§ 2. Aufgabe der österreichischen Schule.
(1) Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.
Die jungen Menschen sollen zu gesunden, arbeitstüchtigen, pflichttreuen und verantwortungsbewußten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich herangebildet werden.
Sie sollen zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sowie befähigt werden, am Wirtschafts- und
Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken.
Das ist im Bundesgesetz über die Organisation der Schulverwaltung und Schulaufsicht des Bundes (Bundes-Schulaufsichtsgesetz) in Österreich seit Jahrzehnten zu lesen.
Was in Österreich noch zu lesen ist, also festgelegt, festgeschrieben, gesetzlich geregelt, und das lange bevor ein Mann wurde, was er meint zu sein: Bildungsminister:
Die Aufgabe der Mittelschule ist – wie für alle österreichischen Schulen – im § 2 des Schulorganisationsgesetzes definiert. Auch wenn die Begriffe, die im Bildungsauftrag der österreichischen Schule angeführt sind, zeitgebunden sind, entsprechen die Ziele dieses Bildungsauftrages den aktuellen Entwicklungen. Die Mittelschule soll die Individualität der Schülerinnen und Schüler nach ethisch gehaltvollen Werten fördern, sodass Schülerinnen und Schüler für das Leben und den zukünftigen Beruf vorbereitet sind und die Fähigkeiten zum selbsttätigen Bildungserwerb erlangen. Sie soll die jungen Menschen zu selbstständigem Urteil befähigen, soziales Verständnis vermitteln und eine sportlich aktive Lebensweise prägen. Schließlich soll die Mittelschule eine Offenheit dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer gegenüber pflegen sowie die jungen Menschen zur Teilhabe am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt befähigen.
Der Gesetzgeber hat für die Mittelschule einen breiten Bildungsauftrag gemäß § 21a des Schulorganisationsgesetzes erteilt, der sowohl kognitive als auch emotionale und soziale Aspekte beinhaltet. Gemäß § 21a des Schulorganisationsgesetzes hat die Mittelschule die Aufgabe, „[…] der Schülerin oder dem Schüler je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit eine grundlegende Allgemeinbildung und eine vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und sie oder ihn für den Übertritt in mittlere oder in höhere Schulen zu befähigen sowie auf die Polytechnische Schule oder das Berufsleben vorzubereiten.“
Der umfassende Bildungsauftrag der Mittelschule hat die individuelle Förderung jeder und jedes
Jugendlichen zum Ziel. Damit verbunden ist auch ein erweitertes Rollenverständnis der Lehrenden. Sie
sind zusehends gefragt, die jungen Menschen bei der Suche nach Antworten auf ihre Fragen moderierend zu unterstützen und bei der Entwicklung und Festigung von Kompetenzen lernbegleitend zu agieren. In diesem Zusammenhang spielt auch eine verstärkte Individualisierung des Lernprozesses eine wichtige Rolle. Ein individualisiertes Lerntempo, aber auch eine kontinuierliche Lernentwicklung sind jedenfalls anzustreben und Voraussetzung für ein erfolgreiches Lernen in den weiterführenden Schulen.
Leitvorstellungen
Der gesetzliche Bildungsauftrag, der sowohl kognitive als auch emotionale und soziale Aspekte
beinhaltet, lässt sich auch durch das 4K-Modell abbilden, das Kompetenzen formuliert, die für die
Lernenden im 21. Jahrhundert von herausragender Bedeutung sind: Kommunikation, Kollaboration,
Kreativität und kritisches Denken. Dabei wird deutlich, dass Lernen mehr ist als die individuelle
Aneignung und Reproduktion von kognitiven Lerninhalten. Es ist ein aktiver Prozess, bei dem junge
Menschen in die Lage versetzt werden, ihr Wissen und Können in Gruppen zur Problemlösung
anzuwenden. Teamfähigkeit ist genauso wichtig wie Kreativität, um zu neuen Lösungen zu kommen und Kritikfähigkeit, um die eigenen Problemlösungen distanziert zu betrachten. Es ist Aufgabe der
Lehrerinnen und Lehrer, durch einen kompetenzorientierten Unterricht sowie durch interessante, offene
und somit auch schülerinnen- und schülergerechte Aufgaben, am Erreichen der übergeordneten
Leitvorstellungen bzw. Ziele mitzuwirken.
Schule und Unterricht tragen dazu bei, dass junge Menschen befähigt werden, bei der Bewältigung
von gesellschaftlichen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen eine aktive Rolle
einzunehmen. Dazu gehört, dass Kompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung angebahnt werden.
Wesentliche pädagogische Bereiche, die diesen Kompetenzerwerb unterstützen, sind die Bildung für
nachhaltige Entwicklung, Politische Bildung mit Global Citizenship Education, Friedenserziehung und
Menschenrechtsbildung. Zusätzliche übergreifende Themen bereiten nachhaltige Entwicklung
pädagogisch auf. Für das integrative Denken der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension
nachhaltiger Entwicklung sind sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende Bezüge von großer
Bedeutung. Schülerinnen und Schüler und das gesamte Schulteam übernehmen gemeinsam
Verantwortung, wodurch Schulen Modelle für eine zukunftsfähige Lebensgestaltung sind. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen
geleistet.
Schule ist damit nicht nur Lernort sowie ein Ort der Bildung für nachhaltige Entwicklung, sondern
auch ein sozialer Raum, welcher es ermöglicht, sich zu erproben, die Wirkungen des eigenen Handelns zu erleben und diese kritisch zu reflektieren. Es gilt, gemeinsam Verantwortung für die Herausbildung einer zukunftsfähigen Lebensgestaltung der Einzelnen und der Gesellschaft auf globaler und lokaler Ebene zu
entwickeln und zu übernehmen sowie ein ganzheitliches Menschenbild im Sinne einer inklusiven
Gesellschaft zu fördern.
Den Fragen und dem Verlangen nach einem sinnerfüllten Leben in einer menschenwürdigen Zukunft
hat der Unterricht mit einer auf ausreichende Information und Wissen aufbauenden Auseinandersetzung
mit ethischen und moralischen Werten und der religiösen Dimension des Lebens zu begegnen. Die jungen Menschen sind bei der Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten sowie in ihrer Sozialität zu fördern und in der Herausforderung, in ihrem Dasein einen Sinn zu finden, zu stützen. Bei der Suche nach Orientierung können Weltanschauungen und Religionen Antworten und Erklärungsmuster für eine eigenständige Auseinandersetzung anbieten.
Im Zentrum der pädagogischen Überlegungen dieses Lehrplans steht die Kompetenzorientierung.
Gemäß § 8 lit. r des Schulorganisationsgesetzes sind unter Kompetenzen längerfristig verfügbare
kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verstehen, die von Schülerinnen und Schülern entwickelt
werden und die sie befähigen, Aufgaben in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsbewusst zu lösen und die damit verbundene motivationale und soziale Bereitschaft zu zeigen. Die Kompetenzorientierung wird durch das Konzept der reflexiven Grundbildung unterstützt. Ziel der reflexiven Grundbildung ist es, dass Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe I befähigt sind, kritisch zu urteilen und selbstständig weiter zu lernen. Dieses spiegelt sich in der Struktur der Fachlehrpläne wider. In diesem Lehrplan wird zwischen fachlichen, überfachlichen und fächerübergreifenden Kompetenzen unterschieden. Die fachlichen Kompetenzen sind mit dem jeweiligen Unterrichtsgegenstand verbunden und werden explizit im achten Teil genannt. Zu den überfachlichen Kompetenzen gehören insbesondere Motivation, Selbstwahrnehmung und Vertrauen in die eigene Person, soziale Kompetenzen und lernmethodische Kompetenzen. Fächerübergreifende Kompetenzen sind jene Kompetenzen, die in der Auseinandersetzung mit den übergreifenden Themen erworben werden sollen. Die übergreifenden Themen werden im vierten Teil dargestellt. Dazu gehören: – Bildungs-, Berufs- und Lebensorientierung; – Entrepreneurship Education; – Gesundheitsförderung; – Informatische Bildung; – Interkulturelle Bildung; – Medienbildung; – Politische Bildung; – Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung; – Sexualpädagogik; – Sprachliche Bildung und Lesen; – Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung; – Verkehrs- und Mobilitätsbildung; – Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucher/innenbildung.
Der Unterricht in der Mittelschule verbindet diese drei Dimensionen miteinander. Im Schulalltag
erfordert dies eine wirksame Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer einer Klasse im Team, aber
auch eine abgestimmte Planung über die Schulstufen hinweg.
Kennzeichen kompetenzorientierten Unterrichts
Kompetenzorientierung verlangt ein besonderes Verständnis von Unterricht. Lernen wird als aktiver,
selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden, bei dem die Motivation und Willenskraft und die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, sich Ziele zu setzen und diese zu
erreichen, sowie Zielvorgaben zu übernehmen, eine wichtige Rolle spielen. Die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer ist es, einen Rahmen bzw. Lernumgebungen zu gestalten, die die zielorientierte Entwicklung von Kompetenzen ermöglichen. Die Evaluierung der Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler innerhalb dieses gesetzten Rahmens sowie das Vornehmen adäquater Anpassungen des Rahmens, sofern Lernergebnisse von Schülerinnen und Schülern ausbleiben, soll erfolgen. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler Wissen und Fähigkeiten erwerben, die sie in unterschiedlichen Situationen anwenden und umsetzen können. Kompetenzorientierter Unterricht ist dadurch gekennzeichnet, dass – klar und deutlich erkennbar ist und kommuniziert wird, was gelernt werden soll; – Aufgabenstellungen im Lernprozess eingesetzt werden, die den Erfahrungen und der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler entsprechen; – die aktive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit dem jeweiligen Thema angestrebt wird (kognitive Aktivierung); – handlungs- und anwendungsorientiert gelehrt wird, indem erworbenes Wissen zur Lösung von Problemen und zur Bewältigung von Anforderungssituationen genutzt wird; – die Lernangebote zu grundlegenden Einsichten bei den Schülerinnen und Schülern führen, was eine entsprechende Diagnose der Lernausgangslagen voraussetzt; – sich der Wissenszuwachs systematisch aufbaut, mit anderen Wissensgebieten und altersgerecht dargestellten wissenschaftlichen Erkenntnissen vernetzt und dadurch nachhaltig und
anschlussfähig wird (kumulatives Lernen); – überfachliche Kompetenzen wie zB Methoden- und Sozialkompetenz implizit entwickelt werden; – es eine Kultur der Selbstreflexion gibt, die den Schülerinnen und Schülern ihre erworbenen Kompetenzen bewusstmacht und ihre Lernmotivation weiter fördert; – Schülerinnen und Schüler Lernerfahrungen machen, die über den Unterricht hinausreichen und für sie sinnstiftend sind; – Schülerinnen und Schüler zu kritischem Denken angeregt werden.
Am 3. Februar 2026 sagt der am 3. März 2025 zum Minister für Bildung Hochgehobene:
Soziale Kompetenz, Medien- und Demokratiebildung als eigene Fächer: Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch kritisches Denken und demokratisches Miteinander.
Und am 29. Jänner 2026:
Als Bildungsminister ist es meine Aufgabe, mutige Reformen voranzubringen. Um Jugendliche gut auf das Leben vorzubereiten, möchte ich zwei neue Fächer im Gymnasium einführen: Informatik & KI sowie Medien & Demokratie —
Seit dem ist ein gutes Monat vergangen und viel Mutiges hat er in dieser Zeit gegen das Überlaufen des Wasserglases …
Und lange bevor er wurde, was er meint zu sein, wurde schon und sofort schulisch auf Veränderungen und Entwicklungen reagiert, kaum daß diese —
Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz im Bildungssystem
Spätestens seit der Veröffentlichung der nutzer/innenfreundlichen Schnittstelle ChatGPT zum KI-Sprachmodell GPT3 am 30. November 2022 sind Potenziale und Gefahren von Künstlicher Intelligenz (KI), aber auch der Einfluss von KI auf unser Leben und vor allem die Bildung Gegenstand intensiver öffentlicher Diskussionen. Im Frühjahr 2023 wurde von Microsoft mit bing.com eine GPT4-Chatversion für eine breite Öffentlichkeit bereitgestellt und zahlreiche Anbieter haben eigene KI-Systeme angekündigt.
Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat als Ergebnis interner Austauschprozesse und Feedbackrunden mit Expertinn und Experten eine Handreichung zusammengestellt. Diese soll einerseits Interessierte im Bildungssystem für die Thematik sensibilisieren. Andererseits soll sie der öffentlichen, mitunter medial geführten, Diskussion Grundlageninformationen zur Funktionsweise von KI-basierten Systemen und vor allem mögliche Potenziale und Einsatzszenarien in der Bildung zur Seite stellen, um dabei zu helfen, Ängsten und Befürchtungen sachlich entgegenzutreten und didaktische Potenziale auszuschöpfen.
Aktuelle, breit diskutierte Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, wie das Sprachmodell ChatGPT, sind nur Schritte in einer kontinuierlichen Entwicklung. Wohin die Entwicklung geht und wo Grenzen sind, ist nicht immer leicht zu benennen. Daher sind auch aktuell verfügbare Handreichungen meist nur kurzfristig hilfreich. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung bringt sich mit großer Aufmerksamkeit in die Diskussion ein und ist selbst bemüht, neueste Entwicklungen einzuordnen. Das BMB verfolgt laufende und proaktive Kommunikation mit Lehrenden, der Bildungsverwaltung, Wissenschafter/inne/n und anderen Personen des Bildungssystems.
Diese Handreichung wird regelmäßig aktualisiert und angepasst. Achten Sie daher bitte immer auf das Ausgabedatum auf dem Dokument und überprüfen Sie auf dieser Website, ob neue Versionen vorliegen, wenn Sie aktuelle Entwicklungen verfolgen möchten.
Download
Handreichung: Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz im Bildungssystem (PDF, 306 KB) (Stand: 30. August 2023)
Beispiele für KI-Tools und weiterführende Links
Aufgaben sowie Unterrichtsmaterialien und Informationen finden Sie in der Eduthek unter dem Suchbegriff „Künstliche Intelligenz“.
Die folgenden Verlinkungen sollen als Ideengeber beispielhaft veranschaulichen, wie KI-Tools in verschiedenen Fächern bzw. Anwendungsbereichen nutzbar sein könnten. Bitte achten Sie im Unterrichtseinsatz auf eventuell bestehende Altersbeschränkungen der KI-Tools.
Alles, was hier zitiert wurde, ist nach wie auf den betreffenden Websites am 2. März 2026 zu lesen,
Die #KünstlicheIntelligenz wird unsere Welt auf den Kopf stellen. Wir sind kurz vor dem Eintritt der #AGI – Allgemeine Künstliche Intelligenz, die sämtliche geistigen Aufgaben erlernen, verstehen und flexibel anwenden kann. Schneller und präziser als der Mensch. Kognitiv werden wir zum ersten Mal outperformed. Agentische KI und AGI weren Lösungen erfinden, für die sie nicht explizit programmiert wurden. Sie werden eben agentisch sein – ihre Umgebung wahrnehmen, eigenständig Entscheidungen treffen und Handlungen ausführen. Es ist ein Oppenheimer Moment für den #HomoSapiens – mit offenem Ausgang. Mit riesigen Chancen, mit gewaltigen Risken. Es ist ein Quantensprung in unserer Entwicklung. Es ist eine brachiale Wegmarke der menschlichen Evolution, vergleichbar mit der Sesshaftwerdung unserer Spezies vor 12.000 Jahren. Es gibt eine Zeit davor und danach. Unser #Bildungssystem muss in den nächsten Jahren zügig umgebaut werden oder es wird durch die #KI implodieren. Die derzeitigen Prozesse der Wissensaufbereitung und -vermittlung werden nicht haltbar sein. Die #Schule, wie wir sie kennen, wird die nächsten zwanzig Jahre nicht überleben. Die Welt dreht sich schneller als unsere Schule. Die Diskrepanz wird immer größer.
Und wenn ein mutiger Bildungsminister einen ersten Schritt und die KI auf die Tagesordnung setzt,
dann rufen – von Nobelpreisträgern über Philosophen und Literaten bis hin zur FPÖ – den Untergang des Abendlandes aus. Was jetzt? Sollen wir die Käseglocke drübergeben und „Alles bleibt gut“ singen? Der Geist ist aus der Flasche. Wer das nicht erkennt, schaut nicht hin. Ich bin sehr für #Latein. Es ist wichtig für Sprach- und Kulturverständnis. Ich bin entschlossen dagegen, es von den Lehrplänen zu nehmen. Und Latein ist eine tote Sprache. Wir sprechen es nicht und müssen es auch nicht in dieser Flüssigkeit können. Sprach- und bildungsaffine Menschen sollen die Möglichkeit haben, die Sprache in der öffentlichen Schule zu lernen und zu begreifen. Dafür braucht es nicht sechs Jahre und 3 Stunden in der Woche, wie in meinem Fall (und flüssig sprechen konnte ich es dann immer noch nicht). KI wird uns alle betreffen. In einem Ausmaß, in dem wir es uns gar nicht vorstellen können. Es ist ein Quantensprung in der Entwicklung unserer Spezies. Wir müssen hinschauen, wir müssen den Umgang damit kultivieren. Social Media war ein Vorgeschmack. Wir haben uns in den Bildungssystemen nicht damit beschäftigt und der obsessive, uninformierte Gebrauch macht heute unsere #Kinder und Jugendlichen krank. Das ist harte wissenschaftliche Evidenz. Zehntausende junge Menschen mit Abhängigkeiten, Depressionen, Ernährungsstörungen, Angststörungen und suizidalen Tendenzen, die in den letzten Jahren über dem langjährigen Durchschnitt jährlich dazugekommen sind. Wir haben weggeschaut. Es ist passiert. Wir können wieder wegschauen. Diesmal wird noch viel mehr passieren. Ich bin heute dazu im „Talk im Hangar-7“ auf Servus TV. Mit Michael Fleischhacker diskutieren folgenden Gästen: Marlene Svazek, Landeshauptfrau-Stellvertreterin von Salzburg, FPÖ Konrad Paul Liessmann, Philosoph Alexandra Ebert, KI-Expertin Isabell Wöhrer, Lateinlehrerin an einer AHS in Wien-Landstraße Matthias Strolz, Impact Entrepreneur, NEOS-Mitbegründer und Bildungsexperte Heute, 26.02., ab 22:15 Uhr live bei ServusTV und im Stream bei ServusTV On.
das ein Bildungsminister oder ein durch diesen sich ebenfalls als Bildungsminister Verstehenden gebildeter Minister nur noch sofort weiterverbreiten kann, enthält dieses Geschreibe doch auch eine schriftlich positive Beurteilung des Mannes, der am 3. März 2025 in ein Amt gehoben wurde, und es ist verständlich, daß er zu seiner Funktionsverfestigung und -berechtigung nicht die Zeit aufwenden kann, sich zu informieren, sich unterrichten zu lassen, was bisher in seinem Amt bereits geschah, bereits geleistet, bereits geregelt wurde, was bereits in Schulen geschieht, bereits geleistet wird …
und so mutig wie er in seinem Traum ist jetzt sein Bildungsminister, mutig weit hinter dem zurückzubleiben, was bereits …
Das von Bildungsminister Martin Polaschek am 14.11.2023 vorgestellte Schulpaket KI führt anknüpfend an den wesentlichen Eckpfeilern des Bildungssystems eine umfangreiche Initiative ein, um das mit dem 8-Punkte-Plan gelegte Fundament der Digitalen Schule in Österreich um den Aspekt der Künstlichen Intelligenz zu erweitern. eEducation Austria fungiert bei der Umsetzung des Schulpakets als zentraler Dreh- und Angelpunkt, um die darin angeführten Zielsetzungen nachhaltig an den Schulen zu verankern:
Neue (internationale) Perspektiven zum Einsatz von KI in der Schule: Bereits im Jahr 2023 stand das Thema „Künstliche Intelligenz“ im Rahmen der Praxistage und der Fachtagung von eEducation Austria im Mittelpunkt. Veranstaltungen wie diese unterstützen dabei, den Einsatz von KI im schulischen Kontext neu zu denken und internationale Perspektiven in den nationalen Diskurs miteinzubeziehen. Die Programmgestaltung der eEducation-Veranstaltungen richtet sich auch in den Folgejahren danach aus.
KI als Beitrag zur Schulentwicklung: Mit der Implementierung eines neuen KI-Badges im Kontext der Schulentwicklung, der Aktivitäten mit KI-Bezug in sich vereint und im schulautonomen Entwicklungsprozess explizit abbildet, wird sichergestellt, dass ebendort wesentliche Aufmerksamkeit und Bewusstsein für das Thema KI geschaffen wird, wo diese letztlich notwendig sind: vor Ort an den Schulen.
KI-Schwerpunkt in der Lehrer:innenbildung: eEducation Austria unterstützt die entsprechende Aus-, Fort- und Weiterbildungsoffensive für Pädagog:innen und stellt eine umfangreiche Datenbank an Expert:innen und Referent:innen zur Verfügung, womit der Zugang zu SCHILF-Paketen für Schulen im gesamten österreichischen Schulsystem wesentlich erleichtert wird. Lehrer:innen erhalten dadurch fundierte und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die eigene Unterrichtsgestaltung, um das Thema KI interdisziplinär ins Klassenzimmer zu tragen und mit den Schüler:innen zielführend zu erarbeiten.
Generative KI als Lehr- und Lern-Tool: Jedes KI-Tool ist nur so gut wie seine Nutzer:innen. Um generative Künstliche Intelligenzen wie ChatGPT im schulischen Kontext sinnvoll einsetzen zu können, ist ein reflektierter und zielgerichteter Umgang damit von essenziellem Wert. Nur mit treffsicheren Formulierungen bei den Eingabeaufforderungen und den Fragen, die an die KI gestellt werden – den sogenannten „Prompts“ – kann sichergestellt werden, dass qualitative und relevante Antworten den Lehr- und Lernerfolg positiv beeinflussen. Dazu braucht es Erfahrung: Schulen bekommen über eEducation Austria die Möglichkeit, Best-Practice-Beispiel für funktionierende Prompts einzureichen, die innovative und nachhaltige Lern-Chats zur Folge haben. Dieser Fundus fließt dann wiederum maßgeblich in die Gestaltung der Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote ein. Zudem werden die besten Einreichungen prämiert.
Pilotschul-Projekt – Evaluierung von KI-unterstützter Lernsoftware: Künstliche Intelligenzen bieten neben den vielen Herausforderungen wesentliche Chancen, um Lernprozesse zu optimieren und Lehrende in der Umsetzung ihres Unterrichts zu unterstützen. Das Feld der angebotenen Lernsoftware und generativen KI ist in den letzten Jahren maßgeblich gewachsen, womit sich die Notwendigkeit einer flächendeckenden Evaluierung ergibt, um Rückschlüsse auf die Wirksamkeit und die Potenziale von KI-Tools im schulischen Bereich zu ziehen. Als Resultat dessen tritt mit der Umsetzung des Schulpakets KI ein Pilotierungsprozess in Kraft, der es interessierten Expert- und Expert+Schulen ermöglicht, Pionierarbeit zu leisten, und KI-Lernsoftware, die individuelle Lernbedürfnisse und -stile berücksichtigt, zu bewerten.





















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