So — Das bisher schlechteste Parteitagsergebnis fuhr Andreas Babler mit 52,7 Prozent im Jahr 2023 ein. — könnte über das „Parteitagsergebnis“ im Jahr 2026 geschrieben werden, wenn es ebenso beschrieben werden würde, wie „Falter“ darüber „redet“, nicht gehört, aber gelesen in der Ausgabe 11/26, also derart ungenau, wobei sich die Frage stellt, ist es schlicht ungenau, ist es einfach fehlendes historisches Wissen oder ist diese eingesetzte Ungenauigkeit, dieses vorgegebene historische Fehlwissen ein Mittel zum Zweck?
Es ist wahr, daß Pamela Rendi-Wagner, wie Falter redet, „das bisher schlechteste Parteitagsergebnis mit 75 Prozent im Jahr 2021“ einfuhr, allerdings bei ihrer Wiederwahl, bei ihrer ersten Wahl im Jahr 2018 wurde sie mit 97,8 Prozent zur neuen Parteivorsitzenden der SPÖ gewählt, bekam damit bei ihrer Erstwahl mehr Stimmen als Christian Kern, Alfred Gusenbauer, Viktor Klima Franz Vranitzky, Adolf Schärf, Bruno Kreisky.
So wie Falter darüber redet, könnte geschrieben werden, also ohne Hinweis darauf, daß es seine Wiederwahl war, daß Andreas Babler das bisher schlechteste Parteitagsergebnis mit 52,7 Prozent im Jahr 2023 einfuhr, am Sonderparteitag am 3. Juni 2023, allerdings gab es bei seiner Erstwahl einen zweiten Kandidaten, bei der Erstwahl von Pamela Rendi-Wagner am 23. November 2018 hingegen gab es keine zweite Kandidatin, als sie mit 97,8 Prozent gewählt wurde, womit sie um ein 28 Prozent besseres Ergebnis erzielte als Bruno Kreisky am 1. Februar 1967, er, Bruno Kreisky, fuhr damals als einziger Kandidat 69,8 Prozent ein.
Bei seiner Wiederwahl am 7. März 2026 fuhr Andreas Babler mit 81,51 Prozent gerade einmal 6,17 Prozent mehr als Pamela Rendi-Wagner bei ihrer Wiederwahl mit 75,34 Prozent ein.
Wenn also, so wie es Falter in der Ausgabe 11/26 beredet, alles weggelassen wird, also Wiederwahl, Erstwahl, mehr als eine Kandidatur, und nur von Parteitag geredet wird, kann gesagt werden, das bisher schlechteste Parteitagsergebnis fuhr Andreas Babler mit 52,7 Prozent ein, und Bruno Kreisky mit 69,8 Prozent das zweitschlechteste Parteitagsergebnis …
[Abseits davon fällt dazu ein, weil aktuell in Österreich wieder einmal eine Frau eine hohe und höchste Position übernehmen darf, wenn ein Mann fehlt, war es doch auch in der SPÖ so, als Christian Kern im Jahr 2018 nicht mehr wollte, weil ihm wohl seine Position, nur mehr Abgeordneter im österreichischen Parlament sein zu sollen, für ihn zu gering erschien, so durfte eine Frau, also Pamela Rendi-Wagner, es werden, um das zu tun, auch sie, was Frauen in Österreich dürfen, wenn Männer fehlgegangen: die Kohlen aus dem Feuer holen …]
Worüber …
… redet
Der rote Parteitag
Andreas Babler hat es nicht leicht. Die Umfragewerte sind im Keller, der Boulevard kampagnisiert gegen ihn wegen einer Medienreform, und die Parteigranden in den Ländern wetzten wieder die Messer. Nun aber hat der Medienminister die feindliche Übernahme auf dem SPÖ-Parteitag abgewehrt. Der Vizekanzler erzielte 81,51 Prozent bei 600 abgegebenen Delegiertenstimmen. Die Wahlbeteiligung auf dem Parteitag lag bei 98,5 Prozent. Im Jahr 2023 erhielt Babler 88,8 Prozent. Das bisher schlechteste Parteitagsergebnis fuhr Pamela Rendi-Wagner mit 75 Prozent im Jahr 2021 ein.
Falter. 11/26.
Zur schlichten Ungenauigkeit, zum einfach fehlenden historischen Wissen kommt noch eine Formulierungsakrobatik hinzu, wenn „feindliche Übernahme“ geschrieben wird, als wäre Andreas Babler ein Firmlein, das von einem Konzern geschluckt werden will — ist doch „feindliche Übernahme“ ein sonst aus der Wirtschaft berüchtigter Begriff —, aber, Falter zum Glück, das Firmlein wehrte es ab, und das ganz ohne gegen eine zweite Kandidatin antreten zu müssen; sonderlich, „feindliche Übernahme“ zu schreiben, als handelte es sich bei einer demokratischen Partei nicht um eine selbstverständliche demokratische Gepflogenheit, wenn es zu einem Parteivorsitzwechsel von einem Parteimitglied zu einem anderen Parteimitglied in einer Parteitagswahl kommt; von einer „feindlichen Übernahme“ zu schreiben, das wäre wohl angebracht, wenn eine zu rasch großgewordene und extrem expandierungswillige Partei eine kleingewordene und dadurch leicht zu schluckende Partei …
„Feindliche Übernahme“, es machte beinahe neugierig, wer das geschrieben haben könnte, eine Autorin wird nicht genannt; ob es wer war, die ihren Freund-Feind-Einteiler-Schmitt genau gelesen hat?
Es ist nun soviel von Prozenten die Rede gewesen, daß es nicht ohne Prozente von Umfragen enden kann. Welche Prozente erreichte Pamela Rendi-Wagner außerhalb von Parteitagen und welche Prozente erreicht Andreas Babler außerhalb von Parteitagen?
Menschgemäß können nicht alle Umfrageergebnisse aus der Zeit des Parteivorsitzes von Pamela Rendi-Wagner angeführt werden, auch nicht alle aus der bisherigen Zeit des Parteivorsitzes von Andreas Babler gelistet werden. Aber als Momentaufnahme und das scheint passend, sind doch Umfragen über deren grundsätzliche Fragwürdigkeit hinaus nichts anderes als Momentaufnahmen, eine Umfragemomentaufnahme aus der Zeit des Parteivorsitzes von Pamela Rendi-Wagner:
Pamela Rendi-Wagner und die SPÖ gewinnen immer mehr Vertrauen in der Bevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Kurier: SPÖ-Chefin Rendi-Wagner ist erstmals in Kanzlerfrage Nr. 1. Die SPÖ führt in Sonntagsfrage mit 26 %.
In Stallhofen befindet sich das Gustinus-Ambrosi-Museum, das dem Leben und Werk des bedeutenden österreichischen Bildhauers und Lyrikers Gustinus Ambrosi (1893-1975) gewidmet ist. Standort: Das Museum ist im ehemaligen Wohnhaus und Alterssitz des Künstlers untergebracht, den er sich in der weststeirischen Marktgemeinde Stallhofen eingerichtet hatte. Inhalt: Es zeigt eine Vielzahl seiner weltberühmten Plastiken, Entwürfe und schriftstellerischen Werke. Besonders hervorzuheben sind die Porträtbüsten bedeutender Persönlichkeiten wie Rainer Maria Rilke, Stefan Zweig und Gerhart Hauptmann. Bedeutung: Das Museum gilt als kulturelles Kleinod der Region „Schilcherland und Lipizzanerheimat“ und bewahrt das Erbe eines Künstlers, der unter anderem Ritter der französischen Ehrenlegion war. Künstlerisches Schaffen: Ambrosi war ein international anerkannter Bildhauer, der bereits in jungen Jahren (mit 16) durch sein Werk „Der Mann mit dem gebrochenen Genick“ bekannt wurde. Verbindung zu Stallhofen: In seinen späteren Jahren zog er sich nach Stallhofen zurück, wo er bis zu seinem Tod wirkte. Weitere Standorte: Neben dem Museum in Stallhofen gibt es das Gustinus Ambrosi Museum im Augarten in Wien, das einen weiteren Teil seines Nachlasses beherbergt. Weitere Details zu Öffnungszeiten und Veranstaltungen findest du direkt auf der Websie der Marktgemeinde Stallhofen.
1963 klagte er den Kunstkritiker Alfred Schmeller, weil er ihn „einen Bildhauer mittlerer Güte“ genannte hatte. Die Sache warf viel Staub auf und dann wurde Ambrosi auch noch ein großer Auftrag für ein Denkmal entzogen; Ambrosi zog sich verbittert nach Stallhofen in der Steiermark zurück, wo er seinen Alterssitz zu bauen begann. Das Haus dient heute als Museum und Ausstellungsraum seiner Skulpturen.
mit einer Klage seinen Stellenwert erstreiten will …
Das Museum eines Künstlers zu besuchen, der u. a. ein Schüler von Josef Müllner
Nach Beendigung des Studienjahrganges 1947/48 trat er nach 38 Jahren Lehrtätigkeit unter Monarchie, Erster Republik, austrofaschistischem Ständestaat, NS-Diktatur und Zweiter Republik in den Ruhestand. Zu seinen Schülern zählten eine Vielzahl der einflussreichsten Bildhauer des NS-Regimes, darunter die NS-Größen Josef Thorak, Gustinus Ambrosi und Robert Ullmann, sowie Franz Barwig der Jüngere, Alfred Crepaz, Emmerich Kerle, Albin Lanner, Hans Plangger, Walter Pochlatko, Robert Propf, Alfons Riedel, Josef Franz Riedl und Rudolf Schmidt. Weitere wichtige Schüler Müllners waren Heinz Leinfellner, József Árpád Murmann und Walter Ritter.
Das Museum eines Künstlers zu besuchen, der auch Gedichte schrieb, wie „Die Sonette an Gott“, „Die Sonette an Savonarola“, „Die Sonette an Machiavelli“, es will gar nicht in ein Museum gegangen werden, um vielleicht in diesem zu lesen, was er an Savonarola oder worauf er bei Machiavelli verfiel …
Schließlich auch das, was auf der Website der Marktgemeinde Stallhofen am 18. März 2026 zu
veröffentlicht ist, das lädt nicht dazu ein, das Museum zu besuchen, vielleicht hätte es Gustinus Ambrosi selbst kaum anders geschrieben, schon einmal geübt dafür mit seiner Klage um seine Bedeutung gegen den von 1969 bis 1979 gewesenen Direktors des österreichischen Museums des 20. Jahrhunderts im Wiener Schweizergarten …
In Leopold Blauensteiner, dem Generalbeauftragten für die bildende Kunst des Landeskulturamtes der NSDAP und Landesleiter des Reichsamtes der bildenden Künste hatte Ambrosi einen erbitterten Feind, der mit allen Mitteln versuchte, weitere Auftragsvergaben an Ambrosi zu unterbinden und ein Berufsverbot zu erwirken. Letzteres Bemühen blieb ohne Erfolg, auch konnte Blauensteiner die Aufnahme Ambrosis in die Reichskammer der bildenden Künste nicht verhindern.
Der österreichische Bildhauer Gustinus Ambrosi – sein Leben und Schaffen von der Monarchie bis in die 2. Republik Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades einer Magistra der Philosophie an der Karl-Franzens-Universität Graz vorgelegt von Stefanie LEITNER Graz, 2011
genügen völlig aus, geben den letzten Ausschlag, das Museum nicht zu betreten, Stallhofen auf dem schnellsten Weg wieder zu verlassen —
Er fragte den Papst, weshalb die Werke d’Annunzios auf den Index gesetzt worden seien, und kritisierte die Duldung des modernen Kirchenbaus, in dem keine religiöse Ursprünglichkeit mehr zu finden sei.
In der Zeit des Nationalsozialismus korrespondierte Ambrosi wenig, da die Gestapo ihn überwachte. Er hatte viele Künstler und Schriftsteller in seinem engeren Freundeskreis, die ins Ausland flüchten mussten oder die von den Nazis als Feinde des Regimes betrachtet wurden.
Da es während des zweiten Weltkriegs für einen Bildhauer wie Ambrosi in Europa kaum Aufträge gab und er wegen massivem Materialmangel auch keine Kolossalwerke schaffen konnte, um seinen künstlerischen Drang zu befriedigen, wendete Ambrosi sich in den Kriegsjahren seinen Gedichten zu. Er schuf neue, überarbeitete und ergänzte bereits früher gedichtete Werke.
Am 3. Juni 1945 betrat Ambrosi zum ersten Mal nach den Kämpfen das nördliche Gebäude seines Ateliers, wo sich seine Arbeitsräume befanden, und hatte ein Bild der Zerstörung vor sich. Durch die Bombentreffer auf die Gebäude war die Zwischenwand des südlich anstoßenden Ateliers des Bildhauers Roder zusammengefallen, Ambrosis Skulptur „der opfernde Abel“ war auf sein „Promethidenlos“ gefallen. Das „Promethidenlos“ war in großem Maße beschädigt, die Zehen des rechten Fußes der männlichen Figur waren mit einem Hammer weggeschlagen, ebenso der große Zeh des rechten Fußes und das Glied. Der weiblichen Figur war ein Spalt als Geschlechtsteil eingekratzt und der Bauch dieser weiblichen Figur war mit schwarzer, chinesischer Tinte bespritzt und mit schwarzer Ölfarbe beschmiert worden. Da Ambrosi sein kolossales Werk so geschändet vor fand, war er am Boden zerstört und schrieb an seinen Freund Hans Albert Kaiser:
„…Gott ist mein Zeuge, wie ich als armer Mensch mit 18 Jahren die Skizzen zu diesem Kolossalwerk schuf, mir jahrein jahraus das Brot verweigerte, sparte, sparte, sparte, 46 Büsten schuf, um das Geld in einen einzigen Marmorblock zu legen… und dann schuf ich im Weltkrieg 1915-1918 in unsäglichen Entbehrungen dieses Werk… im Mai 1918 warf ich den Hammer endlich weg, ich war so er schöpft, daß ich die Triebe von den Holunderbüschen vor der Türe im Prater wie eine Ziege fraß, ich wog 53 Kilogramm, dreiundfünfzig Kilogramm… Mein Arzt Dr. Kipper erklärte, daß ich plötzlich Tuberkulose bekommen werde, denn ich sei gänzlich unterernährt und überarbeitet… und da machen ein paar Narren sich den Spaß, das Werk so eines aufopferungsvollen Kulturmenschen, der ich bin, auf so viehische Art zu verstehen.“90
In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg besichtigten vier wichtige Österreichische Politiker die Arbeitsstätten von Gustinus Ambrosi. Es waren Bundespräsident Dr. Karl Renner, Bundeskanzler Dipl. Ing. Leopold Figl, Bundeskanzler Ing. Julius Raab und der Bundesminister für Wiederaufbau, Dr. Fritz Bock.114
Am 25. Juli 1948 sandte Ambrosi einen längeren Brief an den damaligen Vizekanzler Dr. Adolf Schärf und wies darin auf die kulturelle Situation und die mangelnde Auftragslage für die österreichischen Künstler hin. Auch äußerte er den Wunsch, unter anderen Persönlichkeiten auch den Bundespräsidenten modellieren zu wollen:
„Ich hätte längst ein Denkmal gemacht für Mahler, Wildgans, Kienzl, Liszt, Peter Altenberg, Karl Kraus, Alfons Petzold, Otto Wagner, Gustav Klimt, Egon Schiele, Popper-Lykeus, Wagner-Jauregg, Hugo von Hoffmannsthal- sie alle, außer Liszt, sind bei mir am Tisch gesessen, mancher hat bei mir übernachtet… Auch Rilke sollte zumindest eine Büste im Stadtpark erhalten…“153
Dieses Schreiben sandte Schärf auch an Bundespräsident Renner weiter welcher am 24. Oktober 1948 mit Gustinus Ambrosi in Eisenstadt zusammentraf. Nicht nur der Bundespräsident, sondern auch die burgenländische Landesregierung und das Unterrichtsministerium wollten eine Büste von Ambrosi herstellen lassen. Nach diesem persönlichen Treffen entschied sich der Bundespräsident dafür, für Ambrosi Modell zu sitzen. Im Frühjahr 1949 bekam Ambrosi von Bundesminister Dr. Felix Hurdes, den Auftrag Bundespräsident Dr. Karl Renner zu porträtieren:
„Im Sinne der gepflogenen Rücksprachen wird Ihnen hiermit der Kunstauftrag zur Herstellung einer lebensgroßen Bronzebüste des Herrn Bundespräsidenten Dr. Karl Renner erteilt…“154
Vor dem Tod des Bundespräsidenten hatte Ambrosi ihm einen Ausstellungskatalog seiner Ausstellung im französischen Kulturinstitut in Wien,- die vom 28. Mai bis 15. Juni 1951 stattfand, zugesandt. Die Ausstellung zeigte ein letztes Mal einen Querschnitt durch Ambrosis bildhauerisches Schaffen in den Jahren 1909 bis 1950 und konnte einen Besucherrekord von 14223 Personen verzeichnen. Der Bundespräsident war vom Ausstellungskatalog sehr begeistert und am 29. Juni 1951 besuchte Körner Ambrosis Ausstellung. Von diesem Besuch sind zwei Gesprächsblätter vorhanden, Ambrosi dankte darin dem Bundespräsidenten für seinen Besuch und drückte die Hoffnung aus, dass der Staat ihm ein neues Atelier bauen würde.176 Er zeigte Körner Fotos von seinem zerstörten Atelier im Prater und von den darin zerstörten Werken. Auf ein zweites Blatt schrieb er:
Ambrosi plante, sich auf Dauer im Oswaldgraben niederzulassen. Die Objekte, die ihm dort angeboten wurden, entsprachen allerdings nicht seinen Vorstellungen und mit zunehmendem Alter zeigten sich die Nachteile einer solch entlegenen und schwer erreichbaren Gegend. So änderte Ambrosi seine Pläne und gedachte, sich stattdessen in Stallhofen in der Steiermark ein Haus für seinen Lebensabend zu errichten.
Ambrosi betrachtete den Bau seines Hauses als sein letztes großes Kunstwerk und ließ seinen ganz eigenen, humanistisch geprägten Geschmack in das Haus einfließen. Er wollte ein Gesamtkunstwerk schaffen und schloss damit an die historischen Vorbilder der Wiener Werkstätte wie Fritz Wärndorfer, Josef Hoffmann und Koloman Moser an. Das Haus selbst ist von einem kleinen Garten umgeben, in dem sich ein Ateliergebäude befindet. Auch der 1938 von den Nazis gestürzte Dollfuß-Kopf befindet sich seit 1990 im Garten des Ambrosi-Hauses.
Als Gegenleistung für diese Schenkung erwartete sich Ambrosi von der Stadt Graz und dem Land Steiermark eine Leibrente ab seinem 80. Geburtstag, vor der nach seinem Tod 60% auf seine Frau Beata übergehen sollte. Schon zuvor, nachdem sein vom Staat zur Verfügung gestelltes Atelier im zweiten Weltkrieg zerstört worden war, hatte Ambrosi einen ähnlichen Deal mit der Republik Österreich abgeschlossen.
Ambrosi wird immer wieder vorgeworfen, unkritisch und ohne Rücksichtnahme auf die politische Situation alle Aufträge unabhängig angenommen zu haben. Als Künstler, der sein Einkommen durch Aufträge erhielt, wäre es ihm schwer möglich gewesen, Aufträge aus politischen Gründen abzulehnen, lebte er doch in einer turbulenten, politisch bewegten Zeit. Liesbeth Wächter-Böhm kritisierte etwa Ambrosis Stellungswechsel vom Dollfußporträtisten zum Großplastiker im Auftrag Albert Speers und weiter zum prominenten Künstler der zweiten Republik. Jan Tabor nannte Ambrosi den „prominenten Bildhauer sämtlicher österreichischer Staatsformen dieses Jahrhunderts“.204 Harald Sterk schreibt am 26.10.1978 in der Arbeiterzeitung über Gustinus Ambrosi:
„Als konservativer, nicht von der Experimentierlust der Modernen angekränkelten Akademiker (und guter Handwerker) hatte er auch alle Voraussetzungen zum offiziellen Porträtisten und nützte sie ohne Zweifel und Zaudern. Er lieferte, was (von vielen) gefragt war: äußere Ähnlichkeit und einen kräftigen Schuß Idealisierung dazu. Er porträtierte Künstler und Päpste, Universitätsprofessoren und Politiker, wobei er keinen Unterschied machte, welcher Richtung sie angehörten – ob sie etwa Demokraten oder Faschisten waren. Die Mussolini-Büste (1924 entstanden) im Ambrosi Museum zeigt einen Mann mit energischem Kinn und rotzig aufgeworfenen Lippen, der vor Kraft und Entschlossenheit strotzt. Im österreichischen Ständestaat war er eine Art Hofbildhauer, später hat er es dann wieder mit den Demokraten gehalten und ist dabei oft sehr genau zu Werke gegangen. Bei den Büsten von Renner und Figl etwa sind die Brillen abnehmbar…“205
In einer Zeitspanne von mehr als einem halben Jahrhundert porträtierte Gustinus Ambrosi Marxisten und Christlich Soziale, Juden und Faschisten, Päpste und Fürsten, Kapitalisten, Künstler und interessante Charakterköpfe. Er fühlte sich lebenslang als freier und unabhängiger Künstler, der sich dem Einfluss der Zeit, in der er lebte, nicht entziehen konnte. Seine Porträts sind für die Österreichische Geschichte wichtige zeithistorische Dokumente und sind als Zeugen ihrer Zeit und als Kunstwerke zu betrachten.
Ohne das Hinführen-Lassen durch KI wäre wohl niemals der Zug verlassen worden, um in Stallhofen ein Museum aufsuchen zu wollen, von einem Künstler, der vielleicht noch von Interesse ist, für die Stallhoferischen, und das auch nur, wenn sie an Sonntagen nicht wissen, wie ein Sonntag zu verbringen ist, wenn es regnet und keine slalom carving races on TV …
Dass weder Ignaz Seipel (1876-1932) noch Engelbert Dollfuß (1892-1934) und schon gar nicht Kurt Schuschnigg (1897-1977) in Wien Denkmäler erhalten haben, obwohl sie in den schwersten Zeiten unseres Vaterlandes das Amt des Bundeskanzlers ausübten, erklärt sich aus einer immer noch nicht voll aufgearbeiteten jüngsten Vergangenheit – ihre Verdienste müssten zunächst fair gegen ihre Fehler aufgewogen werden. Niemand bezweifelt heute mehr, dass die Ausschaltung des Parlaments, das Verbot demokratischer Parteien und die Verhängung von Todesurteilen gegen Aufständische schwere politische Fehler waren, die zum Untergang Österreichs beigetragen haben. Vielleicht würde sogar bei einem Überwiegen der Fehler über die Vorzüge ein sichtbares Mahnmal für solche Staatsmänner Sinn machen. Allerdings erst dann, wenn sich so etwas wie eine „Denkmal-Pädagogik“ entwickelt hätte, die Denkmäler nicht ohne ausreichende, zum Nachdenken anregende Erklärungen aufstellt.
Am 20. Oktober 1935 wurde in St. Pölten eine vom Schöpfer des Heldendenkmals am äußeren Burgtor, Rudolf Wondracek gestaltete Stele zum Gedenken an den von den Nazis ermordeten Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß, enthüllt. Das Denkmal wurde 1938 zerstört.
Im Grazer Rosarium stellte der Bildhauer Gustinus Ambrosi (1893-1975), Schöpfer von rund 2400 Skulpturen, Lyriker und Essayist, am 25. Juli 1937 eine Dollfuß-Büste auf. Der auf einem hohen Sockel stehende Dollfuß-Kopf wurde am 12. März 1938 von der Grazer Berufsfeuerwehr mit Ketten umschlungen und unter stürmischen „Sieg-Heil“-Rufen der Zuseher zu Boden gestürzt. Der stark beschädigte Kopf ist erhalten und wurde anlässlich der Ausstellung „Kunst und Diktatur“ vor dem Wiener Künstlerhaus 1994 ausgestellt.
Es gibt diese Zeit, die totgeschlagen werden will, aber nicht totzuschlagen ist, das ist die Wartezeit auf einem Bahnhof, zum Beispiel besonders auf dem Villacher Bahnhof, auch wenn der Villacher Bahnhof nicht mehr als ein Bahnhof ist, auch wenn Villach nicht mehr als eine Stadt ist, auf dem und in der auf einen Anschlußzug zu warten ist, so ist der Villacher Bahnhof ein Bahnhof, so ist Villach eine Stadt, auf dem und in der zehn Minuten Aufenthalt zehn Minuten zu viel sind.
Es könnte gedacht werden, diese Frage ist eine willkommene Abwechslung, eine Chance, die zehn Minuten in Villach, die zehn Minuten auf dem Villacher Bahnhof wenigstens gefühlsmäßig schneller vergehen zu lassen, und so wird nach dem Smartphone gegriffen und — Kikeriki Kikeriki Kikeriki
Das Villacher Bahnhofsfresko ist ein bedeutendes Kunstwerk von Giselbert Hoke aus dem Jahr 1957, das sich in der Eingangshalle des Villacher Hauptbahnhofs befindet. Es gilt als eines der wichtigsten Werke der modernen Kunst im öffentlichen Raum in Kärnten und thematisiert den Übergang und das Reisen. Künstler: Giselbert Hoke Entstehungsjahr: 1957 Standort: Eingangshalle/Hauptbahnhof Villach (ÖBB-Bahnhöfe) Bedeutung: Das Fresko ist ein markantes Beispiel für die Kunst am Bau der Nachkriegszeit Weitere Informationen zu Sehenswürdigkeiten in Villach finden Sie unter anderem beim Hotel SeeRose
Die Fresken im Durchgangsbahnhof der Durchgangsstadt Villach sind keine Fresken, sondern Wandbilder, aber wenn nach Fresken gefragt wird, gibt es eben für KI Fresken in der Schalterhalle im Durchgangsbahnhof, und wenn es Fresken gibt, dann muß es eben wen geben, von dem sie geschaffen wurden, und das wird von KI einzig gewußt, daß es Giselbert Hoke …
Wenn nach Wandbilder gefragt wird, dann gibt es für KI eben auch Wandbilder, aber
Die Wandbilder im Villacher Hauptbahnhof sind ein markantes künstlerisches Merkmal der Empfangshalle. Das bekannteste Werk ist ein großformatiges Wandgemälde, das Szenen aus der Region und die Bedeutung des Eisenbahnknotenpunkts thematisiert. Details zu den Wandbildern Motivik: Die Bilder in der Schalterhalle zeigen typische Kärntner Landschaften sowie die Verbindung von Tradition und moderner Mobilität. Erhaltung: Wie viele historische Bahnhofskunstwerke in Österreich unterliegen auch diese regelmäßigen Erhaltungsmaßnahmen durch die ÖBB, um die kulturelle Identität des Bahnhofs zu bewahren. Weitere Kunst am Bahnhof: Bronzestatue: Im Eingangsbereich befindet sich eine Statue zur Anerkennung der Villacher EisenbahnerInnen. Bahnhofsplatz: Der gesamte Vorplatz wurde künstlerisch neu gestaltet, um den Übergang vom urbanen Raum zum Bahnhof moderner zu gestalten.
von wem die Wandbilder geschaffen wurden, das wird nicht preisgegeben, bei einem Menschen würde vielleicht gesagt werden, er, KI, weiß es nicht, oder, er will es nicht wissen, oder, er verheimlicht es …
Die Wandbilder im Villacher Bahnhof sind eine gemeinschaftliche Gesinnungsarbeit von Utho Christl, Heinrich Ebner, Karl Bauer und Kurt Weiss. 1951, gesinnungsgemäß gemeinschaftlich zu den geänderten Gegebenheiten hingemalt also vor 75 Jahren, gemäß der Signatur auf dem Wandbild von Bauer und Ebner —
Heinrich Ebner, Leiter der NS-Reichskulturkammer Kärnten wurde gemeinsam mit Künstlern gleicher Gesinnung (Karl Bauer und Utho Christl) die Ausgestaltung der Schalterhalle am Villacher Hauptbahnhof anvertraut.
Kärnöl. 4. Oktober 2007. Werner Koroschitz. Rede in der Villacher Bar Cafe Lücke am 27. September 2007.
Beinahe wäre, endlich im rasch aus Villach herausbringenden Zug sitzend, der Idee nachgegeben worden, in Klagenfurt auszusteigen, um die Fresken in der Banhofshalle, die tatsächlich von Giselbert Hoke sind, zu sehen, aber Kärnten auf dem schnellsten Weg zu verlassen, ließ diese Idee rasch wieder verwerfen. Weder die Schönheit des Landes Kärnten noch die Schönheit des Landes Steiermark mit seiner schmucken und wohl freskenlosen und wandbildlosen neuen Station „Weststeiermark“ konnten davon ablenken, was alles zur Rede von Werner Koroschitz einfiel, zu von ihm erwähnten Namen und Begriffen, als wäre seit der Zeit als die Schönerer ans Werk gingen, die Wände in der Villacher Bahnhofshalle zu freskieren, so frisch, als wäre seitdem gerade einmal ein Tag vergangen …
1938 sind in Kärnten die Landhausfresken von Anton Kolig auf Betreiben der nationalsozialistischen Kulturwächter abgeschlagen worden. Anlässlich des 10. Jahrestages der Kärntner Volksabstimmung im Jahre 1930 wurde Anton Kolig auf Betreiben des Abwehrkämpfers und Nationalsozialisten Hans Steinacher mit der Schaffung der Landhaus-Fresken beauftragt. Die Wandgemälde Koligs entsprachen vollends den Ansprüchen der völkischen Ideologie. Seine Darstellung deutscher Wehrhaftigkeit gegen den slawischen Feind, sowie der patriarchalische Geist seiner Fresken wäre durchaus mit dem Blut und Boden Mythos der Nazimalerei vereinbar gewesen, nicht aber deren spontane, lustbetonte Ausführung. Die expressive Malerei Koligs war den Nazis fremd und ihre Abschlagung zielte auf die Vernichtung des Fremden. Die Fresken wurden zerstört und durch das berühmt-berüchtigte nationalsozialistische Huldigungswerk Suitbert Lobissers ersetzt. Und dies obwohl Anton Kolig spätere Repräsentanten des NS-Regimes in der Bildszene „das Gastmahl“ verewigt hatte, es waren dies der Schriftsteller deutscher Scholle Josef Friedrich Perkonig sowie der Verantwortliche für die Slowenendeportationen Alois Maier Kaibitsch.
In den 1950er Jahren bezeichnete der Journalist Viktor Reimann Wotrubas Phantasie schlichtweg als krankhaft. Während Fritz Wotruba im internationalen Kunstbetrieb in einer Reihe mit Henry Moore und Pablo Picasso gestellt wurde, sollte er als Lehrender von der Akademie der bildenden Künste in Wien vertrieben werden, weil seine Kunstauffassung angeblich die Jugend verderbe. 1951 wurde hingegen in Salzburg anlässlich der österreichischen Leistungsschau „Volksnahe Kunst“ der Kärntner Maler Karl Truppe als heimatverbundener Künstler präsentiert, das war nur konsequent, hatte er doch schon Adolf Hitler seine Volkstreue bewiesen.
Im Jahr davor wurde der zur Spitzenklasse moderner Kunst zählende Fernand Léger von österreichischen Kunstkritikern schlichtweg als idiotischer Künstler vorgestellt. In nationalsozialistischer Diktion wurden die ebenfalls in Österreich gezeigten Reproduktionen moderner Künstler, darunter Picasso, Leger und Paul Klee mit den Prangeraufschriften „Dekadenz und Untermenschentum“ versehen. Letztendlich implizierte der Kalte Krieg einen permanenten Kulturkampf gegen alle linken KünstlerInnen. Zu Pablo Picassos „Friedenstaube“, dem Symbol des 1949 gegründeten Weltfriedensrates schrieben die Salzburger Nachrichten 1950, das die Weltfriedensleute jene Leute seien, „die Picassos Friedenstaube im Knopfloch und die Handgranate in der Tasche tragen.“ Ähnlich äußerte sich die katholische „Furche“.
Angesichts der Hetze gegen Cornelius Kolig, angesichts der kärntenweit inbrünstig geförderten Heimattümelei und Brauchtumswochen, glaubt man die Kärntner Sehnsucht nach einer heilen „Lobisser-Welt“ förmlich mit den Händen greifen zu können, eine Welt freilich, in der – wie auf Lobissers Landhausfresken – Männer der SS und SA für die entsprechende Ordnung sorgen.
Und wer wissen will, was Jörg Haider unter Demokratie versteht, muss einen Umweg über die Kunst machen. Denn durch nichts wird Haiders innerer Volkszorn mehr aufgestachelt als durch die kulturelle Linke, durch „Kulturanarchisten“, „Kulturmafiosi“ und „Sozialschmarotzer“, die sich im „Faulbett üppiger Subventionen“ suhlen. Er nennt sie „pseudo-intellektuelle Taugenichtse, Wichtigtuer und Faulenzer, die Häuser besetzen und Sozialhilfe beziehen“. Diese Ausfälle haben System. Haider und seine Programmdesigner sind nämlich besessen von der Vorstellung, die ästhetische Moderne und der westliche Liberalismus seien zwei Seiten einer Medaille. Aus deren Sicht ist die moderne Kunst ein Killervirus im Körper der Macht und ihrer Ökonomie. Haider spricht in Die Freiheit, die ich meine von einem „zu führenden, werteverteidigenden Kulturkampf, der erst die Überwindung des linken Kulturfaschismus ermöglicht.“
Auch die Kärntner Traditionalisten behaupteten ihre Stellung. Darunter befanden sich jene Paradekünstler, die den NS-Kunstbetrieb mitbestimmt hatten und mit Aufträgen verwöhnt wurden. Wie im übrigen Österreich, kamen auch in Kärnten wieder bekannte NS-Künstler zum Zuge. Die Nazikünstler Sepp Dobner, Heinrich Ebner, Otto Bestereimer wurden in Villach mit öffentlichen Aufträgen betraut.
Von Sepp Dobner stammte das monströse Denkmal für Kärntens verstorbenen NS-Gauleiter Hubert Klausner am Villacher Zentralfriedhof, daneben schuf er diverse Hitler- und Mussolinibüsten. Ausgerechnet Sepp Dobner wurde von der Stadt Villach mit der Schaffung eines Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus beauftragt.
Heinrich Ebner, Leiter der NS-Reichskulturkammer Kärnten wurde gemeinsam mit Künstlern gleicher Gesinnung (Karl Bauer und Utho Christl) die Ausgestaltung der Schalterhalle am Villacher Hauptbahnhof anvertraut.
Von Otto Bestereimer können wir in der Magdalenerstraße ein Wandbild zum Wiederaufbaumythos aus dem Jahre 1955 bewundern.
1946 waren die drei gemeinsam mit anderen Traditionalisten bei einer Ausstellung des Kärntner Kunstvereines vertreten. Gezeigt wurden u. a. Blumenbilder und Aquarelllandschaften, die laut „Volkszeitung“ in dankenswerter Weise der Lobisser Tradition verbunden waren. Während die ehemaligen Nazimaler bei dieser Ausstellung wohlwollend zur Kenntnis genommen wurden, verunglimpflichte die „Volkszeitung“ Maria Lassnigs ausgestellte Aktstudien als Pornographie.
Die von Arnulf Rainer und Maria Lassnig 1951 im Klagenfurter Künstlerhaus organisierte, erste österreichische Ausstellung „unfigurative Malerei“ wurde von der sozialistischen Tageszeitung „Neue Zeit“ als „großstädtischer Snobismus“ abgetan, der dem Publikum den Geschmack an der modernen Malerei verdirbt.
1956 fühlte sich das „gesunde Volksempfinden“ der Kärntner nach der Enthüllung der von Giselbert Hoke geschaffenen und von Picasso inspirierten Klagenfurter Bahnhoffresken derart beleidigt, das Hoke schließlich das Land verlassen musste. Über Wochen und Monate hinweg tobte in Kärnten die Debatte über die „Entartung der Kunst“, vom Abschlagen seiner Fresken war die Rede.
Nach dem Ableben des Bundespräsidenten Adolf Schärf beauftragte die Stadt Villach im Jahr 1965 den Wiener Nazi-Kitschkünstler Gustinus Ambrosi mit der Anfertigung einer Schärf Büste, die im Jahr darauf in Warmbad enthüllt wurde. In einem Brief an Jakob Clementschitsch in Villach erklärte sich der All-Regime Opportunist Ambrosi bereit „für Villach etwas Großartiges zuschaffen.“ Weiter schreibt er: „Dass es dir am Herzen liegt, dass Villach ein wirkliches Kunstwerk erhält, begreife ich, denn du bist aus alter Kultur und heute leben wir im Zeitalter des absoluten Bluffes.
Heute gelten Kunstfalotten mit ihrem ganzen Mist und üblen Anhang bei Presse, Rundfunk, und so weiter als Götter – dieser ganze Aushub aus der Gosse wird einmal liquidiert, denn die Zeit arbeitet daran, dass immer doch nur alles Echte und Gute übrig bleibt.
Die Fresken im Klagenfurter Bahnhof, die von allen mir bekannten Kunstfreunden als Mist und Schund bezeichnet werden, sind ja genügend Anschauungsunterricht, wohin wir schon gelangt sind.“ In einem Brief an den Villacher Bürgermeister Gottfried Timmerer ereiferte sich Gustinus Ambrosi gegen die Moderne: „Es wird mich herzlich freuen wenn sie zu mir nach Wien kommen werden und zwar mit dem guten und aufrechten Herrn Jakob Clementschitsch, dem es auch am Herzen liegt, dass seine Vaterstadt nicht zum Tummelplatz volksfremder Hirnjongleure werde.“
Gustinus Ambrosi (1893–1975) war ein österreichischer Bildhauer, Lyriker und Philosoph, der durch seine Porträtbüsten und allegorischen Plastiken internationale Anerkennung erlangte. Trotz seiner frühen Ertaubung widmete er sein Leben der Kunst und gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts.
Wichtige Fakten
Geboren: 24. Februar 1893, Eisenstadt, Österreich Gestorben: 1. Juli 1975, Wien (Suizid) Tätigkeit: Bildhauer, Dichter, Philosoph Bekannte Werke: Promethidenlos, Der Mann mit dem gebrochenen Genick, zahlreiche Porträtbüsten Museum: Ambrosi-Museum im Wiener Augarten
Frühe Jahre und Ausbildung
Ambrosi wurde als musikalisch hochbegabtes Kind geboren, verlor jedoch mit sieben Jahren durch eine Meningitis sein Gehör. In einer Taubstummenanstalt in Prag entdeckte er die Bildhauerei. Nach Lehrjahren in Prag und Graz studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Josef Müllner und Edmund Hellmer. Bereits mit fünfzehn Jahren schuf er das Werk Der Mann mit dem gebrochenen Genick, das ihm den Staatspreis für Plastik einbrachte.
Künstlerische Entwicklung
1913 erhielt Ambrosi auf Empfehlung von Kaiser Franz Joseph I. ein Staatsatelier im Wiener Prater. Sein Stil verband Einflüsse von Auguste Rodin mit der italienischen Renaissance und dem Barock. Neben monumentalen allegorischen Skulpturen schuf er Hunderte Porträtbüsten bedeutender Persönlichkeiten – darunter Papst Pius XI., Rainer Maria Rilke, Karl Renner und Julius Raab.
Spätere Jahre und Nachwirkung
Nach der Zerstörung seines Ateliers im Zweiten Weltkrieg errichtete der Staat ein neues Atelier samt Museum, das 1978 als Gustinus-Ambrosi-Museum eröffnet wurde. Ambrosi hinterließ über 2 000 plastische Werke und eine umfangreiche lyrische Hinterlassenschaft, darunter den Gedichtband Die Sonette an Gott. Heute bewahrt die 1978 gegründete Gustinus Ambrosi-Gesellschaft sein künstlerisches Erbe.
In Graz die Idee, auszusteigen, um das „Ehrengrab“ von Gustinus Ambrosi, überhaupt die Friedhöfe zu besichtigen — Graz, Stadt der Gräber ehren … In Graz auszusteigen, was für eine Idee, eine Idee, die sogleich zu verwerfen ist, und sie wurde in der Sekunde verworfen. Auf der Weiterfahrt nach Stallhofen statt einer Buchlektüre doch weiter mit dem Abfragen von Informationen, auch noch über Friedhöfe und Ambrosi …
„Es ist keine direkte Verbindung von Gustinus Ambrosi zu einer Grabstätte auf einem Villacher Friedhof in den Daten enthalten“, so nach den erhaltenen KI-Daten, aber wer sich außhalb der KI-Realität und also in der Wirklichkeit informiert, wird beispielsweise das erfahren:
Nacktheit am Friedhof
Aber auch bei einem Streifzug über die Friedhöfe von Villach lässt sich viel berührendes und kurioses entdecken. Wie z.B. einen Grabstein am Villacher Zentralfriedhof, den der Künstler Gustinus Ambrosi vor rund 80 Jahren im Auftrag der Kaufmannsfamilie Pippan schuf. Dabei handelt es sich um eine nackte Trauernde. „Die hat damals einen großen Skandal ausgelöst. Die Zeitung fragte sich, ob ein nackter Hintern auf einen Friedhof gehört, darüber wurde heiß diskutiert und es gab Schmieraktionen. Heute stört das Grabmal niemanden mehr“, so Chronist Gernot Rader.
ORF. Kärnten. 3. November 2019.
In Stallhofen angekommen, fällt beim Verlassen des Zuges dieser Satz von Gernot Rader ein: „Heute stört das Grabmal niemanden mehr“, eine Beurteilung, die, muß auf dem Weg zum Ambrosi-Museum gedacht werden, wohl auch eine der Wandbilder in der villacherischen Durchgangsschalterhalle —
Es kann aber darauf verzichtet werden, ein weiteres Mal anzuführen, was KI informiert, bildet, denn was KI um 6.59 Uhr bildet, informiert KI um 8.27 Uhr anders und um 8.37 Uhr wieder anders als um 8.53 Uhr und um 9.29 Uhr, um 11.26 Uhr, um 11.27 Uhr, um 15.25 Uhr, 15.29, 15.37, 15.38, 16.48 … und das allein, wie an diesem Beispiel wieder einmal abzulesen ist, am 16. März 2026, nun, darin ist KI verläßlich, im Sekundentakt anders zu bilden, zu informieren, wer also meint, in der einen Minute sich informiert, gebildet zu haben, ist in der nächsten Minute schon informationsmäßig, bildungsmäßig hinterher, wenn KI Bildungsinstanz und Informationsinstanz, zu der KI mehr und mehr gemacht wird …
Wer Spaß daran findet sollte, kann nachsehen, was wird KI an Bildung an diesem 16. März 2026 zum Beispiel um 18.04 Uhr und um 18.05 Uhr und um 18.05.01 Uhr und …
Es könnte gemeint werden, von KI wenigstens korrekt zum Beispiel über ein Impressum informiert zu werden, nun, falsch gemeint, wie ebenfalls am 16. März 2026 …
Was an diesem Beispielfall auch abzulesen ist, wieder einmal, ist das, was bei einem Menschen Beharrlichkeit, Sturheit, Uneinsichtigkeit, Unbelehrbarkeit genannt werden würde, wenn ein Mensch einmal etwas erzählt hat, erzählt er das immer und immer wieder und immer und immer wieder etwas anders, fügt etwas hinzu, läßt etwas weg, fügt einmal das hinzu, läßt einmal das weg, und es ist selten ganz richtig, sehr oft sogar ganz falsch,
Prono ever (pronoever.com) ist ein privates Blog-Projekt von Mag. Roland Weinert
… jedenfalls KI bildet so am 14. März 2026, und auch am 15. März 2026 bildet KI:
Pronoever (pronoever.com) ist ein persönlicher Weblog, der von Roland Weinert betrieben wird.
KI bildet am 14. März 2026 aber noch mehr:
Hier sind die wichtigsten Eckpunkte zum Blog: Inhalte: Der Blog umfasst persönliche Reflexionen, Kommentare zum politischen Geschehen in Österreich sowie Texte zu gesellschaftlichen und kulturellen Themen 0.4.1, 0.4.5. Themenspektrum: Die Beiträge reichen von Wahlanalysen („Vor dem Urnengang“) bis hin zu Nachrufen (z. B. für Christa Ludwig) oder technikkritischen Texten über Smartphones 0.4.1., 0.4.5., 0.4.6. Hintergrund: Roland Weinert betreibt die Seite als persönliches Forum abseits seiner offiziellen Funktion im Ministerium 0.4.1.
Noch mehr bildet KI am 15. März 2026:
Der Blog befasst sich mit einer Vielzahl von Themen, wobei ein deutlicher Schwerpunkt auf gesellschaftspolitischen und kulturellen Inhalten liegt: Politik & Gesellschaft: Der Autor veröffentlicht Analysen und Kommentare zum politischen Geschehen in Österreich, etwa zu Wahlen („Vor dem Urnengang“) oder gesellschaftlichen Entwicklungen. Kultur: Es finden sich Beiträge zu klassischer Musik, Oper und Nachrufen auf bedeutende Persönlichkeiten der Kunstwelt, wie etwa Christa Ludwig. Technologie & Medien: Auch kritische Betrachtungen zur Nutzung von Smartphones oder zur Medienlandschaft sind Teil des Inhaltsspektrums. Der Name der Seite leitet sich vermutlich von einem Wortspiel oder Pseudonym ab, das eng mit der Person Roland Weinert verknüpft ist, der unter anderem im österreichischen Staatsdienst tätig ist.
PPPS Das ist von KI nicht unrichtig gebildet, „auch kritische Betrachtungen von Smartphones oder zur Medienlandschaft Teil des Inhaltsspektrums“ seien, ist doch auch am 14. und 15. März 2026 mittels Smartphone bildungsreich von KI über Roland Weinert zu …
PPPPPS Aber schon am 16. März 2026 kann für KI eine andere Person als Roland Weinert die Autorin von Prono ever sein, wie es beispielsweise KI bildungsreich am 7. Februar 2026,
Pronoever (pronoever.com) ist ein kritischer Blog, der sich primär mit der österreichischen Innenpolitik und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Kerninhalte und Ausrichtung Themen: Die Beiträge behandeln häufig das Handeln politischer Parteien wie der ÖVP und der FPÖ, aktuelle Wahlen in Österreich sowie historische und medienkritische Analysen. Perspektive: Der Blog verfolgt einen oft provokantzen und analytischen Stil. Er greift Themen wie Rassismus in der Lehre, die österreichische Medienlandschaft und Gedenkkultur auf. Autoren: Einzelne Beiträge werden Autoren wie Bruno Burchhart zugeordnet, der dort über anderem über historische Persönlichkeiten wie Friedrich Ludwig Jahn schreibt. Der Blog dient als Plattform für Kommentare, die gängige politische Narrative hinterfragen und kritisch beleuchten.
oder am 22. Jänner 2026 ebenso bildungsreich von KI:
Prono ever (oft zusammengeschrieben als pronoever) ist ein österreichischer politischer Blog, der von Bernd Kopper betrieben wird. Hier sind die wichtigsten Merkmale des Mediums: Inhaltliche Ausrichtung: Die Website publiziert regelmäßig Kommentare, Analysen und Meinungsbeiträge zum politischen Geschehen in Österreich. Die Inhalte werden häufig als dem rechten bzw. freiheitlichen Spektrum (FPÖ-nah) zugehörig eingeordnet. Themen: Der Blog befasst sich intensiv mit Parteipolitik, Medienkritik und gesellschaftlichen Debatten, wobei oft eine kritische Haltung gegenüber der aktuellen Regierung oder anderen politischen Institutionen eingenommen wird. Autor: Hauptautor und Verantwortlicher ist Bernd Kopper, der auch auf anderen Plattformen als Publizist in Erscheinung tritt. Die Plattform dient primär als digitaler Publikationsort für politische Texte und verfügt über ein umfangreiches Archiv, das bis weit vor das Jahr 2020 zurückreicht.
von Kopp — und Kopp kommt in nicht wenigen Kapiteln vor — zu Kopper ist nicht weit, also für KI ist von Kopp zu Kopper nicht weit — eins, zwei, drei ki-gerattert und schon ist Kopp Kopper, oder, von KI wird irgendwo sonst auch noch „BK“ ausgelesen und schwuppkiwupp ist irgendwer „Hauptautor und Verantwortlicher“, also alle, nur nicht wer es tatsächlich ist.
Am 10. März wurde in Erdberg der christlich antisemitische Täter Balthasar Hubmaier — „vor dem Stubentor“ — von Christen öffentlich verbrannt, und am 13. März in zwei Jahren werden es fünfhundert Jahre her sein, daß in Wien seine christliche Ehefrau Elsbeth Hügline Hubmaier von Christinnen in der Donau ertränkt wurde.
Bereits 1516 übernahm er das Amt des Dompredigers in Regensburg. Hier vertrat er eine scharfe antisemitische Haltung, beteiligte sich an einer Judenverfolgung und an der Zerstörung der Synagoge. Aus unserer Sicht ist dies nur schwer verständlich und nicht akzeptabel. Man ist leicht versucht, diesen Punkt unter den Teppich zu kehren – die Redlichkeit gebietet es indes, auch diese Tatsache nicht zu verschweigen. Ob er später seine antijüdische Meinung änderte, ist nicht bekannt.
Babtistengemeinde Waldshut. Gelesen am 12. März 2026
Davon ist nichts auf der Gedenktafel für Balthasar Hubmaier auf dem KL-Platz in Wien zu lesen, davon ist auch nichts auf der Website „Wien Geschichte Wiki“ zu lesen, jedenfalls bis zum heutigen Tag, 13. März 2026 —
Dr. Balthasar Hubmaier Am 10. 3. 1528 vor dem Stubentor als Täufer verbrannt Begründer des religiösen Toleranzgedankens „Christus ist nicht gekommen, dass er metzge, morde und brenne“ (Aus „Von Ketzern und ihren Verbrennen“) die Christen dieser Stadt
An die ermordete Ehefrau erinnern „die Christen dieser Stadt“ jedoch nicht, sie wird wohl nichts übergehabt haben, für den religiösen Toleranzgedanken ihres Mannes, oder vielleicht ist sie einfach mitgemeint, heißt es doch von ihr, sie sei bis zu dieser christlichen Ermordung zu Mann und Bekenntnis gestanden; es wurde ihr ein Mühlstein um den Hals gebunden, und mit dem Mühlstein um den Hals wurde sie 1528 von einer wienerischen Brücke in die Donau geworfen, in der sie ertrank.
so ganz nach der nun passierenden Kontextualisierung durch Schiefstellung als Vorbild, und damit könnte auch gleich wieder der Schiefstellmeister beauftragt werden; eine Ausschreibung wäre dann auch nicht notwendig, was bei soviel Kostenbewußtsein Kosten …
Freilich, eine Kontextualisierung der Hubmaier-Gedenktafel würde wohl jene grämen, die vielleicht heute schon mehr zur Hubmaier-Tafel und nicht mehr zum Josef-Müllner-Mal auf dem KL-Platz pilgern, denen Tradition und Brauchtum doch nur dann recht schöne, wahre und echte identitäre Brauchtumstradition ist,
NS Seit Jahrhunderten währt auch die begeisterte Marienverehrung, der der antisemitisch christliche Täter Balthasar Hubmaier auch ergeben war, von dieser Marienverehrung wird beispielsweise in einem Buch erzählt, das in der Zeit erstmals veröffentlicht wurde, als auf dem KL der einhunderttausend Euro billige Bretterverschlag vor oder (je nachdem von welcher Seite der Platz betreten wird) hinter dem Josef-Müllner-Mal wieder abgebaut wurde, also vor bald drei Jahren.
Daß dieses Buch als Beispiel herangezogen wird, ist kein Zufall, dies ist Klemens Unger selbst geschuldet, der mit diesem Satz einleitend sein Buch beginnt; Österreich zum Ursprung dieses Buches erklärt:
„92 Seiten, durchgehend farbig bebildert“, heißt es im Werbeblatt des Pustet-Verlags für Drei wegbereitende Frauen des Barock, ein kürzlich erschienenes Buch des früheren Kulturreferenten Klemens Unger (Amtszeit 1999 bis 2019). Das ist keinesfalls übertrieben. Tatsächlich enthält das Werk, das für 20 Euro zu haben ist, mehr Bilder als es Seiten hat. Anders als der Untertitel Ein Vierteljahrhundert Regensburger (Kultur-)Geschichte 1630 – 1654 vermuten ließe, handelt es sich dabei auch um keine (kultur-)geschichtliche Abhandlung oder ein wissenschaftliches Werk.
Der Text, der ohne Fußnoten und teils ohne Belege für Zitate auskommt, gleicht eher der schriftlichen Fassung eines Vortrags. Darin bezieht sich Unger auch auf den ehemaligen NS-Multifunktionär und seinen Vorgänger als Kulturreferent Walter Boll, käut dessen Propaganda über die Rettung des angeblichen Gnadenbildes der judenfeindlichen Wallfahrt Zur Schönen Maria wieder, und schreibt sie mit einer (wie er selber anmerkt) „womöglich gewagte These“ über die Rettung des gleichnamigen Tafelbildes fort.
Ein Bilderbuch, gefördert von Bischofshof und der Sparkasse
Erschienen ist das Buch in der Schriftenreihe des „Welterbe Kulturfonds Regensburg – die Förderer e.V.“, dessen Vorstand Unger schon als Kulturreferent war (nach einer beamtenrechtlichen Beschwerde musste er vom Vorstand zurücktreten) und der sich in der Vergangenheit vornehmlich der Versetzung von Denkmälern gewidmet hat. Gefördert wurde das Werk unter anderem auch von der Brauerei Bischofshof, zu der Unger enge Verbindungen pflegt, und der Sparkasse Regensburg.
Inhaltlich präsentiert der pensionierte Kulturreferent eine Aneinanderreihung von Ereignissen und Lebensstationen „dreier bedeutender Frauen, die der barocken Epoche in Regensburg Bahn gebrochen haben“. Er schildert „die wichtigsten Ereignisse um zwei Kaiserinnen und eine Fürstäbtissin“, die in Regensburg gekrönt oder gewirkt haben: die Kaiserinnen Eleonora Gonzaga Montferrat (1598 –1655 und Gemahlin Ferdinands II), Eleonora Gonzaga Nevers (1628 – 1686 und Gemahlin Ferdinands III) und Anna Maria von Salis (1590–1652), die damalige Fürstäbtissin des Klosters Niedermünster. Letztere habe laut Unger „die erste Barockisierung einer Kirche im Welterbe Regensburg“ ermöglicht.
Ein NS-Funktionär als seriöser Wissenschaftler
Da Unger keine konkreten Ergebnisse aus seinen „eingehenden Studien“ formuliert und seine Darstellungen der Ereignisgeschichte (unter Überschriften wie Der liebe Gott rettet das Reich – und Regensburg) durchgängig subjektiv-parteiisch sind, braucht hierauf nicht weiter eingegangen werden. Bemerkenswert ist allerdings Ungers Bezug auf Walter Boll, den er trotz (oder gerade wegen?) dessen längst bekannter NS-Belastung kommentarlos und wie einen seriösen Wissenschaftler anführt.
In Anlehnung an Bolls Kunstführer (Regensburg – Deutsche Lande Deutsche Kunst) will Unger an die Verdienste der Kaiserin Eleonora bei der Rettung des weithin bekannten Tafelbildes Schöne Maria erinnern, das angeblich von Albrecht Altdorfer stammen soll. Doch was hatte der Nazi-Kunstfunktionär Boll mit dem angeblichen Gnadenbild einer katholischen Wallfahrt zu schaffen?
Eine geplante Sensation zur Gedächtnissschau
Als die Generaldirektion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen 1937 mit konkreten Vorbereitungen einer Gedächtnis-Ausstellung anlässlich des 400. Todestages von Albrecht Altdorfer begann, lud sie Walter Boll schriftlich zur Mitarbeit ein. Man sei dankbar, „wenn Sie uns Ihre besonderen Anregungen mitteilen würden, da selbstverständlich alle Fragen der Albrecht-Altdorfer-Ausstellung nur in enger Zusammenarbeit mit Ihnen erledigt werden können.“
Walter Boll, seinerzeit Direktor des nationalsozialistischen Ostmarkmuseums, nahm die Einladung an. Er wollte sich damals als Altdorfer-Experte profilieren und war wie kein zweiter NS-Kunstfunktionär an den Vorbereitungen der Ausstellung beteiligt. Für diese wurden auch die in Regensburg befindlichen Werke Altdorfers nach München verbracht. Das Tafelbild Schöne Maria wurde eigens dafür restauriert.
Noch während der Restauration gab der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Ernst Buchner vor, das wahre „Gnadenbild“ Die Schöne Maria wiederentdeckt zu haben. Das erst durch diese Zuschreibung international bekannt gewordene Gemälde soll laut Buchner und Boll im Zentrum der judenfeindlichen Marien-Wallfahrt von 1519 gestanden haben, die nach der damaligen Vertreibung der Regensburger Juden einsetzte. 1938 wurde dann auch die sensationelle Neuigkeit verkündet, kein geringerer als Albrecht Altdorfer sei der Urheber dieses Tafelbildes gewesen.
Die angebliche Wiederentdeckung der Schönen Maria wurde damit punktgenau anlässlich der Altdorfer-Gedächtnisausstellung als die Sensation präsentiert und gefeiert. Da die NS-Kunstfunktionäre Boll und Buchner für ihre Propaganda keinen wissenschaftlichen Nachweis liefern konnten, hantierten sie stattdessen mit judenfeindlichen Legenden aus dem 17. Jahrhundert.
Über Jahrhunderte gepflegter antisemitischer Kult
Alter Nazi-Kram, der heute keine nennenswerte Bedeutung mehr hat? Leider nicht, wie Ungers Bilderbuch zeigt. Die Gnadenbildpropaganda und antisemitische Ressentiments existieren ungebrochen. Es gab im Bistum Regensburg bislang keine selbstkritische Auseinandersetzung mit dem über Jahrhunderte gepflegten und propagierten antisemitischen Kult um die Schöne Maria.
Bevor die Altdorfer-Gedächtnisausstellung von 1938 näher eingegangen wird, zunächst zu den historischen Ereignissen um die Vertreibung der Regensburger Juden und der Entstehung der Marienwallfahrten ab 1519.
Die Vertreibung der Regensburger Juden 1519
Die Vertreibung der Juden von 1519 kann man als Endpunkt eines langen Prozesses deuten, der gegen 1450 begann und ab 1470 untrennbar mit massiven Ritualmordbeschuldigungen unterfüttert wurde. Wiederholte judenfeindliche Predigten und fingierte Vorwürfe des Hostienfrevels heizten das gesellschaftliche Klima weiter an, lösten weitere Repressalien und antijüdische städtische Erlasse aus. Das politisch motivierte Verweigern der bisherigen Rechtssicherheit vor städtischen Gerichten, die wiederholte aggressive Hetze der Zünfte gegen die jüdische Gemeinde nährten die latent vorhandene Pogromstimmung gegen Jüdinnen und Juden.
Als ihr Schutzherr, Kaiser Maximilian, am 12. Januar 1519 starb, nutzte der Regensburger Stadtrat die Interimszeit und beschloss am 21. Februar die rechtswidrige Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus der Reichsstadt. Als Begründung wurde vom Rat ein drohender Aufstand angeführt, der eine Gefahr „für Leib, Leben und Eigentum der weltlichen und geistlichen Einwohner sowie – an zweiter Stelle – der Juden“ (Veronika Nickel) bedeutet hätte. Am Platz der zerstörten Synagoge wurde rasch eine Kapelle aufgebaut und der Schönen Maria geweiht.
Altdorfer – als Politiker und Künstler involviert
Politische Unruhen und antijüdische Demonstrationen prägten den Alltag der Stadtgesellschaft bereits, als der Künstler Albrecht Altdorfer im Jahre 1505 Bürger von Regensburg wurde. Als Mitglied des Äußeren Rats unterstützte Altdorfer 1519 den Vertreibungsbeschluss der Stadt. Die Synagoge musste demnach innerhalb von zwei Stunden für die Zerstörung freigegeben werden und die jüdische Bevölkerung die Stadt innerhalb von vier Tagen verlassen.
Unmittelbar nach der Verkündung dieser Beschlüsse durch eine Ratskommission, der Altdorfer angehörte, wurde das jüdische Viertel abgeriegelt. Alle Pfänder, die man zur Absicherung von Darlehen hinterlegte, wurden widerrechtlich beschlagnahmt und verzeichnet. Die Frist für die Zerstörung der Synagoge wurde noch um 24 Stunden verlängert – der Historiker Wilhelm Volkert vermutete bereits in einer der ersten historischen Forschungsarbeiten zu diesem Komplex als Grund: „vielleicht deshalb, daß Altdorfer die Skizzen für seine beiden Radierungen anfertigen konnte.“
Bald nach der Zerstörung des jüdischen Viertel errichtete man am Platz der zerstörten Synagoge eine Wallfahrtskapelle mit einem oder mehreren Bildern und Plastiken der Gottesmutter Maria. Zum Dank für die Vertreibung der angeblichen Kindermörder und für die Rettung eines Steinmetzes, der beim Abbruch der Synagoge abstürzte und durch ein Wunder überlebte – so die Legende. Daraus entstand die judenfeindliche Wallfahrt Zur Schönen Maria (1519 bis 1523), die von der Stadt mit Gewinn organisiert wurde und trotz ihrer kurzen Dauer als die größte des ausgehenden Mittelalter gilt.
Auch der Künstler Albrecht Altdorfer verdiente reichlich an der Wallfahrt. Für sein Haus in der Oberen Bachgasse 7 soll er Grabsteine aus dem 1519 völlig zerstörten jüdischen Friedhof als Pflaster verwendet haben. Profit schlug Altdorfer vor allem aus dem Verkauf der von ihm gestalteten Wallfahrtsandenken, der Drucke und der Bilder, die er anlässlich der judenfeindlichen Wallfahrt „Zur Schönen Maria“ schuf. Auch das Tafelbild Schöne Maria aus St. Johann entstand in diesem Zusammenhang. Dass es tatsächlich von Altdorfer stammt, wie Boll und Buchner 1938 behaupteten, ist allerdings nicht gesichert. Mehr dazu später.
Marien-Kult bis heute
Heutzutage wird Altdorfers angebliche Schöne Maria im Regensburger Diözesanmuseum als Leihgabe verwahrt. Bei passender Gelegenheit wird sie aber wie ein heiliges Bild gezeigt – nicht nur im kirchlichen Kontext. In dem erwähnten historisierenden Holzrahmen, der 1938 für die NS-Schau zu Altdorfer angefertigt wurde, präsentierte die Stadt Regensburg das Tafelbild beispielsweise anlässlich der Furtmeyr-Schau (die 2010/11 unter der Ägide von Kulturreferent Unger gefeiert wurde) im Historischen Museum präsentiert. Ohne in gebotener Weise auf die historischen Hintergründe und die Renovierung und Inszenierung von 1938 einzugehen.
Die Schöne Maria wurde stattdessen im Museum in einer Art sakralen Raum als DAS Gnadenbild präsentiert, so wie es die NS-Funktionäre Boll und Buchner sich ausgedacht hatten. Jürgen Huber, damals noch oppositioneller Grünen-Stadtrat, bescheinigte Unger seinerzeit ein „konservatives, rückwärtsgewandtes und klerikal orientiertes“ Kunstverständnis.
In seinem neulich erschienenen Buch hat Klemens Unger die Story von der Wiederentdeckung der Schönen Maria Altdorfers durch die NS-Kunstfunktionäre Boll und Buchner 1938 wieder einmal aufgewärmt und fortgesponnen.
Aktuelle Untersuchung: Marien-Bild ist nichts Besonderes
Wissenschaftliche Arbeiten stehen dieser Propaganda entgegen. Erneute Untersuchungen der Altdorfer zugeschriebenen Schöne Maria aus St. Johann durch die Restauratorin des Historischen Museum Regensburgs Annette Kurella legen nämlich nahe, dass das besagte Tafelbild kein eigens gefertigtes Unikat ist.
Vielmehr dürfte es sich um die Übermalung eines älteren Bildes mit einem Kreuzigungsmotiv handeln. Sozusagen ein Wiederverwertungsprodukt, das sich wie viele andere im Wallfahrtsgeschehen gut verkaufen ließ und schon deshalb als wahres Gnadenbild ausscheidet.
Kurella veröffentlicht ihre diesbezüglichen Untersuchungsergebnisse in den zum Jahresende erscheinenden Verhandlungen des Historischen Vereins. Im selben Band erscheint ein Aufsatz des Autors dieser Zeilen zum Thema: Die nationalsozialistische Instrumentalisierung von Albrecht Altdorfer – Unter besonderer Berücksichtigung der Rolle Walter Bolls. Ungers Bilderbuch kommt darin nicht vor.
Als am 8. März 2026 zu einer Veranstaltung in die Wiener Staatsoper gegangen wurde, der Anlaß war eine zum Frauentag, zu dessen Einstimmung einen Artikel von Heinz Sichrovsky lesend, mußte vor der Tafel an der Staatsoper
Verfolgt Vertrieben Ermordet 1938-1945 Zum bewahrenden Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus, die an diesem Haus tätig waren Am 5. November 2025, 70 Jahre nach der Wiedereröffnung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wiener Staatsoper
sogleich gedacht werden, es fehlt eigentlich noch eine Tafel an der Staatsoper,
es konnte am 20. April in der Staatsoper Wien auch nicht mehr Parsifalzu seinem Geburtstag, der wohl ein ideales Geschenk gewesen wäre, gegeben werden, da diese bereits zerstört war,
Warum die Wahl der Salzburger Architekten auf den Bildhauer Heinz Leinfellner (1911–1974) fiel, ist nicht bekannt. Der ab 1932 bei Anton Hanak und Josef Müllner an der Akademie der bildenden Künste Wien bis 1940 ausgebildete Bildhauer war ab 1946 freier Mitarbeiter und von 1948 bis 1953 Assistent in der Meisterklasse von Fritz Wotruba. Seine Geschichte ist offenbar die einer erfolgreichen Wandlung, die auch von unverdächtigen Zeitgenossen anerkannt wurde. Der am 1.5.1938 in die NSDAP eingetretene Leinfellner[29] gehörte ab 1939 dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) an und wurde mit 1.4.1940 als Mitglied in die Reichskammer der bildenden Künste (B 4052) aufgenommen.[30] Die anfängliche Begeisterung Leinfellners für den „Anschluss“ zeigt sich auf mehreren Ebenen: Durch die parteipolitischen Mitgliedschaften, die Mitwirkung an NS-Wettbewerben, Propagandaaufträgen,[31] Preisausschreiben[32] und in Publikationen.[33] Der 1941 zum Wehrdienst eingezogene, in Hainburg stationierte Künstler wurde auf Intervention der Reichskammer der bildenden Künste mit 4.11.1941 als “vielversprechendes Talent“ mit einer Unabkömmlichstellung (UK-Stellung) versehen, um in Wien kriegswichtige Bauaufgaben durchzuführen;[34] 1942 und 1943 wurde er in Wien mit diversen künstlerischen Aufgaben betraut.[35] Weder in seinen Lebensläufen noch in dem anlässlich einer Gedächtnisausstellung 1983 herausgegeben Katalog wird auf Leinfellners NS-Werke genauer eingegangen. Im Gegenteil, der Wettbewerb für das „Erinnerungsmal“ in Wöllersdorf wird als der „einzige Kontakt mit den damaligen Machthabern“ bezeichnet. Leinfellners künstlerische Neuausrichtung machte seine Vergangenheit vergessen. Mehr noch, Gabriele Gubitzer schreibt, dass sein Atelier „in der Folgezeit zu einer Art Enklave der ‘entarteten‘ Künstler“ wurde.[36] Wann genau dieser Gesinnungswandel stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Allerdings war Leinfellner 1947 ein gründendes Mitglied der international agierenden Künstlergruppe des Art Clubs. Sein am 25.9.1949 bei der „Beschwerdekommission nach § 7 des Verbotsgesetz“ im Bundesministerium für Inneres eingebrachter Einspruch gegen seine Registrierung als Mitglied der NSDAP wurde abgewiesen (15.12.1950), seinen Angaben im Widerstand tätig gewesen zu sein, wurde kein Glauben geschenkt.[37] Im Jahr 1954, also zum Zeitpunkt der Auftragserteilung für die Wandgestaltung im Marmorsaal, spielten seine NS-Verstrickungen keine Rolle mehr; das entsprach dem damaligen gesellschaftspolitischen Konsens in dieser Frage. Der „minderbelastete“ Leinfellner galt ab 1947 als Vertreter der Avantgarde, war Preisträger der Stadt Wien (1950) und im internationalen Ausstellungsbetrieb vertreten. Im Rückblick wurde die Beauftragung Leinfellners als mutige Entscheidung der Bauleitung, der Behörden und der Architekten gewertet – diese Einschätzung wurde ausschließlich aus künstlerischen Gründen getroffen.[38]
Nachdem die Materialwahl sowie die Positionierung der Reliefs „als auszufüllender Fleck“[39] von den beiden Architekten bestimmt worden war, bestand die Aufgabe Leinfellners darin, in die Wand links und rechts des ehemals von Boltenstern geschaffenen (mittlerweile erneuerten und vergrößerten) Buffets zwei raumfüllende Dekorationen einzufügen. Für Leinfellner, der zu diesem Zeitpunkt vorwiegend als Vollplastiker Bekanntheit erlangt hatte, war die Aufgabe in jeder Hinsicht eine Herausforderung. Die gewählte, von italienischen Barockkirchen bekannte Technik der Marmorintarsia erforderte Kenntnisse der Steinschneidetechnik, vor allem aber unterschiedlich farbigen Marmor, der Mitte der Fünfziger Jahre schwer verfügbar war. Bekannt ist, dass Leinfellner deshalb auch Kunstmarmor, diverse europäische Marmorsorten sowie gebrauchten Marmor, z. B. Platten von Cafehaustischen, integrierte. Technische Unterstützung bekam er durch den Bildhauer Fritz Tiefenthaler (1929-2010), der ab 1948 bei Wotruba an der Akademie studierte. Die wie mit „einer Laubsäge“, defacto aber mit modernen Steinschneidemaschinen herausgeschnitten dünnen, geschliffenen Marmorplatten wurden unter Verwendung von Gips und feinen Stiften in die Wand eingelassen.[40] Perfektioniert hat Leinfellner diese Technik bei seinem großen abstrakten Relief für die Wiener Stadthalle.
Als Motive für seine beiden großen Wandbilder wählte Leinfellner einen Blick hinter die Kulissen der Oper.[41] Das linke Relief zeigt Szenen einer Kostümprobe, Musikinstrumente, eine Tanzprobe, eine Requisitenkammer und Garderobe, das rechte einen Perückenmacher, ein Kulissendepot, eine Chorprobe, eine Bühnenarchitektur und eine Regieprobe.[42] Die Raffinesse der Idee war, die verschiedenen Szenen wie auf einem aufgeklappten Paravent aneinanderzufügen. Einer kubistischen Grundhaltung folgend, unterteilte Leinfellner die jeweiligen Motive in geometrische Felder, die er mit grauen, braunen, weißen und dunkelbraunen Marmorplatten auslegte. Die in die weiße Marmorwand eingelassenen, monumentalen Wandbilder wirken freilich wie nachträglich appliziert – Prossinger und Cevela sind eine überzeugende architektonische Einbindung schuldig geblieben. Besser gelang die Integration der vier Supraporten über den mit einem eleganten, verschlungen Linienmuster intarsierten Holztüren. Die über den Türen angebrachten kubistischen Marmorintarsien zeigen sich überschneidende Masken, Musikinstrumente und Stillleben; die verwendeten Materialien bestehen, wie die rotbraune Einfassung der Tür, aus Salzburger Marmor. Als Reminiszenz an den ehemals neobarocken Kaisersaal wurde über einem beigen Gesims eine formal reduzierte weiße Kassettendecke eingefügt. Die flachen, ringförmigen Deckenluster sowie die zwischen den Fenstern angebrachten Wandleuchten stammen von der Firma Bakalowitz.[43] Der Bodenbelag besteht aus sandfarbenen Marmorplatten.
Schlussbemerkung
Die mit der architektonischen Planung des Marmorsaals 1949 beauftragten Architekten Otto Prossinger und Fritz Cevela entschieden sich erst 1954 für die Kooperation mit dem Bildhauer Heinz Leinfellner, der für diesen gastronomisch genutzten Pausensaal ein der Raumhülle angepasstes Kunstwerk zu entwerfen hatte. Leinfellner, der wie Eisenmenger, als Mitglied der NSDAP an NS-Aufträgen mitgewirkt hatte, galt ab 1947 als „minderbelastet“ und suchte zumindest nach Kriegsende den Kontakt zur internationalen Kunstszene. Die Einflüsse des Kubismus, die Reduzierung, Verblockung und Zersplitterung der Formen charakterisieren sein folgendes skulpturales Oeuvre. Bei den planen Reliefbildern hatte sich der Bildhauer für die im Monumentalbau selten angewandte Technik der Marmorintarsia entschieden. Indem er Szenen aus dem Backstage-Bereich wählte, wurde ein passender, motivischer Bezug zur Theaterwelt hergestellt. Die räumliche Einbindung der Kunstwerke geriet weniger überzeugend. Mit der von Anfang an feststehenden Materialität sollte an repräsentative Marmorsäle erinnert werden. Statt üppiger Repräsentation, gestalterischem und farbigem Reichtum macht sich ein Hang nach Zurückhaltung und nüchterner Modernität bemerkbar. Aus der Dominanz des Materials des hellen weißen Marmors für Boden und Wand, zu dem nur die roten Sofas Erich Boltensterns einen Kontrast bilden, resultiert eine gewisse sterile Atmosphäre, in die jedoch das konsumierende Publikum Leben und Bewegung bringt.
Fazit: Der Wiedererrichtung der Wiener Staatsoper gehörte wie jene des Stephansdomes und der Bau des Tauernkraftwerks in Kaprun zu den identitätsstiftenden Baumaßnahmen der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Der von Erich Boltenstern verantwortete Wiederaufbau erfolgte ganz im Zeichen der Rekonstruktion. Die Gestaltung der Innenräume zeigt überwiegend dasselbe Prinzip, nur bei den sogenannten Nebenräumen gedachte man, etwas freier zu verfahren. Der Gobelinsaal und der Marmorsaal weisen gleichwohl in verschiedene Richtungen. Von der Gestaltung her (wie auch von den ausführenden Künstlern) ist der Gobelinsaal deutlich restaurativ, wohingegen der Marmorsaal zumindest den Anspruch auf Moderne zum Ausdruck bringen sollte. (Der von Giselbert Hoke gestaltete Rauchersalon war, weil zu modern, ohnedies nicht zugänglich). Die schnelle Auftragsvergabe trug das ihre dazu bei, dass die beiden so verschiedenen Räume ein heute doch zeitgemäßes Dokument des schwierigen Neubeginns der österreichischen Kunst nach 1945 sind.
Von dieser am 11. März 2026 gelesenen leinfellnerischen Vergangenheit ist beispielsweise in Wien Geschichte Wiki und auch von der Galerie bei der Albertina Zettler, ebenfalls am 11. März 2026 festgestellt, nichts zu lesen …
Auf Zimmer, Küche, Kabinett zu wohnen, war einst und ist nach wie vor in Wien der Armen Los, und das fällt dazu ein, wenn ein Sohn, am 9. März 2026, für das Cabinet dankt, das er jetzt als Nesthocker, der er doch zu sein scheint, für sich allein haben dürfte, und dafür dankbar zu sein, wer könnte es ihm verdenken …
Weshalb aber James Woods ebenfalls am 9. März 2026 für das Kabinett dankt? Vielleicht erinnert er sich nun in seinem hohen Alter an seine Zeit als junger Mann, in der ein Kabinett, gar ein Cabinet nur für sich allein zu haben, schon das Höchste, alles Glück auf Erden war …
NS So dankbar für das Kabinett scheinen die fünf Söhne nicht zu sein, aber wer kann schon für ein Kabinett dankbar sein, das sie mit seinen brosteilen müssen, zu fünft in einem einzigen Kabinett, das einst und jetzt von den Räumen der Armen auch noch der kleinste …
Er, Sichrovsky, schreibt zweimal, also kein Tippfehler, von „726.000 Euro“ — woher er diese seine Summen wohl hat? Vielleicht von seinem auf dem „Hietzinger Friedhof“ wohnenden Vater, der ihm ja gar viel Tolles diktierte, so sind eben auch schon etwas nur gute Väter, sie helfen ihren Söhnen immer und überall bei deren Aufgaben, wenn diese mit ihren Arbeiten allein nicht zurechtkommen …
kostet jetzt 726.000 statt 550.000 Euro.
Und jetzt stellen Sie sich vor: Ich habe die Sache auf dem Hietzinger Friedhof meinem 1994 verstorbenen, etwas jüdischen Vater erzählt,
Er meinte, die Aktion erinnere ihn an einen außer Kontrolle geratenen Maturastreich nach ein paar Jahren Wiederkehr’scher Bildungsreform. Als budgetschonende Alternative empfahl er den preisgekrönten Entwurf der Maturanten eines Wiener Privatgymnasiums, die dem Professor eine Stripperin bestellt haben (s. „Krone“ vom 2. März). Da hätten alle was davon.
„Da hätten alle was davon.“ Ob der Vater seinem Buben auch gesagt hat, er solle das unbedingt ihm zur Manneswehr am 8. März veröffentlichen, das wird wohl ein Geheimnis zwischen Vater und Sohn bleiben.
Die 726.000 Euro sollte man lieber der totgesprarten Kammeroper und den existenzbedrohend gekürzten Künstlerstipendien zukommen lassen.
Sein Vater dürfte nicht nur ein „ehrbare[r] Mathematikprofessor gewesen sein, sondern auch ein Schustermeister, oder er hat sich nach Pensionierung und Tod gänzlich der Schuhmacherei zugewandt …
Gern könne man aber die Stadträtin Kaup-Hasler mittels orthopädischen Schuhwerks um 3,5° neigen, um die Schieflage
Ein schon nur etwas guter Vater hat immer ein offenes Ohr für die Fragen des Sohnes …
Ja, aber, wandte ich ein, die Nazis haben dich doch böse drangsaliert? „Das stimmt schon“, erwiderte der alte Herr. „Aber lieber wäre mir, man würde statt eines 1910 verstorbenen Antisemiten, der auch Gutes getan, die heutigen Rechtsradikalen kontextualisieren. Und mit der Gummiwurst auch die arabischen Importnazis plus Spießgesellen, die dafür demonstrieren, sieben bis acht Millionen Juden ins Meer zu werfen.“
1994 ist sein Vater verstorben, zu einer Zeit also, in der in Österreich nicht oder noch nicht und vor allem nicht so viel vom Antisemitismus und besonders vom „Antisemitismus-Import“ geschrieben und gesprochen wurde … Zum Import gehört auch der Export, der meist dem Import vorangeht, nicht selten wird zur Bearbeitung und Fertigstellung zuerst exportiert und dann importiert. Ein Export in den arabischen Raum waren beispielswiese die „Protokolle von Zion“, deren erste arabische Übersetzung „christliche Priester in Kairo“ …
Den 1910 verstorbenen Antisemiten, der auch Gutes getan hat, nicht zu kontextualiseren, wäre dem Vater lieber, und statt ihm die heutigen Rechtsradikalen zu kontextualisieren. Für einen im Grab Liegenden ist das wohl leicht durchzuführen, aber im Diesseits ist das nicht so leicht durchzuführen: Lebenden eine Tafel umzuhängen und sie zu verpflichten, diese immer und überall zu tragen, denn den heutigen Rechtsradikalinnen sind weder Denkmäler errichtet noch sind sie tot. Ja, im horizontlosen Jenseits kann eben nicht weit, wenn überhaupt noch, gedacht werden.
Es ist der 5. März 2026 vorzumerken, als Hoffnungstag der Welt und Eintrag in die Geschichtsbücher, denn an diesem Tag werden ein Papst und ein Präsident, so schreibt es der Präsident am 5. März 2026, in „gemeinsamer Verantwortung für das Miteinander und den Frieden in unserer Welt“ einander begegnen, dass die Waage sich in Richtung Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“ … Und dies schreibt der Präsident auf der Plattform, die wie kaum eine zweite für „Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“ und „Gegengewicht sein zu Hass und Diskrimierung, zu Krieg und Gewalt“ …
Ich bin dankbar, Papst Leo XIV. heute im Vatikan zu treffen – eine Begegnung im Zeichen von Dialog, Respekt und gemeinsamer Verantwortung für das Miteinander und den Frieden in unserer Welt.
Die Stimme des Papstes hat großes Gewicht. Sie kann Gegengewicht sein zu Hass und Diskriminierung, zu Krieg und Gewalt. Auch wir alle haben gewichtige Stimmen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Waage sich in Richtung Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit neigt.
In Zuversicht kann nun die Welt ihrer Zukunft entgegenlaufen, denn, so weiß es der Präsident, die „Stimme des Papstes hat großes Gewicht“, und es ist auch Gewichtiges, daß er mit seiner Stimme zu verkünden hat, er weiß zu benennen, den „größten Zerstörer des Friedens“, und nun, da der größte Zerstörer des Friedens von ihm erkannt ist, ist der Weg endlich zum „Frieden in unserer Welt“ nur noch ein kurzer, aber die
beste Lösung dafür und generell für alles, auch das weiß er mit seiner Stimme des großen Gewichts zu verkünden, seien nicht Demokratien—
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.