeit möglichst im Verborgenen zu erledigen, damit sie in den westlichen Ländern die Vorteile der KI genießen können. Der Datenmüll, der aus den USA nach Kenia gebracht wird, soll in Kenia gereinigt und sortiert werden. Erst wenn er beschlagwortet und bereit ist für die Verwendung in den USA ist, wird er zurückgebracht.“
„Open AI ist sich bewußt, welche Auswirkung diese Arbeit auf die psychische Gesundheit der Dataworker in Kenia hat. Wir haben die Probleme, mit denen wir zu kämpfen hatten, angesprochen. Es lag an ihnen, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, aber sie haben nichts getan.“
„Die Problematik der Dataworker und der KI-Arbeit in Afrika, nicht nur in Kenia, ist eigentlich eine Fortsetzung der Apartheid oder des Kolonialismus in Afrika. Es ist etwas das zur Rechenschaft gezogen und gestoppt werden muß. Und das eher früher als später.“
Um die Arbeitsbedingungen der Dataworker zu verbessern, wurden mittlerweile erste Gewerkschaften gegründet. „Es wurde uns nicht erlaubt, Teil einer Gewerkschaft zu sein. Die KI-Firma, für die ich gearbeitet habe, sanktionierte jeden Versuch, den jemand machte, einer Gewerkschaft beizutreten. Machte man es trotzdem, wurde man umgehend gekündigt.“
„Es ist nicht legal, Arbeitnehmern zu verbieten, sich gewerkschaftich zu organisieren. Eines der wichtigsten Übereinkommen der internationalen Arbeitsorganisation ist die Freiheit, eine Gewerkschaft zu gründen und im Kollektiv zu verhandeln. Es ist nicht legal, wenn Unternehmen etwas verbieten. Und das beobachten wir nicht nur in Kenia, sondern in vielen anderen Ländern. Arbeitern wird verboten, sich zu organisieren. Zum Teil wurde ihnen nicht gestattet oder sogar verboten, sich über die Art ihrer Aufgaben miteinander auszutauschen. Was versuchen sie zu verbergen? Daß ihre angeblich bahnbrechenden Algorithmen doch nicht so bahnbrechend sind? Oder verstecken sie die Tatsache, daß ihre Technologien auf Ausbeutung basieren? Ich werde jetzt etwas Gewagtes sagen: Ich glaube nicht, daß es einen Weg gibt, neue Technologien zu entwickeln, ohne der Natur und dem Menschen zu schaden. Technologien basieren auf der Ausbeutung von natürlichen Ressourcen und menschlicher Arbeit. So ist es nun mal. Die entscheidende Frage ist, wie viel sind wir bereit, der Erde zu schaden. Wenn man an die Umweltkosten einer einzigen Chatgpt-Anfrage denkt, sollte man sich fragen, ob das wirklich so wichtig war oder hätte man einfach selber denken können.“
Auch die Umwelt zahlt einen hohen Preis, damit KI-Systeme möglich sind. Die Rechenzentren verschlingen gigantische Mengen an Metallen aus den Tiefen der Erde, Kupfer, Gold, Kobalt, Nickel, Lithium, Wolfram, aber auch eine ganze Liste von seltenen Erden.
„Die meisten Menschen verbinden KI nicht mit dem Abbau seltener Erden, da die Infrastruktur der KI im letzten Jahrzehnt unsichtbar gemacht wurde. Ein gutes Beispiel ist die Cloud. Während wir dieses Wolkensymbol auf unserem Laptop sehen, denken wir nicht darüber, daß es eigentlich keine Wolke am Himmel ist, sondern ein Lager mit einer Menge von Servern. Es ist schwer vorstellbar, daß die Cloud einfach ein riesiges Gebäude mit einer Menge von Computern ist. Ich denke, es war Absicht, daß die Infrastruktur, die hinter der künstlichen Intelligenz steckt, zu verbergen. Gäbe es mehr Transparenz in der KI-Lieferkette könnten wir die Umweltauswirkungen dieser Technologie besser berücksichtigen. Wenn wir volle Transparenz darüber haben, wie viele Wasser für den Abbau von Mineralien für die Herstellung von KI-Chips verwendet wird und wie viel Wasser die Stromversorgung der Rechenzentren verbraucht, wüßten wir, wie die KI und ihre Infrastruktur zum Klimawandel beitragen. Dabei geht es nicht nur um Wasser, sondern auch um Strom und Land. Dann könnten wir besser entscheiden, ob wir diese Technologie angesichts der Klimakrise wirklich brauchen. Wird das unsere gesellschaftlichen Probleme im nächsten Jahrzehnt lösen?“
Die großen Unternehmen der KI-Branche denken tatsächlich, daß die künstliche Intelligenz in der Lage sein wird, die Klimakrise und viele andere zukünftige Bedrohungen zu bewältigen. Der Entwicklung dieser Technologie wird alles untergeordnet. Auch die Kosten für Mensch und Umwelt.
„Manchmal muß man ein paar Eier aufschlagen, um ein Omelett zu machen. Das Leid der Menschen im globalen Süden ist schlimm, aber relativ gesehen sind ihre Opfer nur ein Molekül, ein Tropfen im Ozean. Sie sind sehr, sehr unbedeutend, wenn man sie mit den gewaltigen unergründlichen Wohlstand der Zukunft vergleicht. Mit diesem utopischen Aspekt des langfristigen Denkens wird die Ausbeutung der Menschen im globalen Süden moralisch gerechtfertigt. Das ist ein Grund, warum diese sehr langfristig orientierte Ideologie meiner Meinung nach sehr gefährlich ist. TESCREAL steht für eine Gruppe von Ideologien, die in Silicon Valley in den vergangenen zehn Jahren erheblichen Einfluß gewonnen haben. Das T steht für Transhumanismus. Diese Idee besagt, daß wir modernste Technologien einsetzen sollten, um den menschlichen Körper radikal zu verändern, und ein neues menschliches Wesen zu erschaffen, die superintelligent und unsterblich sind und so weiter. Das ist ein zentraler Gedanke des Transhumanismus und des Langfristdenkens oder Longtermismus, also das L in TESCREAL. Es steht für eine Ideologie, die um eine technofuturistische Zukunftsvision herum aufgebaut ist. In dieser Vision kolonisieren wir so viel Zugängliches vom Universum wie möglich. Und erschaffen die größte multigalaktische Zivilisation, die möglich ist.“
Den Begriff TESCREAL hat Emil P. Torres gemeinsam mit der ehemaligen Google-Mitarbeiterin Timnit Gebru geprägt. Damit wird eine Reihe von Ideologien zusammengefaßt, die die Entwicklung von KI vorantreiben. Das Ziel hinter dieser Ideologien hört sich an wie ein Science-Fiction-Projekt. Technologisch verbesserte unsterbliche Postmenschen sollen das bekannte Universum kolonisieren. Diese postmenschliche Zukunft liegt noch in weiter Ferne, aber die Vertreter der KI-Entwicklung denken in Jahrtausenden. Sie halten ihre Zukunftsvision für so verlockend, daß sie alle Schäden für Mensch und Umwelt rechtfertigt. Die Überzeugung, daß technologischer Fortschritt alle Herausforderungen der Menschheit lösen wird, hält Emil P. Torres für gefährlich.
„Die Technologie wird uns nicht vor den Gefahren retten, die durch vorherige Technologien entstanden sind. Tatsächlich hat das Streben nach künstlicher Intelligenz bereits weltweit Schäden verursacht, wie erhebliche Umweltauswirkungen, die Ausbeutung von Arbeitern im globalen Süden und so weiter. Es gibt keinen Grund zu glauben, daß noch leistungsfähigere Systeme als die derzeitigen KI-Modelle plötzlich alles verbessern und die Menschen von diesen Technologien profitieren, anstatt Schaden zu erleiden. Mehr Technologie bedeutet auch mehr Risiko. Die Vorstellung, daß alle Probleme durch noch fortschrittlichere Technologien gelöst werden, basiert meiner Meinung nach nicht auf historischen Fakten und hat keine Grundlage in der Realität.“
„Das Langfristdenken oder Longtermismus ist eine der einflußreichsten Ideologien unserer Zeit, von denen die meisten Menschen noch nichts gehört haben. Der Ansatz vertritt eine elitäre Zukunftsvision. Und der Drang, diese Vision zu verwirklichen, ist ein zutiefst antidemokratisch. Diese Sichtweise beeinflußt die Handlungen und die Entscheidungen der Menschen in Silicon Valley. Diese Entscheidungen gestalten nicht nur unsere aktuelle Welt, sondern auch die Zukunft unserer Kinder und wahrscheinlich unserer Enkelkinder. Das ist mein Argument, warum es so wichtig ist, dieses Thema zu verstehen.“
Nach diesem Einblick hinter die Kulissen der künstlichen Intelligenz kehren wir zu den Aussagen der großen Tech-Bosse zu Beginn des Films zurück. Haben wir ihre Worte immer noch die gleiche Wirkung?
„Es ist tatsächlich ein Kontinent mit Hundertmilliarden kostenlosen Arbeitskräften entdeckt, für uns.“ Nat Friedman, KI-Labor Meta Superintelligence Labs
„Es ist nicht trivial. KI hat das Potential, unsere Zivilisation zu zerstören. Aber es würde nicht wie in dem Film Terminator ablaufen, weil die Intelligenz in Rechenzentren sitzt, Roboter sind nur Mittel zum Zweck. Elon Musk
Diese Unternehmen propagieren eine unglaublich positive Zukunftsvision für die Menschheit dank künstlicher Intelligenz. Doch dieses technologische Paradies basiert auf Leid und Ausbeutung. Alles dreht sich um Optimierung. Optimierung von Prozessen, Optimierung von Dividenden, Ressourcen und die Optimierung von Menschen. Nach den ausgebeuteten Arbeitern im globalen Süden, nach den ausgetrockneten Flüssen, der aufgeheizten Atmosphäre stellt sich die Frage, wer werden die nächsten Opfer im Namen der künstlichen Intelligenz sein.
Das, was oben beispielhaft aus vorhandenen Materialien über KI zitiert wurde, wird wohl nicht auf dem wiederkehrischen Lehrplan zu finden sein, so kann die Ansicht, Christoph Wiederkehr sei ein Kollaborateur der Aufklärung wieder verworfen werden, ihn einen Kollaborateur der string puller behind AI zu nennen, käme wohl einer Überbewertung seiner Bedeutung in diesem Fall gleich, er ist wohl, einfach wie kurz gesagt, eine kostenlose Arbeitskraft, wie Nat Friedman sie nennt, die „für uns“ kostenlos arbeitet, also für Friedman und für alle anderen bros dieser kolonialistischen Branche. Es sind noch nicht „Hundertmilliarden kostenlose Arbeitskräfte“, aber wenn bedacht wird, wie viele, wie viele, gar viele kostenlos für KI werbend arbeiten, sind es weltweit wohl doch schon Millionen von Menschen, die kostenlos das Geschäft durch positive, allzu positive Darstellungen der KI der techbros betreiben, und Christoph Wiederkehr ist eben eine der kostenlosen Arbeitskräfte, freiwillig und unentlohnt freudig tätig im KI-Heer der broligarchs zum unerschöpflichen Füllen von deren Kassen, das menschgemäß kein demokratisches Heer ist, weil Heer und Demokratie einander ausschließen.
Christoph Wiederkehr kann nicht stolz auf seine unentlohnte Freiwiligenarbeit sein, denn er weiß nicht, daß er diese Arbeit leistet, oder, er ist überzeugt davon, eine ganz andere Arbeit zu leisten, Arbeit etwa für Demokratie, Bildung, während er im Fall KI tatsächlich seine kostenlose Arbeitskraft zur Verfügung stellt, in den Dienst von boy gangsters, die ihn mit höchster Wahrscheinlichkeit gar nicht kennen und soher gar nicht zu schätzen wissen werden, was er für sie und ihre KI-Ideologie in Österreich leistet, für sie wird er, einfach wie kurz gesagt, einer der vielen, vielen, vielen namenlosen und ihnen unbekannten menschlichen Arbeitskräfte sein, die ihnen nicht einmal einen Cent kosten, die sie nicht einmal anheuern müssen, denn diese vielen, vielen unentlohnten namenlosen menschlichen Arbeitskräfte heuern sich selbst an, ungefragt, lechzen danach, für die boy bros laufen zu dürfen, um deren Macht- und Geldmaschine KI in der Gesellschaft breitest zu implementieren, für diese kostenlosen Arbeitskräfte brauchen die cons nicht einmal Nummern zu vergeben, nicht einmal als Nummern sind die kostenlosen Arbeitskräfte den tech cons bekannt, und die kostenlosen Arbeitskräfte selbst meinen dabei, keine Nummern zu sein, sondern Menschen mit Namen und gar bedeutenden Aufgaben, wie sie beispielsweise eine Bildungsministerin zu erfüllen hätte, wenn sie nicht gerade ihre ganze Arbeitskraft zum Wohle der KI, genauer, zum Macht- und Geldwohl der string puller …
Jedes Wort, das Christoph Wiederkehr für sich am 3. Februar 2026 in der Tageszeitung „Der Standard“ veröffentlichen ließ, würden die string puller, würde es ihnen je vorgelesen werden, gerührt sich anhören und vorbehaltlos unterschreiben, sähen es ebenso und säten es zur KI-Preisung selbst ebenso aus, sehen sie sich doch selbst ebenso als Humanistinnen wie sich Christoph Wiederkehr als „Humanist“ sieht …
Der Vorschlag, die Lateinstunden im Gymnasium zu reduzieren, um Platz für Informatik, künstliche Intelligenz, Demokratie- und Medienbildung zu machen, hat zu viel Diskussion geführt. Kritisiert wurde dieser Vorschlag insbesondere von Personen, die Sorge um die humanistische Bildung haben. Doch als Humanist, der selbst eine humanistische Bildung genießen durfte, bin ich der festen Überzeugung, dass genau diese Änderungen notwendig sind, um den Humanismus zu retten.
Humanistische Bildung wird in Österreich leider häufig verkürzt mit einer starken Fixierung auf Latein im Gymnasium gleichgesetzt. Im Mittelpunkt des Humanismus steht allerdings die Idee der Humanitas – also die Bildung des Menschen zu einem freien, selbstbestimmten Individuum, das in der Lage ist, seine Welt zu verstehen und vernunftgeleitet zu gestalten. Heutzutage sind die Anforderungen, dieses Ideal zu erfüllen, andere als bei der Gründung des Gymnasiums in seiner jetzigen Form vor über 170 Jahren. Wir müssen die humanistische Bildung und damit auch das Gymnasium an die Anforderungen unserer Zeit anpassen, denn: Tempora mutantur, nos et mutamur in illis – die Zeiten ändern sich, und wir uns in ihnen.
Ein wichtiger Pfeiler humanistischer Bildung ist die Kritikfähigkeit. Früher lernte man vor allem an lateinischen Texten, den eigenen Geist zu schulen. Das ist aus meiner Sicht noch immer wertvoll, aber längst nicht mehr ausreichend. Heute findet der Kampf um die Wahrheit nämlich im digitalen Raum statt. Medienbildung und Informatik-Kompetenz sind daher die logische Fortsetzung der klassischen Philologie. Angesichts von Desinformation, Filterblasen und KI-generierten Inhalten ist die Fähigkeit, Quellen zu prüfen und Informationen einzuordnen, die wichtigste Voraussetzung für eine freie Meinungsbildung. Wer Medienkompetenz lehrt, schützt die Würde des Individuums im 21. Jahrhundert.
Zudem ist der Humanismus untrennbar mit der Idee des Bürgers verbunden, der Verantwortung für das Gemeinwesen übernimmt. Die antiken Ideale von Rhetorik und politischer Partizipation sind bis heute aktuell. Doch angesichts globaler Krisen und populistischer Tendenzen reicht es nicht mehr aus, über die römische Republik zu lesen; man muss die Mechanismen der eigenen Demokratie verstehen und praktizieren. Demokratiebildung befähigt zum Diskurs und zur aktiven Rolle in einer Gesellschaft, deren Zusammenhalt fragil geworden ist.
Die Feinde der Freiheit und des Humanismus kommen nicht nur von außen, sie sind vermehrt mitten unter uns. Wir müssen auf der Hut sein, um unsere humanistische Lebensweise zu verteidigen. Die Anpassung der Lehrpläne im Gymnasium ist ein Beitrag zu dieser kulturellen Selbstverteidigung. Wenn wir den Humanismus stärken wollen, müssen wir ihn an die Fragen der Gegenwart heranführen und die Jugendlichen in der Schule auf ein Leben in einer immer komplexeren und unsicheren Welt vorbereiten.
Isabelle Daniel, das Interview mit der politischen Chefredakteurin. Künstliche Intelligenz statt Latein, das ist unter anderem der Plan Z von Bildungsminister Christoph Wiederkehr und warum die NEOS gar nicht erfreut waren über den, wie Sie es nennen, unabgesprochenen Plan von Andreas Babler, dem roten Vizekanzler, ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige zu machen. Überhaupt die Stimmung so in der Koalition ist. Das möchte ich jetzt den Neosbildungsminister Christoph Wiederkehr fragen. Schönen guten Abend.
Christoph Wiederkehr: Schönen guten Abend. Äh fangen wir damit an. Ich glaube, es gibt wenige Schüler, die wahrscheinlich jetzt bittere Tränen weinen, weil sie nicht mehr Latein lernen müssen, sondern stattdessen äh künstliche Intelligenz. Aber was heißt das konkret eigentlich? Wie lernt man künstliche Intelligenz?
Das stimmt. Und drum ist es auch nicht mehr sinnvoll, eine Programmiersprache zu lernen. Noch vor 5 Jahren hätte man gesagt, Programmiersprachen lernen ist sinnvoll, braucht man mittlerweile nicht mehr, aber die Grundzusammenhänge. Und wir leben in einer informatischen Gesellschaft, das Internet ist überall. Die künstliche Intelligenz wird noch viel wichtiger auch im Berufsleben und es ist wichtig, daß die Jugendlichen qualifiziert lernen, damit umzugehen und auch die Mechanismen der Informatik verstehen, weil nur das, was man versteht, kann man auch hinterfragen und dann anwenden.
Ja, das ist ein guter Punkt. Sie sprechen jetzt auch quasi die kritischen Punkte vielleicht der KI ein bißchen an und die Medienkompetenz, die man aber auch in dem Bereich an Schüler weitergeben muß Jetzt sehe ich das fast tagtäglich, daß selbst Erwachsene sich sehr schwer tun mittlerweile auf Instagram oder TikTok oder ich weiß nicht wo, äh den Unterschied zwischen KI generierten Content und echten Content zu erkennen und wir wissen, daß die KI rasante Fortschritte machen wird. Wie wollen Sie das denn in den Schülern äh in den Schulen wirklich kompetent rüberbringen? Weil sind Sie sicher, dass die Lehrer Experten sind?
Sie sprechen einen sehr wichtigen Punkt an. Es wird immer schwieriger auch wahr von falsch zu unterscheiden. Geht mir manchmal so auf manchen Social-Media-Plattformen, wo nicht gekennzeichnet ist, daß es KI generiert ist und es unglaublich gefährlich ist für unsere Demokratie und deshalb müssen wir genau diesen kritischen Umgang mit Medien, mit Social Media beispielsweise, mit der KI in der Schule viel mehr etablieren.
Sind jetzt schon alle Lehrpersonen dafür super geschult? Sicher nicht, weil sich auch alles so schnell verändert. Es gibt aber eine große Bereitschaft auch des Lehrpersonals sich hier vorzubilden, weiterzubilden und es geht auch um einen gemeinsamen Austausch in der Klasse. Man kann sich z. B. Interviewsendung, man kann sich unsere Sendung anschauen und kritisch hinterfragen, wie wurden die Fragen gestellt, wie hat der Politiker geantwortet. Das soll auch in der Schule vorkommen und dafür werden wir in Zukunft ein Raum schaffen.
Mhm. Äh jetzt haben Sie ja haben wir schon über die Social Media geredet und wie heikel das ist. Jetzt ist in Frankreich ein Gesetz beschlossen worden schon, also und da gibt es nicht einmal eine Regierungsmehrheit für den Präsidenten Emmanuel Macron, äh ein Social Media Verbot unter 15.Das ist auch das, was schon Australien gemacht hat, sehr viele andere andenken. Jetzt ist der Medienminister, sagen wir mal so, und der rote Vizekanzler rausgegangen vor wenigen Tagen und hat gesagt, er bereitet jetzt auch einen Gesetzesentwurf für ein Socia-Media-Verbot für unter 14-Jährige vor. Das ist auch etwas, das zu Digitalisierungsminister Alexander Pröll z. B. Interviews bei mir wiederholt gesagt hat, ähm sie scheinen davon mäßig erfreut zu sein, auch weil es nicht abgesprochen war. Was heißt das?
Es gibt die gleiche Problemanalyse, nämlich daß wir bei unter 14-Jährigen zu wenig Kinderschutz im Netz haben. Da sehen Kinder auf Social Media brutalste Kriegsverbrechen oder pornografischen Inhalt. Vor dem müssen wir Kinder schützen. So oder extremistischen auch das ja massiv. Extremistische Influencer sind ganz stark und es gibt einen Jugendschutz im öffentlichen Raum, nämlich wie lange dürfen Kinder ausgehen und sowas braucht man auch im digitalen Raum.
René Benko and Mark Mateschitz could be the first winners of the Christian-Stocker-Award-for-Industriousness – Christian Stocker, who knows that „we need the brightest minds in this country and not sinister statures“
Deshalb bin ich als Bundesparteiobmann der Volkspartei aus Überzeugung hier völlig klar. Es wird mit mir keine Vermögens- oder Erbschaftssteuer geben. Wir sind die einzige Kraft in diesem Land, die dafür steht und auch garantiert, daß man sich durch Arbeit und Fleiß etwas schaffen kann und es auch behalten kann. Wir werden das auch weiterhin tun.
Die ersten Preisträger des Christian-Stocker-Award-for-Industriousness könnten nur sein, darüber gibt es keinen Zweifel, jedwede Jury könnte keine anderen dafür as first erkoren, als René Benko und
Mark Mateschitz. Robert Vitek schreibt in der Tageszeitung „Kleine Zeitung“ in der ersten Februar-Woche 2026 zwar davon,
[w]enn man die Ungleichheit zwischen arm und reich auf die Kategorien faul und fleißig umlegt, bleibt nur mehr eine auf Permanenz gesetzte Beleidigung für 99,9 % der Bevölkerung[,]
aber es ist keine diffamierende, denunzierende „Beleidigung für 99,9 % der Bevölkerung“, sondern der Nächstenliebe christlich geprägt gemeinte Ansporn zu „Arbeit und Fleiß“, um eben auch das zu schaffen, was 0,1 % schaffen wie — oh, so viele bros, die für den Christian-Stocker-Award zu nominieren wären — einfach wie kurz beispielsweise genannt: Peter Thiel, also eine Ermunterung von all jenen, die Robert Vitek stellvertretend aufzählt:
Liebe Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Universitätsprofessoren, Geschäftsführer und sonstige Gutverdienende, ihr seid alle faule Hunde im Vergleich zu unseren Multimilliardären.
Ein weiterer aufmerkenswerter Satz soll aber doch noch von ihm zitiert sein, dieser fiel in der Rede gegen sein Ende hin:
Wir brauchen in diesem Land die hellsten Köpfe und keine finsteren Gestalten.
Menschgemäß kann in einer Kurzbesprechung von Gelesenem, wie in jener von Robert Misik in der Wochenzeitung „Falter“, Ausgabe 5/26, nicht differenziert werden, aber es einen „exzellenten Überblick“ zu nennen, „wer verstehen will, auf welche ‚Denker‘ sich die neue Rechte bezieht“, ist gewagt.
darunter, unter so vielen, wenn dazu noch an jene erinnert werden darf, die ein Lesekreis in seinen Lektürerunden durchnimmt, dann … Ein Lesekreis, für dessen Lesekreistitel nicht einer der sechs Männer Pate stand, sondern Ray Bradbury …
Oh, es sind so viele, daß diese nicht noch einmal aufgezählt zu werden brauchen, einen Einblick gibt das Kapitel „Vachement réalité“ …
das immer stärker in die FPÖ hineinwirkt — das hat gerade der aktuelle ‚Rechtsextremismusbericht‘ im Auftrag von Innen- und Justizministerium verdeutlicht.“ Schreibt Robert Misik.
„Menschenpark“ — an Peter Sloterdijk hat der „Salonfaschist“ denken müssen, nicht an die sechs Männer einer untergegangenen Zeit, bei seiner Gründung, an Peter Sloterdijk, der ein neues Buch angekündigt hat,
ist es eben Georg Kreisler und nicht Robert Katscher, der aus Österreich emigrieren mußte, als die recht patriotische Zeit des Lueger-Schöpfers gekommen war …
Christine Lavant war eine zentrale Teilnehmerin der Pürgger Dichterwochen, die zwischen 1953 und 1955 in der steirischen Gemeinde Pürgg-Trautenfels stattfanden. Teilnahme: Lavant nahm insbesondere an der zweiten Pürgger Dichterwoche vom 16. bis 20. Juni 1954 teil. Kontext: Die Treffen dienten dazu, österreichische und deutsche Autoren des „nationalen“ Lagers mit jüngeren, politisch unbelasteten Schriftstellern zusammenzubringen. In diesem Rahmen traf Lavant auf Persönlichkeiten wie Hans Weigel, Herbert Cysarz und Frank Thiess. Wahrnehmung: Lavant wurde dort oft als außergewöhnliche Erscheinung wahrgenommen. Ein zeitgenössischer Bericht beschreibt sie als „zwergenhaft kleine Frau“ mit einer Sprache, die sie „nirgendwo herhaben kann“. Netzwerke: Die Dichterwochen waren wichtig für Lavants Integration in den Literaturbetrieb der Nachkriegszeit. Unter anderem entstand dort oder in deren Umfeld der Kontakt zu ihrem Mentor Hans Weigel. Möchtest du mehr über Lavants Beziehung zu Hans Weigel erfahren oder über ihre Zeit in der Austria-Hütte am Dachstein?
Wer jedoch Hans Grimm nennt, ist Hans Haider in seinem Artikel mit der Schlagzeile „Schriftsteller: Die Jungen und die Nazi-Dichter“ vom 26. April 2008, veröffentlicht in der Tageszeitung „Die Presse“. Hans Haider läßt seinen Artikel sogar mit Hans Grimm beginnen.
Hans Haider weiß um die „Nazi-Dichter“, von vielen wurde schon erzählt, lange nach dem Artikel von Hans Haider, weil an sie identitär erinnert wird, etwa Erwin Rainalter
Ein Nazi-Großkaliber war der Tiroler Karl Springenschmid (1897 bis 1981, genannt der „Goebbels von Salzburg“, weil er dort das Schulwesen leitete). Curzio Malaparte („Die Haut“, „Kaputt“) porträtierte ihn in einer Kriegsreportage als Feigling: In Norwegen unterliegt er im direktem Kampf mit einem Lachs – darauf hin zieht er die Pistole und erschießt den Fisch. Springenschmid lebte nach 1945 jahrelang im Untergrund, als Waldgänger, Schmuggler. Bis er in Pürgg wieder auftauchen durfte.
1954 stieß der erste jüdische Emigrant, Hans Weigel, zu Blunck, Brehm, Springenschmid. Er hielt einen Vortrag, ebenso der Germanist Herbert Cysarz und der Roman-Verkaufskönig Frank Thiess. Auch Christine Lavant, Erich Landgrebe, Josef Friedrich Perkonig, sind mit dem Landeshauptmann Josef Krainer sen. auf dem Erinnerungsfoto zu sehen. Die „Kleine Zeitung“ schickte Ulrich Baumgartner – später Wiens Festwochen-Intendant. Alle schon gestorben.
In diesem Rahmen traf Lavant auf Persönlichkeiten wie Hans Weigel, Herbert Cysarz und Frank Thiess. Wahrnehmung: Lavant wurde dort oft als außergewöhnliche Erscheinung wahrgenommen. Ein zeitgenössischer Bericht beschreibt sie als „zwergenhaft kleine Frau“ mit einer Sprache, die sie „nirgendwo herhaben kann“.
Christine Lavant war eine zentrale Teilnehmerin der Pürgger Dichterwochen […] In diesem Rahmen traf Lavant […] Wahrnehmung: Lavant wurde dort oft als außergewöhnliche Erscheinung wahrgenommen.
Möchtest du mehr über Lavants Beziehung zu Hans Weigel erfahren oder über ihre Zeit in der Austria-Hütte am Dachstein?
Nun, wer das über Christine Lavant schrieb, von der „zwergenhaft kleine[n] Frau“, das, ist von Hans Haider zu erfahren, war Hans Friedrich Blunck, und er schrieb keinen „Bericht“ darüber, sondern er, Blunck, schrieb dies in das „Tagebuch“ …
Ein Foto zeigt Christine Lavant auf der Austria-Hütte unterm Dachstein. Blunck im Tagebuch: „Das Wunder bleibt die Lavant, die eine Sprache kennt, die sie nirgendwo herhaben kann. Die zwergenhaft kleine Frau mit dem großen Kopftuch, mit großen, fast krankhaft aufgerissenen Augen, von Beruf Wirtschafterin eines kleinen Malers im Lavanttal, Schwester eines dortigen Bauern, spricht eine erhabene Sprache, die über Rilke hinausquillt und herrlich ist.“
Freilich irrte Hans Friedrich Blunck, Christine Lavant war nicht die „Wirtschafterin“ von Josef Habernig, er war ihr Gatte.
Es gibt diese Geschichte von ihnen, also von Hans Haider und Thomas Bernhard, und die Frage, ob Sie finden, daß die Strippenzieher sich richtig verhalten, KI so schreiben zu lassen, geht auf diese Geschichte zurück, genauer, diese Frage wurde abgeschrieben von dem Interviewtitel zwischen Franz Schuh und Hans Haider, veröffentlicht in der Wochenzeitung „Falter“ vor zweiundvierzig Jahren: „Finden Sie, dass sich Hans Haider richtig verhalten hat?“
Auf der Website „Internationale Christine Lavant Gesellschaft“ ist am 1. Februar 2026 u. a. m. in den biographischen Angaben zu „Leben und Werk“ von Christine Lavant zu lesen:
Das Manuskript eines autobiographischen Romans, den Josef Friedrich Perkonig – seinerzeit der angesehenste Schriftsteller Kärntens – zur Publikation empfohlen hatte, wurde von einem Grazer Verlag zuerst angenommen, dann aber abgelehnt, was Lavant in ihren literarischen Aspirationen so entmutigt haben dürfte, dass sie das Manuskript vernichtete.
„Ich höre den Kelten in mir rumoren, spüre den Germanen grübeln und den Slawen träumen.“ Ein Laib Brot, ein Krug Milch Josef Perkonig war der bedeutendste Kärntner Dichter der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1890 in Ferlach im Rosental geboren, schildert er in realistischer Darstellung das bäuerliche Leben seiner Heimat:
In der Biographie auf der Website der Christine-Lavant-Gesellschaft, gelesen am 1. Februar 2026, sind die „St. Veiter Kulturtage“
1950 führte eine Dichterlesung während der St. Veiter Kulturtage zu einem großen persönlichen Erfolg der Dichterin. Sie galt danach als „vielleicht eine der hoffnungsvollsten Vertreterinnen der neuen Frauenlyrik in Österreich“.
angeführt, die „zu einem großen persönlichen Erfolg der Dichterin“ führten, aber unerwähnt in der Biographie der Christine-Lavant-Gesellschaft sind die „Pürgger Dichterwochen“; dabei waren das doch so zentrale Wochen der Dichtung in Österreich, wohl auch für die Dichterin, die für einen so ehrenreichen Teilnehmer ein „Wunder“,
Woher nehmen die Strippenzieher doch immer wieder derartige Informationen, die die Strippenzieherinnen dann KI so schreiben lassen? In diesem Fall haben sie diese wohl von der Website „Ennstal Wiki“, ebenfalls am 1. Februar 2026 gelesen … Gemäß Impressum ist für „Ennstalwiki“ die Stadtgemeinde Schladming verantwortlich. Über die „Pürgger Dichterwochen“ ist auf „Ennstalwiki“ der Stadtgemeinde Schladming zu lesen, das letzte Mal wurde das am 23. November 2025 aktualisiert:
Das also waren die Pürgger Dichterwochen: „Teilaskpekt des Kulturkampfes im Kalten Krieg“ zum Zwecke „Kriegsheimkehrer wieder in die österreichische Gesellschaft zu integrieren“ — „Kriegsheimkehrer“ waren also u. v. a. m. Paula Grogger …
Christine Lavant war Teilnehmerin der legendären Pürgger Dichterwochen, die zwischen 1953 und 1955 in der steirischen Gemeinde Pürgg stattfanden. Diese literarische Treffen wurden von Hans Gerhard Kandolf organisiert. Lavant war bei der zweiten Dichterwoche im Juni 1954 und bei der dritten im September 1955 anwesend. Begegnungen: In Pürgg traf sie auf namhafte Autoren wie Hans Weigel, Eugen Roth und Werner Bergengruen. Ein bekanntes Erinnerungsfoto zeigt sie gemeinsam mit dem damaligen Landeshauptmann Josef Krainer sen. und anderen Schriftstellern. Impressionen: Berichten zufolge hinterließ die Dichterin, die als „zwergenhafte kleine Frau mit dem großen Kopftuch“ beschrieben wurde, einen tiefen Eindruck durch ihre außergewöhnliche Sprache. Ein Foto dokumentiert zudem ihren Aufenthalt auf der Austria-Hütte unter dem Dachstein während dieser Zeit. Hintergrund: Die Dichterwochen dienten dazu, ältere, teils belastete Autoren der NS-Zeit mit jüngeren Talenten zusammenzuführen. Für Lavant war dies eine wichtige Plattform zur Vernetzung in der literarischen Welt Österreichs.
Das hat KI nicht von schladmingerischen Ennstalwiki, daß die Dichterwochen dazu dienten, „teils belastete Autoren der NS-Zeit mit jüngeren Talenten zusammenzuführen“; für schladmingerische Ennstalwiki ist es ja die durch die NS-Zeit geprägte Generation der Kriegsheimkehrerdes Kulturkampfes im Kalten Krieg … Wenn am 2. Februar oder am 3. Februar 2026 nach den Pürgger Dichterwochen wieder gefragt werden würde, könnte es durchaus sein, daß die Strippenzieherinnen KI dann vielleicht schreiben lassen, Hans Gerhard Kandolf habe die Kulturkampfwochen im Kalten Krieg organisiert und Alfred Rainer brachte 1997 in der Schriftenreihe des Kammerhofmuseums Bad Aussee heraus: Die Pürgger Dichterwochen 1953, 1954, 1955 —
Wenn ein Mensch wie MR Dr. Bruno Burchhart derart rege ist, und das auch noch in einem seinem recht hohen Alter, dann verdient er sich redlich ein Ehrenzeichen in Gold mit Brillanten, für solch eine Regheit ist das Sportverdienstzeichen des Landes Kärnten, überreicht durch den Landeshauptmann am 20. Oktober 2025, die für ihn rechte Auszeichnung, denn, was dieser Mann sich leistet, ist wahrlich sportlich, sportlich, sportlich …
Seit Jahrzehnten rege, aktiv unterwegs, auf so mannigfache Weise, daß nur ein paar seiner sportlichen Aktivitäten exemplarisch erzählt werden können.
Am 24. September 2025 im „Eckart“ sportlich zum „Peršmanhof“:
Bizarres Sommertheater um den Perschmannhof
Mit einer beispiellosen Medienkampagne haben Kreise aus dem Bereich von Antifa und links-slowenischer Minderheiten einen sagenhaften Verschleierungsversuch unternommen. Auf einmal ist ein Polizeieinsatz auf einem kleinen Anwesen in der Südkärntner Gemeinde Eisenkappel, von dem die wenigsten Leute – auch in Südkärnten – etwas wußten, zu einer Staatsaffäre gemacht worden. Es war der Versuch, aus einer Aktion am Ende des Zweiten Weltkrieges gegen sich dort versteckende Partisanen ein slowenisches Nationalheiligtum zu konstruieren. Gleichzeitig sollten die damaligen Partisanen zu bedeutenden Widerstandskämpfern gegen das NS-System hochstilisiert werden; Denkmäler, Ausstellungen etc. sollen das unterstreichen.
Tatsächlich gab es noch während des Krieges Partisanenbekämpfung im damaligen Staatsgebiet. Als Partisanen werden bekanntlich soldatische Verbände außerhalb regulärer Armeeverbände bezeichnet. Eine gewisse Bedeutung erlangten die titokommunistischen Partisanen im Südkärntner Grenzgebiet, denen sich auch Slowenischkärntner anschlossen. Ziel war laut deren Führern der Anschluß Südkärntens an Jugoslawien, nicht, wie heute behauptet wird, eine Befreiung Österreichs. Zahlreiche sog. Partisanendenkmäler wurden in Südkärnten seit 1945 errichtet. So auch am erwähnten Perschmannhof.
Die nachfolgend einsetzende Medienkampagne war unvorstellbar. Tagelang wurde in den staatlich satt subventionierten elektronischen Medien und Printmedien aus allen Rohren geschossen. Besonders tat sich dabei ein kleinformatiges Blatt hervor, das die gesamte slowenisch-kärntnerische „Prominenz“ auffahren ließ, von Maja Haderlapp bis Bernhard Sadovnik, dem Globasnitzer Bürgermeister mit seiner Äußerung einer „Retraumatisierung“ usw. Auch der sattsam bekannte slowenische Rechtsanwalt Rudi Vouk wurde eingeschaltet. Alle Parteien wurden zu Stellungnahmen gedrängt, wobei sich erwartungsgemäß die Grünen besonders hervortaten mit ihrer Behauptung eines „inakzeptablen gedenkpolitischen Dammbruches“. Aber auch Rot und Pink setzten nach. Die Polizeiaussendung mit der Beschreibung des Einsatzes hingegen wurde kaum gebracht, schon gar nicht die blaue Stellungnahme. Sogar der slowenische Ex-Botschafter mit seiner unsachlichen Vorverurteilung sah sich zu einer offiziellen Demarche veranlaßt. Auch die Republik Slowenien schaltete sich mit der Forderung nach Aufklärung ein. Der Bundeskanzler bemühte sich um Beruhigung, das Innenministerium ebenfalls. Der Kärntner Landeshauptmann konnte sich nicht anders helfen, als bei einem sogenannten Runden Tisch nach einer Kommission zur totalen Aufarbeitung zu rufen. Die schon von früheren Anlässen her bekannte Zusammensetzung der Kommission läßt das Ergebnis erahnen. Ob sich der Landeshauptmann mit seiner Forderung nach Schutz von Gedenkstätten auch für jenen anderer denkmalgeschützter Objekten einsetzt, wird man sehen.
Auch das eine sportliche Leistung, in diesem überreifen Alter bis nach Dresden fünfzehn Jahre zurückzureisen, um die rechte Ilustration zum Sportartikel zu finden.
Der „Eckart” bebildert den Text nicht mit einem Foto des Peršmanhofs, nicht mit dem Gedenkraum, nicht mit den Namen der Ermordeten, nicht einmal mit einem Foto, das mit Österreich zu tun hat. Stattdessen zeigt er eine Straßenszene mit brennenden Müllcontainern, meterhohen Flammen, Vermummten in Schwarz. Das Foto stammt von einer Demonstration gegen einen Naziaufmarsch in Dresden-Neustadt, 13. Februar 2010. Es hat also nicht den geringstens Bezug zum Peršmanhof und auch nicht zu jenen Personen, die beim Bildungscamp im Juli teilgenommen hatten. Die Funktion der Illustration ist offensichtlich: Das Bild soll sagen „Antifa heißt brennende Straßen, Vermummte, Gewalt“. Es emotionalisiert und kriminalisiert. Es erzählt dem Publikum: Das da sind keine Menschen, die an ein Massaker erinnern. Das sind gewalttätige Krawallmacher. Diese visuelle Lüge liefert die Begleitmusik zu Burchharts Text.
Der Treuelied-Anstimmer und der Peršmanhof. Stoppt die Rechten. 26. Oktober 2025. Gelesen am 27. Jänner 2026.
Beim flinken Schreiben dieses Satzes
Ob sich der Landeshauptmann mit seiner Forderung nach Schutz von Gedenkstätten auch für jenen anderer denkmalgeschützter Objekten einsetzt, wird man sehen.
Freilich wurde über das „Ehrenmal“ anders geschrieben, so hätte er selbst niemals wohl über das „Ehrenmal“ geschrieben, aber zu seinem und des „Ehrenmals“ Stolz hat er, sich damit selbst auszeichnend, auch sehr sportlich, darüber schon geschrieben, gesinnungsgemäß in „Der Kärntner – das patriotische Signal aus Kärnten. KHD Aktiv 1/2024“:
Das inmitten der Marktgemeinde St. Jakob i. Ros. stehende Abwehrkämpfer-Ehrenmal ist wieder einmal im Visier der slowenischen Minderheit. Mittels des neuen Vereines „Spunij se („Erinnere Dich“) – Denk a mol“ wird mit Hilfe des ORF eine Kampagne gestartet. Bemerkenswert ist, dass dabei in völlig unausgewogener einseitiger Bericht erstattung keinerlei andere Gesichtspunkte zur Sprache kommen. Ausgestrahlt werden nur die Ansichten der Angehörigen des slowenischen Vereines.
Ein Angriffspunkt der Angehörigen des oben genannten Vereines ist es, das Denkmal in die Nähe des Nazismus zu bringen. Zweifellos kann man heutzutage so alles in Verruf bringen, weil oft die Zusammenhänge verwischt werden. Das Denkmal wurde 1936/ 1937 von heimattreuen Kärntnern erbaut und am 5.9.1937, also zur Zeit der durch die Vaterländische Front ausgeführten austrofaschistischen Diktatur eingeweiht.
Dass in der Zeit nach dem sog. Anschluss vom März 1938 das Denkmal für die NS-Ideologie missbraucht wurde, ist unbestreitbar. Zumindest 1937 aber waren weder die Initiatoren noch die Teilnehmer der Einweihungsfeier in strafrechtliche Verfahren verwickelt und daher damals unbescholten. Was sie später evtl. angestellt haben sollten, ist für das Denkmal irrelevant. Auch konnte Landesrat Ferlitsch keine „Nazi“-Regungen bei der Feier bemerken, wie er selbst bekannt gab. Auch in den damaligen Tageszeitungen war davon keine Rede, ganz im Gegenteil wurde auf den kärntnerischen Charakter des Denkmals und der Feier stets hingewiesen. Von einer nazistischen Feier kann also keine Rede sein. Die „Denk a mol“- Initiative will einen „neuen Kontext“ durch führen und eine „neue Perspektive“ des Denkmals erreichen, der Bundesdenkmalbeamte des Landes will die angeblich belastete Geschichte des Denkmals aufarbeiten. Denkmal-Entfernungs-Forderungen, unwahre Sprüche, Faschismus-Anwürfe und Vermischung von Dingen, die mit dem Denkmal nichts zu tun haben, sind dabei nicht hilfreich. Das dient auch keineswegs dem friedlichen Zusammenleben der Bevölkerung. Auch der ORF täte gut daran, eine ausgewogene und objektive Berichterstattung im Sinne des Gesetzauftrages zu machen.
Das Turnen nach Jahn in Hallen nach wie vor die höchste sportliche Übung in diesem Land, und so ist es „gut heil“, ihm eine Festveranstaltung auszurichten, wie etwa am 31. Mai 2008 im „Haus des Sports Wien“ von ÖTB und Turngau Niederösterreich, und was wäre das für eine Sportveranstaltung ohne Bruno Burchhart gewesen, wohl eine dürftige. Schon bei den Grußworten muß Bruno Burchhart das gesinnungsgemäße Sportherz aufgegangen sein:
Der Gedanke der turnerisch verstandenen Leibesübungen dagegen ist seit 2 Jahrhunderten in unserem deutschen Volk lebendig. Er geht zurück auf Friedrich Ludwig Jahn, den oft zitierten und ebenso oft missverstandenen. Jahn ist nur aus seiner Zeit heraus zu verstehen.
Wir bevorzugen den Weg, der auf dem Boden unseres deutschen Volkes gewachsen und für viele andere Völker Muster und Vorbild geworden ist. Ich bin überzeugt, dass die zahlreichen Turnerinnen und Turner, sowie die in turnerischem Geist denkenden Verbände hier in der Prinz Eugenstrasse ein würdiges Fest begehen und sich wohl fühlen. So heiße ich alle Festteilnehmer bei dieser Festveranstaltung herzlich willkommen. Möge dieses Fest einen guten Verlauf nehmen und sich sein Geist nachhaltig auf die gute Entwicklung unserer Vereine und Verbände auswirken.
Gut Heil!
Helmut Fuchs Obmann ÖTB Wien
Der Gedanke, die Lebenslinie von F.L. Jahn ist und bleibt aktuell. Um diese Aktualität zu erkennen muss man sich aber schon der Mühe hingeben das gesagte, getane und vorgelebte der Kleider der damaligen Zeit zu entledigen und mit dem Gewand der heutigen Zeit zu bemänteln. Der Inhalt ist derselbe – ja muss derselbe bleiben. Denn wäre er es nicht, so wäre er für die Menschen von heute, und somit auch für uns, wertlos.
Man muss sich stets bemühen, Jahn’s Aussagen in heute verständlichen Sätzen wieder zu geben. Die Festveranstaltung am 31. Mai 2008 hat genau dieses Ziel. Dieses Fest ist eine Antwort auf viele Fragen rund um Jahn und kann mannigfaltige Pulse für das Turnerleben geben.
In diesem Sinne wünsche ich allen Festteilnehmern und natürlich allen Turnerinnen und Turnern schöne und inhaltsreiche Stunden und ein herzliches Gut Heil.
Hermann Lang Obmann Öerreichischer Turnerbund Turngau Niederösterreich
Der Österreichische Turnerbund sieht die Wurzeln seiner Verbandstätigkeit im Wirken von Friedrich Ludwig Jahn. Trotz seiner eigentlich kurzen öffentlichen Wirkungszeit – 1811 Eröffnung der Hasenheide und 1819 seine Verhaftung – gab er den Anstoß, dass sich daraus eine Turnbewegung entwickelte, die im ÖTB aufbauend auf den zeitlosen Grundlagen seines Turnens bis heute weiterlebt. Die Veranstaltung ist ein Achtungserweis an den Mann, der den Grundstein legte für die Art des Turnens im ÖTB und der weltweit als der Schöpfer des Turnens der Neuzeit anerkannt ist. Den Vortragenden danke ich für die Bereitschaft ihrer Mitgestaltung. Den Veranstaltern, ÖTB Wien und Turngau Niederösterreich, gilt mein Dank für den damit gebotenen Bildungsbeitrag. Den Zuhörern wünsche ich eine zusätzliche Erweiterung der Kenntnisse über Friedrich Ludwig Jahn.
Zunächst gab es eine würdige Kranz-Niederlegung am Jahn-Denkmal im Gedenken an den Turnvater, den Begründer des Turnens. Der Festakt begann mit dem Einmarsch der Turnerschaft in die fahnengeschmückte Halle und der Begrüßung der zahlreichen Gäste durch DTV-Obmann MMag. Martin Melinz und DTV-Ehrenobmann MR Dr. Bruno Burchhart. Dann zeigten die Turner ihr tolles Können: Flotte Line-Dance-Darbietungen rissen die Zuschauer in der vollen Halle immer wieder zu begeistertem Beifall hin, ebenso die ruhigeren Pilates-Vorführungen. Dr. Burchhart präsentierte anhand einer Bilder-Schau die imponierende Geschichte des Turnvereins: Besonders der zweimalige Bau einer eigenen Turnhalle, die Errichtung des Jahn-Denkmals und des DTV-Fitnesskurses inmitten der Gemeinde, aber auch die vielen Erfolge im Turnen, in der Leichtathletik, im Judo und Schifahren, ebenso wie die Kultur- und Brauchtums-Veranstaltungen sowie die Verleihung des Gemeinde-Wappens, zeigten das beeindruckende Wirken in 100 Jahren Vereinsgeschichte.
Den Abend ließen der Turnverein und seine Gäste bei der traditionellen Sonnwendfeier ausklingen.
Zu welchem Zweck ein Feuer auch immer gemacht wird, eines ist stets anzuzünden, ist es doch immer wieder schön, Flammen lodern zu sehen, verleiht es doch den um einem brennenden Holzstoß Stehenden ein erhellt ernstes Gesicht der Erhabenheit …
Nicht Gold und Brillanten, aber eine Auszeichnung ist es allemal,
Ein Bericht verfasst von der Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres und des Bundesministeriums für Justiz. Wien, 2025. Gelesen am 27. Jänner 2026.
Und so ist es nur recht, daß der patriotisch gemäßigte Obmann einer patriotisch gemäßigten NGO weiter im Fernsehen auftritt, auch im ersten Monat des Jahres ’26 im Fernsehen zahlreich zur Sache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in den Privatfernsehanstalten … Über einen Patrioten sagt er am 27. Jänner im Heurigen: „Die regelbasierte Weltordnung ist vorbei.“
Wer mit so viel Gold, sogar Gold mit Brillanten, und Auszeichnungen überhäuft wird, wer so umtriebig ist, ist auch ein recht verdienter Bänkelsänger, der mit einem Lied
Es geht ein Lied auf Reisen Geht auf die Reise zu mir Der Wind bringt’s mir mit den Wolken Und ich weiß, ’s kommt nur von dir
Es geht ein Lied auf Reisen Das unsere Trennung beklagt Und heißt’s auch, man soll niemals weinen Kommt es vor, dass man gar nicht fragt
Es war so schön, an deiner Hand zu geh′n Es war so schön, dich immer anzuseh’n Uns schien sogar der Regen rosarot Sind nun für uns all diese Wunder tot?
Es geht ein Lied auf Reisen Du schickst’s rund um diese Welt Ich wünsch mir, dass ’s schon heut Abend Von dem Himmel auf meine Lippen fällt
Es geht ein Lied auf Reisen Das Lied macht uns beiden klar Wir brauchen keinen Rat kluger Leute Dass wir uns lieben, ist ganz offenbar
und wenn sie dieses Reiselied am Grabe gesungen hätten, so hätten sie nicht das Original gesungen, denn im Original wird nicht von einem Lied, das auf Reisen geht, gesungen, sondern von einer Träne, und das kann von wackeren Männern nicht erwartet werden, offen ihre Tränen zu besingen, aber wenn sie es gesungen hätten, dann hätten sie es vielleicht so gesungen, ein Lied geht auf Reisen, mit einer inwendigen Träne, sentimental und schwermütig, nie mehr mit ihrem gesinnungsgemäßen Bruder Walter das Lied, das tatsächlich am Grabe gesungen ward, gemeinsam singen zu können, aber immer, das ihnen zum Troste, wenn sie seiner gedenken, das tatsächlich gesungene Lied anstimmen, wird er mit ihnen im Geiste es gewiß mitsingen, so treu wie sie ihm, so treu wird er ihnen bleiben.
Aber es geht weiter, es muß weitergehen, auch wenn einer im Liedreich fehlt, es muß weitergemacht werden, und es wird weitergemacht.
Schlesische Schüler zu Gast in Kärnten: Sprache, Musik, Geschichte
Mit einem großartigen Projekt unterstützten Idealisten aus Kärnten, dem südlichsten Bundesland der Republik Österreich, Schüler der deutschen Minderheit aus Schlesien.
Es war sehr beeindruckend, wie wohlwollend die Spitzen der Kärntner Volksvertreter diesem vorbildhaften Projekt gegenüberstanden. Einen so feierlichen Empfang einer Schülergruppe aus einem EU-Staat, wie ihn die schlesischen Schüler im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung erlebten, hat es in dieser Form höchst selten gegeben.
Der Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) Dr. Peter Kaiser zeigte sich von dem Auftritt der schlesischen Schüler in ihrer prachtvollen heimischen Tracht mit Liedern und Tänzen höchst angetan. Er freute sich, dass in dem heimatbewussten, weltoffenen Kärnten eine solche Begegnung im Sinne des Kulturaustausches im europäischen Geist stattfand, und lobte Dr. Burchhart für seinen steten Einsatz für Minderheiten in Europa. Ein positiver Nebeneffekt dieses freundlichen Empfanges war das große Echo in den bedeutenderen Medien des Landes sowie eine anerkennende Sendung über die Schlesier im Österreichischen Fernsehen. Das ist nicht alltäglich.
Eine weitere Verbindung ergab sich durch die Volksabstimmungen nach dem Ersten Weltkrieg: Die Schlesier stimmten mit über 59 % für den Verbleib bei Deutschland, die Kärntner mit dem gleichen Ergebnis für den Verbleib bei Österreich. Die weitere Entwicklung war unterschiedlich: Kärnten blieb frei und ungeteilt, Schlesien erlebte Schreckliches unter der kommunistischen Diktatur.
Gemeinsam mit heimischen Musikanten absolvierten die Schlesier eindrucksvolle Konzertauftritte in verschiedenen Orten. Begeistert wurden sie vom Publikum gefeiert, z. B. in Klagenfurt, wo sie mit dem weltweit auftretenden Chor der Sängerrunde Emmersdorf musizierten. Es kam zu gegenseitiger musikalischer Befruchtung: die schlesischen Schüler präsentierten Musik ihrer Heimat, die Emmersdorfer Lieder aus Kärnten. Ein perfekter Kulturaustausch.
Dr. Burchhart begrüßte die Jugend im Namen der Schlesiergruppe. Gemeinsames Singen, Spiele und Wettbewerbe führten schnell zu neuen Freundschaften. Schwimmen und Springen im Turnersee sowie ein Lagerfeuer rundeten den Tag ab. Es war ein unvergesslicher Tag.
So verging der Aufenthalt der Schülergruppe in Kärnten mit Begegnungen, Kulturaustausch und Sprachförderung viel zu schnell. Wehmütig wurde Abschied genommen, und das von Dr. Burchhart übergebene Schutzengelchen wurde als Erinnerung mitgenommen. Den Sponsoren – Österreichische Landsmannschaft, Deutsche Burschenschaft, Kärntner Heimatdienst und weiteren – wurde herzlicher Dank übermittelt. Ein baldiges Wiedersehen in Kärnten oder Schlesien wurde innigst gewünscht.
Landsmannschaft, Burschenschaft, Heimatdienst, ja, Mannen und Frauen des Idealismus sind nicht geizig, im Gegenteil, großzügig, wie auch diese Unterstützung des großartigen Projektes von Idealisten …
Für shops of patriots wäre das doch ein hinzuzunehmendes Produkt „miga – make idealism great again“ als zu den Shirts etwa recht passende Schildkappe.
eine — und kaum fünf Jahre später, schreibt Bruno Burchhart, ein weltweit auftretender …
So sportlich ist also Bruno Burchhart unterwegs, nicht nur werktags sondern auch sonntags, genauer, im „Sonntagsblatt“, in einer „ungardeutsche[n] Zeitschrift“;
es muß nicht ausgeführt werden, wie das am Sonntag im Blattwirkt, es ist so wie es von ihm ausgezeichnet bekannt ist, einfach wie kurz gesagt: sportlich, gewiß, idealistisch, sicher …
Von einer sportlichen Leistung — da es „zahlreiche Gemeinsamkeiten der Geschichte Schlesiens und Kärntens“ — soll noch erzählt werden, von einer Brücke zwischen Schlesien und Kärnten, auf der Burchhart und Perkonig …
Perkonigs Funktion im KHB wird in der Literatur nur am Rande erwähnt. Alle Darstellungen konzentrieren sich auf Alois Maier-Kaibitsch, unzweifelhaft der starke Mann im KHB. Doch ist Perkonigs Rolle als Obmann nicht zu unterschätzen. Vermutlich verdeckte seine (vorgebliche) Verankerung im Austrofaschismus die nationalsozialistischen Aktivitäten des KHB. Unter Perkonigs „Schutz“ konnte Maier-Kaibitsch ungestört agieren. Seine Obmannschaft erfüllte – zumindest nach außen – eine ähnliche Funktion wie die Präsidentschaft Max Mells im Bund der deutschen Schriftsteller Österreichs.44 Schwer vorstellbar scheint, daß Perkonig über die internen Vorgänge im KHB nicht informiert war, zumal sein Freund Hans Steinacher entscheidend dazu beitrug, den Verein in eine von „nationalsozialistische[m] Geist getragene Organisation“45 umzugestalten. Im Nachkriegsprozeß gegen Alois Maier-Kaibitsch gab sich Perkonig jedenfalls naiv: Für den Kärntner Heimatbund gab es, wenn überhaupt Unterscheidungen gemacht wurden, nur sogenannte heimattreue Kärntner und andere, die an dem Gedanken der Untrennbarkeit des Landes nicht in dem gleichen Maße interressiert waren [= „Windischentheorie“, KGS]. Da der Kärntner Heimatbund nur kärntnerisch eingestellt war, hat er zum Nationalsozialismus in keiner Weise Stellung genommen.46
Ab 1933/34 wurde aus dem KHB die „[b]edeutendste Tarnorganisation der verbotenen NSDAP“.47 Da der Verein nicht verboten war, diente er als Auffangbecken illegaler NS Formationen, ein Großteil der Aktivitäten lief über ihn. „In den dreißiger Jahren verstand sich der ‚Kärntner Heimatbund‘ […] als eine Art ‚Kampftruppe‘ aus Vertrauensmännern“,48 zu welchen offenbar auch Perkonig gehörte.
Für Perkonig deutete nach dem „Anschluß“ zunächst alles auf eine NS-Karriere hin: Er wurde Kommissar für Wiedergutmachung in einer eigens geschaffenen Abwicklungsstelle, die Ansuchen um finanzielle Entschädigung „für gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Schaden in der Verbotszeit [der NSDAP, KGS]“ bearbeitete.55 Perkonigs wahre Interessen dürften aber eher auf literaturpolitischem Gebiet gelegen haben, vermutlich liebäugelte er mit der Funktion des Landesleiters der Reichsschrifttumskammer (RSK) Kärnten. Da Perkonig der bekannteste Schriftsteller Kärntens war, durchaus „Verdienste“ für den Nationalsozialismus vorweisen konnte, und die RSK Berlin bzw. das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) nach Möglichkeit repräsentative Autoren heranzogen, durfte er sich berechtigte Hoffnungen machen. RSK-Landesleiter wurde überraschend einer von Perkonigs Mitstreitern aus den Tagen der Volksabstimmung, der Gymnasiallehrer und Lyriker Emil Lorenz. Perkonig blieb als Trostpflaster die Funktion eines Landesobmannes der Schriftsteller in der RSK.
Eine wichtige Voraussetzung für RSK-Leiterfunktionen bildete die Mitgliedschaft in der NSDAP,60 weshalb die Wahl von Lorenz plausibel erscheint, konnte er doch auf eine Mitgliedschaft seit 1933 verweisen.61 Die Vorgänge rund um Perkonigs NSDAP-Aufnahmeantrag bzw. die Ablehnung wegen seiner Zugehörigkeit zu Freimaurerlogen hat Klaus Amann beschrieben.62 Daß diese Mitgliedschaften nicht zwingend zu einer Ablehnung führen mußten, beweist der ähnlich gelagerte Fall des Autors Franz Karl Ginzkey.63 Ausschlaggebend dürfte bei Perkonig die strikte Ablehnung des Kärntner Gaugerichtes unter dem Vorsitz des einstigen Gauleiters Hugo Herzog gewesen sein. 64 Ein bezeichnendes Licht auf Perkonigs Aktivitäten rund um die angestrebte Aufnahme in die NSDAP wirft eine Bemerkung von Hans Gustl Kernmayr, damals Chefdramaturg der Wien-Film, der in seinen Memoiren berichtet, Perkonig sah sich um 1938 gezwungen, mich um eine Bestätigung zu bitten, daß er ein guter Nationalsozialist sei. Ich gab ihm diese Bestätigung, weil ich ihm helfen wollte.65
Dennoch konnte sich Perkonig nicht beklagen. Im Gegensatz zu Nußbaumers Behauptung, es habe „Erschwernisse und Hemmungen [gegeben], die seine schriftstellerische Arbeit beeinträchtigten“,66 blieb der Autor im Dritten Reich publizistisch und finanziell erfolgreich.67 Zwischen 1933 und 1944 lassen sich 15 Erstausgaben sowie zahlreiche Neuauflagen bereits publizierter Titel nachweisen. Allein 1943/1944, als wegen eklatanter Papierknappheit viele Werke nicht mehr gedruckt wurden, erschienen in neuer/neuen Auflage(n): „Der Schinderhannes“, „Auf dem Berge leben“68, „Der Guslaspieler“, „Honigraub oder Der Hügel Sankt Joseph“, „Kärnten, deutscher Süden“, „Nikolaus Tschinderle, Räuberhauptmann“, „Mein Herz ist im Hochland“, „Lopud, Insel der Helden“, „Die Fischer „, „Das Zauberbründl“, „Alpenland – Donauland“69, „Leichte Fracht“ sowie „Kärnten, Heimatland, Ahnenland“. Auf Empfehlungslisten des RMVP finden sich: „Honigraub oder Der Hügel Sankt Joseph“ (2x), „Nikolaus Tschinderle, Räuberhauptmann“ (2x), „Kärnten deutscher Süden“, „Ein Volk steht auf“ und „Lopud, Insel der Helden“. Ferner steht Perkonigs Name auf den Vorschlagslisten für Dichterlesungen des Werbe- und Beratungsamtes für das deutsche Schrifttum beim RMVP für 1939/40, 1940/41 und 1941/42. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Anthologien.70
So gut wie unbekannt ist heute Perkonigs Filmarbeit, ab 1938 verfaßte er u.a. für die Wien-Film das Drehbuch zu „Krambambuli“ nach Marie von Ebner-Eschenbach. Für seine umfangreiche literarische bzw. literaturpolitische Tätigkeit genehmigte die Lehrerbildungsanstalt „Stundenreduktionen in den Jahren 1940-1944″.71 Der Krieg „verhalf“ Perkonig schließlich doch noch zu einer repräsentativeren Position in der RSK. Ab Mitte 1940 vertrat er den zur Luftwaffe eingerückten Emil Lorenz, im folgenden Jahr wurde J. F. Perkonig zum stellvertretenden RSK-Landesleiter ernannt.72
Karin Gradwohl-Schlacher. Josef Friedrich Perkonig und Hans Steinacher. Zwei Karrieren von der Kärntner Volksabstimmung bis in das Dritte Reich. Gelesen am 28. Jänner 2026.
Sportlich auch diese auszuzeichnende Leistung von Bruno Burchhart:
Einen Wendepunkt nach der Heirat seiner Anny 1918 bedeutete der Einfall der Südslawen in sein geliebtes Heimatland: Er wurde zunächst als „Carinthiacus“ Kriegsberichter von den Fronten und dann bedeutender Propagandist des geistigen Abwehrkampfes mit seinem „Kärnten den Kärntnern“, so auch als Chefredakteur der Kärntner Landsmannschafts-Zeitung für die besetzte Unterkärntner Zone A. Mit Werken wie „Heimat in Not“ (1921), besonders aber in den berühmten „Patrioten“ (1951) beschreibt er den Freiheitskampf. Nachher stellte er sich dem KHD, später KHB (Kärntner Heimatbund) zur Verfügung, wo er anerkannter Förderer von Mundart, Lied, Volkstanz und Brauchtum war. Erstmals gelang ihm die dichterische Beschreibung Kärntens in „Kärnten-Heimatland, Ahnenland“ (1923), mit der Erzählung der herrlichen Landschafts-, Geschichts-, Sagen und Brauchtumswelt. „Dorf im Acker“ (1926) und „Bergsegen“ (1928), sein damals Bekanntestes, fließen aus seiner Feder.
Vom Ständestaat hofiert, wurde er zum Landtagsabgeordneten für Kunst ernannt, auch Volkspolitischer Referent der Vaterländischen Front, erhielt Preise, wie den Österreichischen Staatspreis für Literatur. Nach 1938 dichtet er wie viele seiner Generation weiter und publizierte, was man ihm realistischerweise wohl nicht verübeln kann. Sicher haben die Damaligen sich seiner Berühmtheit bedient mit der Neuauflage vieler Werke wie „Schinderhannes“, „Guslaspieler“ u.a.m. – „Verherrlicht“ hat er niemanden. Eine Parteimitgliedschaft wurde ihm ja verwehrt, sein „Mensch wie Du und ich“ sogar verboten. Mannhaft hat er sich auch gegen die Slowenen-Aussiedlung gegenüber den Machthabern ausgesprochen. Nach den vielen Erlebnissen dieser Zeiten ist in der Nachkriegszeit eine neue Fassette in seinem Schaffen und Denken zu bemerken: Durch die Beschäftigung mit seiner Kindheit im „gemischtsprachigen“ Gebiet in seinem „Morgenlicht“ (1948) wird er sich bewusst, dass er in sich den Germanen grübeln und den Slawen träumen spürt. In seinen Essays „Zwei Zungen“ und „Kärntner Slowene“ lässt er Versöhnlichkeit und Anerkennung anklingen. Eine immerhin erstaunliche Entwicklung. Er bekennt: Als ein Dichter des deutschen Grenzlandes weiß ich wohl, daß ich für mein Volk auf Vorposten stehe, daß ich ein Vermittler sein muß von hüben und drüben. Aus dieser Einstellung heraus weiß er eben auch das andere zu schätzen. Verbindungen sucht er und erhält Wertschätzung, z. B. durch die Übersetzung von seinem „Honigraub“ ins Slowenische durch Drago Druškovič. In seinem umfangreichen Œuvre findet sich noch: Musikalisches in seinem Haydn-Essay, Kulturelles in vielen Radio-Sendungen und Hörspielen, Filme-Schaffung wie Ebner-Eschenbach’s „Krambambuli“, usw. Jetzt erfährt er auch in einem demokratischen Staat die ihm zustehenden Ehrungen: Er wird Ehrenbürger von Ferlach und Klagenfurt, erhält Preise und Auszeichnungen. Nach seinem Hinscheiden vom 8. Feber 1959 wird er in einem Ehrengrab beigesetzt.
Dr. Bruno Burchhart. Künder und Versöhner. Die Brücke. Nr. 94 · Februar 09. Herausgeber, Medieninhaber und Copyright sowie Verantwortlicher Redakteur Kulturabteilung des Landes Kärnten Mag. Günther M. Trauhsnig Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Peter Baum, Bruno Burchhart, Mona Decker-Mathes, Brigitte Entner, Stefanie Grüssl, Daniela Hättich, Michael Herzog, Otto Kapfinger, Geraldine Klever, Ingeborg Kofler, Helmut Christian Mayer, Astrid Meyer, Mario Rausch, Arnulf Rohsmann, Marion Schaschl, Ilse Schneider, Jozej Strutz, Günther M. Trauhsnig, Slobodan Zakula. Gelesen am 29. Jänner 2026.
So viel sportliche Tat ist nur mit Gold, Gold und Brillanten zu belohnen.
Was der eine, Perkonig, für überall in Worte goß, schlug der andere, Kerndle, allein für Sankt Jakob im Rosental in Stein: Arbeiter, Soldat, Bauer, Handwerker —
NS Für so viel Tat der gesinnungsgemäß sportlichsten Art verdiente auch Bruno Burchhart eine Festschrift. Was wäre ein recht besserer Anlaß, ihm eine Festschrift nachträglich zur Verleihung des Sportverdienstzeichens durch das Land Kärnten zu widmen?
Es muß eingestanden werden, nicht das Geschick zu haben, eine solche Festschrift ihm schreiben zu können, aber einen Beitrag zu leisten, das soll nicht verweigert sein, vielleicht motiviert der Vorschlag,
wie der Umschlag einer solchen Festschrift gestaltet sein könnte, zum Idealismus Gerufene, eine Festschrift für einen Idealisten wie Bruno Burchhart anzugehen.
Karl Maria Kerndle wird von Jürgen Klatzer in der Ausgabe 4/26 der Wochenzeitung „Falter“ nicht erwähnt.
Dieses Abwehrkampf-Denkmal befindet sich an der Rosentaler Straße in St. Jakob. Die Gedächtnisstätte wurde 1937 nach Entwurf von Karl Maria Kerndle erbaut . Über Stufen erreicht man eine offene Gedenkhalle, im Inneren befinden sich fünf in Stein gemeißelte, bewaffnete Männer (Handwerker, Bauer, Soldat, Arbeiter und Bürger) sowie Namenstafeln der Gefallenen.
Kriegergedächtnisstätte. Mein Bezirk. 1. Juli 2018
herausgeputzt und gesäubert wird der sich in das Denkmal zum fortwährenden Ehrenglanz selbst gemeißelte Josef Müllner, nach dessen Entwurf …
„Handwerker, Bauer, Soldat, Arbeiter und Bürger“ zeigt Karl Maria Kerndle und Josef Müllner u. a.: „Arbeiter“, „Landarbeiter“ und sich selbst als Bürger oder als Künstler oder als bürgerlicher Künstler mit einem Ausdruck, als trüge er einen ihm verliehenen Stolzeskranz auf dem Haupt, jedenfalls nicht als Nationalsozialist.
Es erinnert auch an einen Mauerspruch auf der Wieden, über den vor einigen Jahren im „Falter“ zu lesen war, selbstverständlich nicht mit einer reißerischen Schlagzeile, die lauten hätte können: Es war Hitler.
NS-Wandbilder vielerorts noch sichtbar Lösung nur mit Hauseigentümer Auch ein Relief in der Faulmanngasse in der Nähe des Naschmarkts findet sich darin. Das Zitat „Es gibt nur einen Adel, den Adel der Arbeit“ könnte auch aus der Zeit des Roten Wien stammen, tatsächlich haben sich die Nazis das Zitat zu eigen gemacht, sagt Arnold. „Wir wissen auch, darüber stand höchstwahrscheinlich Adolf Hitler.“ Der Verweis auf Hitler wurde in den Nachkriegsjahren entfernt. Das Wandbild ist auch der Stadt bereits bekannt. „Es gibt bereits einen Text für eine Zusatztafel. Die Abstimmungen mit dem Hausbesitzer konnten leider bisher nicht abgeschlossen werden. (…) Wandgebundene Kunstwerke unterliegen grundsätzlich der Verantwortung der jeweiligen Hauseigentümer*innen und Gebäudeverwaltungen. Die Entscheidung über Zusatztafeln muss daher auf dieser Seite getroffen werden“, heißt es in einer Stellungnahme von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ).
Kärnten, kein schöner Land, es braucht nur ein Blick in einen „Reiseführer“ geworfen zu werden, um der Herrlichkeit dieses Landes ansichtig zu werden, wie es etwa Walter M. Weiss beschreibt, den seinen „Führer“ nicht der von Jürgen Klatzer erwähnte „Eckart“
[…] etwa Bruno Burchhart, ein älterer Herr mit grauem Henriquatre-Bart. Er ist die lokale Größe des Abwehrkämpferbundes und schreibt für das ausländerfeindliche Magazin Der Eckart [..,]
Karl Maria Kerndle (*13.9.1882, +1.3.1957) Kerndle galt als einer der begabtesten Schüler des Architekten Otto Wagner. Er kam mit seiner Frau 1920 nach Krumpendorf, wo er bis zu seinem Tod wohnhaft war. Er plante auch in Krumpendorf mehrere Objekte wie sein eigenes, rundes Wohnhaus am Lorbeersteig, das eine herausragende Stellung in seinem architektonischen Schaffen einnimmt.
Kerndle bekam bei einem Wettbewerb den ersten Preis und somit den Auftrag zur Gestaltung eines Kriegerdenkmals in Villach, für das er auch die bildhauerische Arbeit durchführte. Es wurde 1918-1924 geschaffen. Es hat die Form einer monumentalen Schwertspitze und befindet sich an der Südseite der Stadtpfarrkirche.
Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage nach dem Krieg und vermutlich auch auf Wunsch seiner Frau übersiedelte die Familie Kerndle 1920 nach Krumpendorf. Die Familie wohnte damals in der Villa Kutternig an der Hauptstraße. Kerndle und seine Frau gründeten inspiriert durch die „Wiener Werkstätten“ die „Kärntner Werkkunst“ in Klagenfurt. Sie befassten sich vor allem mit der Erzeugung und Ausfuhr kunstgewerblicher Textilien.
Aus finanziellen Gründen arbeitete Kerndle auch als Zeichenlehrer am Klagenfurter Realgymnasium und ab 1926 an der Fortbildungsschule, der heutigen Berufsschule.
Er war aktives Mitglied im „Kunstverein Kärnten“ und damit auch an zahlreichen Ausstellungen im „Künstlerhaus“ beteiligt. Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre bekam Kerndle mehre größere Architekturaufträge in Radenthein, Klagenfurt und Villach. Die finanzielle Situation der Familie verbesserte sich. Ende der 1930er Jahre wird Kerndle Schulleiter an der Klagenfurter Berufsschule. Ende 1943 trat er die Nachfolge des zum Wehrdienst eingerückten Leiters der „Meisterschule des deutschen Handwerks“ an. Diese Meisterschule war während des Krieges in der „Festung“ in Klagenfurt in der Nähe der Bahntrasse nach Villach untergebracht.
Nach Kriegsende zog sich Kerndle, der aktives Mitglied der NSDAP war, aus dem öffentlichen Leben zurück. In Krumpendorf realisierte er nur noch das Badehaus Obid am Koschatweg. Finanzielle Gründe zwangen ihn, die Wohnung im zweiten Stock seines Hauses zu vermieten. Seine Frau Frieda verstarb Ende der 1940er Jahre. Durch diesen Schicksalsschlag schwer getroffen verbrachte Kerndle die letzten Jahre seines Lebens zurückgezogen in seinem Hause. Er starb am 1.3.1957 in Krumpendorf.
Krumpendorfchronik. Persönlichkeiten. Gelesen am 26. Jänner 2026.
Kerndle war aktives Mitglied zahlreicher Architekten- und Künstlerverbände und beteiligte sich zudem an etlichen Ausstellungen.
Um 1930 erhielt Kerndle etliche größere private Bauaufträge, wobei er in einigen Fällen auch an der Inneneinrichtung im Sinne der „Wiener Werkstätte“ beteiligt war. Etwa zur gleichen Zeit wurde er zum Schulleiter der Berufsschule Klagenfurt ernannt und wandte sich ab 1938 mehr dem Kunstgewerbe und der Lehre zu. 1943 folgte die Ernennung zum Leiter der Meisterschule des Deutschen Handwerks in Klagenfurt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog sich Kerndle bedingt durch aktive Zugehörigkeit zur NSDAP fast völlig aus dem Architekturgeschehen in Kärnten zurück und war nur mehr als Maler tätig. Kerndle starb im 75.Lebensjahr in Krumpendorf.
Architekturlexikon. Architekturzentrum Wien. Zuletzt geändert am 10.04.2008. Gelesen am 26. Jänner 2026.
Für das militärische Morden und Ermordet-Werden ist ein Stimmrecht, eine Gleichberechtigung das Hinderlichte, das gedacht werden kann. Ein Stimmrecht, eine Gleichberechtigung ist soher in allem zu unterbinden, und das schon dann, wenn es nur um die Frage geht, ob der Wehrdienst verlängert werden soll oder nicht. Und wenn Stimmrecht und Gleichberechtigung der Jugend unterbunden, kostet eine Geste der Großzügkeit bloß einen Apfel und Ei, auch der Jugend zu erlauben, etwas zu sagen, in einer Kommission, deren Vorsitz ein in wenigen Monaten siebzig Jahre alter Mann der Wirtschaft und Industrie …
In dieser Sendung auf „Österreich 1“ wurde er vorgestellt als „Militärexperte und Mitglied der Wehrdienstkommission“ —
Walter Feichtinger, „Brigadier i. R.“, also ein nicht mehr aktiver Militär, ein Pensionist, sagte in dieser Sendung:
Ich glaube, ich kann dazu etwas sagen, und zwar, die Kommission hat sich zusammengesetzt aus 23 Mitgliedern, zehn davon stimmberechtigt, dreizehn beratende Funktion. Und es war ein großes Ansinnen von Anfang an, im Kommissionsvorsitz, daß man alle Stimmen hört, auch die Jugend ganz besonders hört, und Sie haben sich auch sehr stark zu Wort gemeldet. Und wir haben das als sehr positiv empfunden, damit wir wirklich alles hören, was auf den Tisch kommt. Es ist nur so, am Ende des Tages kann man zwar viele Stellungnahmen einholen, aber es muß ja in der Sache etwas weitergehen, d. h., es ist Substanz aufzubauen. Und wenn Sie sagen, das war zu erwarten, kann ich auch sagen, ja, das war vermutlich zu erwarten, weil der bisherige Status einfach unbefriedigend ist. Aber es war sehr wertvoll, Sie dabei zu haben, genauso wie Vertreter der Wirtschaft und vom Zivildienst und allen möglichen Stellen, damit man hier ein breites Spektrum hat. Und ich hatte den Eindruck, nach einer gewissen Zeit, daß hier wirklich eine gewisse Aufbruchstimmung herrscht, ein Geist der Veränderung. Nicht von ungefähr hat es am Ende dann einen großen Konsens gegeben, bei der Verabschiedung. Zur politischen Debatte vielleicht nur der Hinweis. Es gab gestern abend den 13. Tag der Wehrpflicht. Der ist eingeführt worden, damals, als es diese Volksbefragung gegeben hat, und aus diesem Anlaß ist der etabliert worden. Und gestern war dort nicht nur der Herr Hameseder, der die Ergebnisse der Kommission vorgestellt hat, sondern es waren die Wehrsprecher der im Parlament vertreteten Parteiein eingeladen und waren am Podium. Da war schon sehr interessant zu hören, daß unisono eigentlich einerseits das Ergebnis oder die seriöse Arbeit begrüßt wurde, und andererseits hier, zumindest unter diesen, ein Konsens geherrscht hat, daß man in die Sache hineingeht, in eine rasche Debatte hineingeht. Natürlich in den Parteizentralen wird es ein bißchen anders ausschauen.
Das war die unmittelbare Antwort von einem pensionierten Militär, von einem mit Wehrdienst und Wehrpflicht in Ruhe gelassenen Mann, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Wehrdienstkommission, in der Sendung auf das von Anna Schwabegger von der Bundesjugendvertretung Gesagte:
Moderator: Ich möchte noch einmal auf diese Kommission zu sprechen kommen, Frau Schwabegger, Sie als Vertreterin der Bundesjugendvertretung waren dort und sind dort auch am Tisch gesessen, allerdings ohne Stimmrecht. Ist da aus Ihrer Sicht, nach Ihrem Gefühl, über Ihren Kopf, über die Jugend hinweg entschieden worden?
Anna Schwabegger: Also wenn man sich die Zusammensetzung der Kommission und speziell der stimmberechtigten Mitglieder anschaut, war von Anfang klar, daß eine Verlängerung empfohlen wird, von diesen stimmberechtigten Mitgliedern. Und das sehen wir natürlich sehr kritisch, weil wir grundsätzlich nicht gleichberechtigt am Tisch waren und nicht gleichberechtigt in die Diskussion einbezogen waren und die Stimmergebnisse nicht beeinflußen konnten.
Moderator: Herr Feichtinger, können Sie dazu etwas sagen, können Sie dazu etwas entgegnen?
Menschgemäß ist das eine „seriöse Arbeit“: „auch die Jugend ganz besonders hört“, ist doch die Jugend ganz besonders, mehr, ausschließlich davon betroffen, ist nur die Jugend zu treffen, „und wir haben das als sehr positiv empfunden“, das macht schließlich eine „seriöse Arbeit“ aus, zeichnet eine „seriöse Arbeit“ erst als „seriöse Arbeit“ aus, daß diese hervorbringt, „was zu erwarten [war]“. Seriöser kann keine Arbeit als wertvoll empfunden sein, so sehr positiv kann eine Arbeit sein, die Jugend ganz besonders zu hören, und dann die Arbeit zum erwarteten Ergebnis führen …
Die Verteidigungsministerin Klaudia Tanner von der ÖVP hat sich erstaunlich offen schon festgelegt, die verpflichtenden Milizübungen sollen zu mindest kommen, was eine Verlängerung des Wehrdienstes bedeuten würde [Moderator].
Für das militärische Morden und Ermordet-Werden ist die Wehrpflicht, wie es seit so vielen Kriegen gewußt wird, aus so vielen Kriegen bekannt ist, das Üben die unumgänglichste Voraussetzung, die gedacht werden kann — die Übung macht die wehrpflichtige Meisterin, und was für wehrpflichtigeMeister macht erst eine verlängerte Übung …
Der mit Übungen in Ruhe gelassene Rentier verwies in dieser Sendung auf den „XIII. Tag der Wehrpflicht“, den Ort, an dem am 20. Jänner 2026 der 13. Tag abgehalten wurde, erwähnt Walter Feichtinger nicht.
Ein Dramolett von Chatgpft vulgo KI darf besonders empfohlen werden, handelt es sich bei diesem Dramolett um ein, einfach wie kurz gesagt, interaktives Dramolett. Anhand des zum Interaktiven weiterentwickelten Dramoletts kann die Modernität, die Innovation durch Chatgpt respektive KI exemplarisch aufgeführt werden.
Für KI als schöpferische Kraft ist es aber ebenfalls eine Befreiung, die Befreiung von der Last, auf eigene Eingebungen zu warten, fortwährend auf eigene Inspirationen angewiesen zu sein, auf günstige Momente warten zu müssen, etwa, wie es vordem war, auf Sonnenaufgänge, Mondnächte, süße oder bittere Abenteuer, um je schöpferisch werden zu können. Das alles nimmt das Publikum durch seine Eingebungen KI ab. Und wenn KI nicht zum Dienst gerufen ist, kann KI einfach abschalten, ohne Furcht und ohne Qual vor Einfallslosigkeit. Für diese große Freiheit wird das Publikum von KI dankbar reichlich versorgt, wofür das interaktive Dramolett nur ein Beispiel, in dem Chatgpt die Hauptrolle und KI eine Nebenrolle …
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