„Declaration of Rights“

Heutigentags wird der Spruch „Das Recht geht vom Volk aus“ wieder recht bemüht,

und auch „Wir sind das Volk“,

„Alles für das Volk“,

„Durch das Volk“,

das „Volk“ als „Souverän“ umgarnend betätigen sich wieder recht viele im Namen dieser Sprüche

und nach ihrem als „Volkswille“ kostümierten eigennützlichen Willen soll ihnen

eine Regierung des Volkes

wieder ihr Endsieg sein, und entgegen diesem Geschwefel hat bereits vor 214 Jahren Percy Bysshe Shelley klare Worte gefunden, wie es um Recht und Regierung bestellt ist, wer tatsächlich eine Regierung beauftragt, seine Deklaration hat Ret Marut vor 108 Jahren ins Deutsche übertragen, und er, Ret Marut, hat dieser „Erklärung der Menschenrechte“ unter dem Titel „Endsieg“ einen Vers aus „Motet“ von Matthias Claudius vorangestellt, veröffentlicht in „Der Ziegelbrenner, 27. Juli 1918, Heft 4“.

Freilich von heute aus muten manche Paragraphen der „Declaration of Rights“ seltsam an, aber der Vollständigkeit halber sollen auch diesen sonderlichen Paragraphen nicht verschwiegen sein, zumal sie nicht seltsamer und nicht sonderlicher und so nicht schreibbar mehr sind, als das heute, 214 Jahre später, recht besonders im Blick auf Rechte, Volk, Souveränität und so weiter Verbreitete.

„Declaration of Rights“ endet mit „Erwache! — Erhebe Dich! — oder […]“,

wie recht viele sind heutigentags wieder mit diesem Spruch

gegen die Menschenrechte,

auch gegen die schon von Percy Bysshe Shelley erklärten Rechte unterwegs, denen mit der allerletzten Zeile seiner „Declaration of Rights“ …

„falle für ewig.“

Endsieg

Der Mensch lebt und bestehet
Nur eine kleine Zeit;
Und alle Welt vergehet
Mit ihrer Herrlichkeit.

Die Menschenrechte

von

Percy Bysshe Shelley

Dublin, 1812.

(wurde bisher noch niemals in deutscher Sprache veröffentlicht)

1. Die Regierung hat keine Rechte; sie ist nichts anderes als die Inhaberin einer Vollmacht, die ihr von verschiedenen Individuen ausgestellt wurde zu dem Zwecke, deren Eigentum und deren Rechte zu schützen. Deshalb ist sie eben auch nur, soweit sie auf Grund der Einwilligung ihrer Auftraggeber überhaupt besteht, insoweit nützlich, als sie für deren Wohlergehen wirkt.

2. Sobald diese Individuen glauben, daß die Form der Regierung, die sie selbst oder ihre Vorfahren festgelegt haben, sich schlecht eignet, ihre Glückseligkeit zu befördern, so haben sie das Recht, diese Form zu ändern.

3. Die Regierug ist ersonnen, um die Rechte zu sichern. Die Rechte des Menschen sind Freiheit und eine gleiche Beteiligung an den Erzeugnissen der Natur.

4. Die Wohltat der Regierten ist oder sollte sein, also der Ursprung der Regierung: Niemand besitzt irgendwelche Autorität, die ihm nicht ganz ausdrücklich vom Willen der Regierten übertragen worden ist.

5. Obgleich keine Regierung so schlecht ist als jene der Türkei, so ist dennoch keine einzige so gut als sie sein müßte. Die Mehrheit eines jeden Landes hat das Recht, ihre Regierung zu vervollkommnen und auszubauen. Die Minderheit des Landes darf sie bei diesen Absichten nicht stören; sie soll sich von der Mehrheit trennen und ihre eigene Regierungsform nach ihrer eigenen Ansicht bilden.

6. Jeder hat das Recht, in gleicher Weise an den Vorteilen und an den Lasten der Regierung beteiligt zu sein. Irgendwelche Unfähigkeit oder Unmöglichkeit, seine Meinung zu äußern, hat allein schon durch deren Vorhandensein schamlose Tyrannei auf Seiten der Regierung und unwissende Sklaverei auf Seiten der Regierten im Gefolge.

7. Die Rechte des Menschen im gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft sind lediglich zu schützen vor einem gewissen Grad der Beschränkung, die von den Schändern jener Rechte ausgeübt wird. Der Erduldende hat ein Anrecht darauf, daß der Grad der Beschränkung so geringfügig ausfällt, als dies nur irgend möglich ist.

8. Als einfacher Beweis für die Unredlichkeit irgend eines Antrages dürfte anzusehen sein, wenn er durch Macht erzwungen werden muß, anstatt daß man durch Vernunftsgründe zu seiner Annahme überredet. Kann die Regierung nicht durch Vernunft gestützt werden, so kann sie durch List und Schwindelei noch viel weniger gestützt werden.

9. Kein Mensch hat das Recht, den öffentlichen Frieden durch persönlichen Widerstand gegen die Ausübung des Gesetzes zu stören, auch dann nicht, wenn dieses Gesetz schlecht ist. Er soll sich darein fügen, jedoch zur selben Zeit die äußersten Kräfte seines Verstandes und seiner Geistesgaben gebrauchen, um die Beseitigung dieses Gesetzes zu fördern.

10. Der Mensch muß das Recht haben, in einer bestimmten Art und Weise zu handeln, eine es seine Pflicht werden kann. Er darf, bevor er muß.

11. Der Mensch hat das Recht, so zu denken, wie seine Vernunft ihn leitet; es ist eine Pflicht, die er sich selbst schuldig ist, in unbehinderter Freiheit zu denken, damit er aus Ueberzeugung handeln kann.

12. Der Mensch hat das Recht zu uneingeschränkter Freiheit des Forschens und des Untersuchens. Unwahrheit ist ein Skorpion, der sich selbst tot sticht.

13. Der Mensch hat nicht allein das Recht, seine Gedanken auszusprechen, sondern er hat die Pflicht, es zu tun.

14. Kein Gesetz hat das Recht, die Menschen abzuschrecken, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit zu üben. Der Mensch soll die Wahrheit sprechen bei welcher Gelegenheit es auch immer sei. Eine Pflicht kann niemals ein Verbrechen sein; und was nicht verbrecherisch ist, kann folgerichtig auch nicht schädlich sein.

15. Das Gesetz kann nicht das zu einem Verbrechen machen, was seiner Natur nach tugendhaft, harmlos oder unschuldig ist, ebensowenig wie es das, was seiner Natur nach verbrecherich ist, zu etwas Harmlosen machen kann. Die Regierung kann kein Gesetz machen; sie kann nur verkünden und entscheiden wie das Gesetz vor seiner Neubildung beschaffen war; zum Beispiel: die Sitte rührt von den unvergänglichen Beziehungen der Dinge zu einander her.

16. Das gegenwärtige Geschlecht kann nicht die Nachwelt binden und verpflichten: die Wenigen können nicht etwas geloben für die Vielen.

17. Kein Mensch hat das Recht, etwas Unredliches oder Uebles zu tun, selbst wenn es gut ausgehen kann.

18. Das Zweckdienliche und Ratsame ist in den Sitten (also in der Moral-Anschauung) unzulässig. Politik führt nur dann zur Gesundung, wenn sie ausgeübt wird innerhalb der Grundsätze höherer Sittlichkeit: sie ist tatsächlich das Sittengesetz des Volkes.

19. Der Mensch hat nicht das Recht, seinen Mitmenschen zu töten. Es ist keine Entschuldigung, wenn er es in Uniform tut: er fügt zu der Schändlichkeit der Knechtschaft auch noch das Verbrechen des Mörders.

20. Jeder Mensch, welches auch immer sein Heimatland sein mag, hat an einem Platze dieselben Rechte wie jeder andere — die Rechte der allgemeinen Weltbürgerschaft.

21. Die Regierung eines Landes muß jeglicher Meinung gegenüber vollkommen unparteiisch sein. Religiöse Zwistigkeiten, die blutigsten und bösartigsten von allen, haben ihren Ursprung in der Parteilichkeit.

22. Eine Vollmachts-Inhaberin, die diese Vollmacht von den Individuen nur zu dem Zwecke erhalten hat, deren Rechte zu schützen, hat damit keineswegs auch die Macht übertragen bekommen, die Meinungs-Aeußerungen jener Individuen zu unterdrücken.

23. Der Glaube ist unwillkürlich; nichts Unwillkürliches ist verdienstlich oder tadelnswert. Seines Glaubens wegen darf kein Mensch für schlechter oder besser angesehen werden.

24. Christ, Deist, Türke und Jude haben gleiche Rechte: sie sind Menschen und Brüder.

25. Wenn die religiösen Anschauungen einer Person mit Eurer eigenen auch nicht übereinstimmen, so liebt ihn nichtsdestoweniger. Wie verschieden würden die Euren geworden sein, hätte ein Zufall der Geburt Euch in die Tatarei oder nach Indien versetzt!

26. Diejenigen, die da glauben, daß der Himmel dasselbe ist, was die Erde gewesen ist, ein Vorrecht in den Händen weniger Begünstigten, würden gut tun, ihre Ansicht reiflich zu überdenken; wenn sie finden, daß diese Meinung von ihrem Pfaffen oder von ihrer Großmutter herkommt, so könnten sie nichts Besseres tun, als sie zu verwerfen.

27. Kein Mensch hat das Recht, für irgendwelche andere Besitztümer geachtet zu werden als für die der Tugend und der Begabung. Titel sind Flitterkram, Macht ist ein Vergifter der Gesinnung, Ruhm ist ein Quark und übertriebener Reichtum eine Schmähschrift auf seinen Besitzer.

28. Kein Mensch hat das Recht, mehr an sich zu reißen, als er genießen und verdauen kann; was der Reiche dem Armen gibt, während zu gleicher Zeit Millionen sterben, ist nicht eine vollkommene Gnade, sondern ein unvollkommenes Recht.

29. Jeder Mensch hat das Anrecht an einem gewissen Anteil von Muße und Freiheit, weil es seine Pflicht ist, einen gewissen Grad von Kenntnissen zu erreichen. Er darf, bevor er muß.

30. Mäßigkeit des Körpers und des Geistes sind notwendig für alle, die frei sein wollen; weil ohne Mäßigkeit weder ein edles Gefühl der Menschenliebe das Herz bewegen kann, noch kühler und frischer, entscheidender Mut seinen Eingebungen zu folgen vermag.

31. Der alleinige Nutzen einer Regierung ist der, den Lastern des Menschen Einhalt zu gebieten. Wenn der Mensch heute unfähig eines Verbrechens würde, so hätte er morgen das Recht, zu fordern, daß die Regierung und mit ihr alle Uebel, die sie im Gefolge hat, zu beseitigen sind.

Mensch! Du, dessen Rechte hier klargestellt sind, sei länger nicht gleichgültig gegenüber der Erhabenheit Deiner Bestimmung. Gedenke Deiner ewigen Rechte, Deiner unveräußerlichen und unverfälschbaren Besitztümer, die Dir Tugend und Weisheit verbürgen, mit deren Hilfe Du aufzusteigen vermagst zur Glückseligkeit und zur Freiheit. Sie sind niedergeschrieben für Dich von einem, der Deine Würde kennt, dessen Herz zu jeder Stunde hoch schlägt in edlem Stolze bei der Betrachtung dessen, das Du erreichen könntest; von einem der nicht gleichgültig ist gegenüber Deiner Entartung und dem in jedem Augenblick seines Daseins die schmerzhafte Ueberzeugung zugetragen wird von dem, was Du heute in Wahrheit bist.

Erwache! — Erhebe Dich! —
oder falle für ewig.

„Wirklich letztklassig“

Es wird vielleicht schon wer sich gefragt haben, wird je noch etwas von Gernot Blümel erzählt werden, wird diese Figur je noch einmal in einem Kapitel vorkommen. Ja, aber es ist wenig, fraglich, ob dafür ein eigenes Kapitel gerechtfertigt ist.

Am 20. September 2026 hatte sie einen Auftritt, in der Sendung „Das Gespräch“, und alle von ihr in dieser Sendung getätigten Aussagen sind in einem einzigen Satz, den sie selbst in dieser Sendung sagte, faßbar, mehr ist von ihr nicht mehr zu erzählen:

Also ich finde, den Frame, den Sie jetzt versuchen, der ist wirklich letztklassig.

„Letztklassig“ dürfte ihm, Gernot Blümel, wohl auch sein unmittelbar davor von Susanne Schnabl angesprochenes „Salär“ gewesen sein, er, Gernot Blümel, also bloß noch ein Angestellter von Frank Gotthardt, der auch sein Medium entlohnt …

Es rechtfertigt kein eigenes Kapitel dafür, und es wird auch dadurch kein eigenes Kapitel, wenn von einem zweiten Satz aus dieser Sendung

Gefährliche Intelligenz: Bedroht die KI die Menschheit?

erzählt wird, den Susanne Schnabl einwarf:

Elon Musk ist Europäer

In Südafrika, in Kanada, in den Vereinigten Staaten von Amerika wird nun die Hochachtung für Europa unermeßlich steigen, zu erfahren, daß Elon Musk ein Europäer sei, und zugleich eingesehen werden, daß es nicht darauf ankommt, wo wer geboren, wo wer sein Leben verbringt, wo wer, wie es so schön heißt, sozialisiert, sondern wo die Ahnen sind, alles, was wen, wie es gar schön heißt, prägt, ist geprägt durch die Ahninnen. Das zu erkennen, das zu wissen, ist nur einem Menschen in Österreich gegeben, in Österreich, dem Land, in dem es seit jeher nur auf den Nachweis der Herkunft ankommt, in Österreich, in dem Land, und nur in dem Land kann ein solcher Nachweis erbracht werden. Und so hat Susanne Schnabl am 20. September 2026 den Nachweis erbracht, daß Elon Musk ein Europäer sei, wie es beispielsweise auf der Website „Ahnenforschung“ am 28. September 2026 sie bestätigend gelesen werden durfte:

Elon Musk. Geburtsort: 28. Juni 1971. Geburtsort: Pretoria. Geburtsland: Südafrika

Elon Musks Ahnenforschung beginnt bei seinem Vater Errol Musk (geboren 1946 in Südafrika).

Der Vater gab 2022 an, auf Elon Musk „nicht stolz“ zu sein, der Sohn hingegen beschrieb Errol als „schrecklichen Menschen“. Grund dafür ist möglicherweise auch, dass Errol Musk einst drei Menschen erschoss. Da es sich um bewaffnete Einbrecher handelte, wurde die Tat jedoch als Selbstverteidigung beurteilt und Errol Musk erhielt einen Freispruch.

Von 1970 bis 1979 war er verheiratet mit Maye Musk, der Mutter von Elon Musk. Sie beschrieb die Ehe im Nachgang als missbräuchlich und beschuldigte ihren Ex-Ehemann der häuslichen Gewalt. Zwei weitere Kinder zeugte Errol Musk mit Jana Bezuidenhout. Diese Beziehung machte vor allem aufgrund der familiären Beziehung Schlagzeilen: Bezuidenhout ist seine Stieftochter, die er kannte, seit sie vier Jahre alt war.

Ein deutlich besseres Verhältnis hat Elon Musk zu seiner Mutter, Maye Musk. Sie wurde 1948 als Maye Haldeman geboren. Mit sieben Jahren zog sie gemeinsam mit ihren Eltern aus Kanada nach Südafrika. Dort lernte sie in der High School ihren späteren Mann Errol kennen. Nach der Scheidung verdiente Maye Musk den Lebensunterhalt für sich und ihre drei Kinder mit dem Modeln und Nebenjobs in Forschungslaboren. Gleichzeitig war sie für einen Masterstudiengang in Ernährungswissenschaften eingeschrieben. 2017 wurde sie als ältestes Model der Firma Markenbotschafterin für die Kosmetikmarke CoverGirl. 2023 verlieh ihre ehemalige Universität ihr einen Ehrendoktortitel. Maye Musk arbeitet seit mehr als fünfzig Jahren als Model. Sie war unter anderem auf dem Cover der Magazine Vogue, Times und Sports Illustrated abgebildet. Zudem verfasste sie mehrere Bücher über Ernährung und unterrichtete das Fach an der Universität Toronto.

Die Ahnenforschung führt Elon Musks Linie mütterlicherseits auf die Familie Haldeman zurück. Sein Großvater Joshua Norman Haldeman wurde 1902 im US-amerikanischen Minnesota geboren. Er war Chiropraktiker, Landwirt und Pilot. In Amerika war Haldeman ein politischer Aktivist, in den Fünfzigerjahren zog er nach Südafrika. Dort unterstützte er die Apartheid, verbreitete Verschwörungstheorien und starb 1974 bei einem Flugzeugabsturz.

Maye Musk erwähnt in ihren Memoiren, die Familie ihres Vaters sei im 18. Jahrhundert aus der Schweiz ausgewandert. Mithilfe der Ahnenforschung lässt sich diese Geschichte bis ins Jahr 1544 zurückverfolgen. Damals wurde Bartholomeus Haldimann in Eggiwil (Kanton Bern) geboren.

Bartholomeus Haldimanns Nachfahren traten später von der Staatskirche zu den Täufern über. Diese christliche Glaubensgemeinschaft lehnt unter anderem die Kindestaufe und den Kriegsdienst ab. Sie wurden aus religiösen Gründen verfolgt und wanderten daher nach Amerika aus. Das erste dort geborene Familienmitglied war laut der Ahnenforschung John Haldeman. Drei Generationen später folgte auf ihn ein weiterer John Haldeman mit dem Zweitnamen Elon – der Urgroßvater Elon Musks, nach dem dieser benannt wurde.

Auf der väterlichen Seite konnte die Ahnenforschung für Elon Musk niederländische und englische Wurzeln nachweisen. Eine von Errol Musks Großmüttern war Niederländerin. Seine Eltern sind eine Engländerin und ein englischstämmiger Südafrikaner. Errol Musks Vater Walter Henry J. Musk diente im zweiten Weltkrieg. Er war der Sohn eines englischen Maurers, der vermutlich um die Jahrtausendwende nach Südafrika auswanderte. Im Jahr 1891 lebte er noch mit seiner Frau und seinen Kindern in Tottenham, England. Ab dem Jahr 1901 konnte die Ahnenforschung einen Wohnsitz in Pretoria nachweisen – wo siebzig Jahre später Elon Musk geboren wurde.

Soher würde fast ein eigenes Kapitel doch gerechtfertigt sein, wenn noch über die Sendung „Das Gespräch“ vom 27. September 2026 erzählt werden würde, deren Anlaß ein Ja-Nein-Ja-und-vielleicht-bald-wieder-Nein-Mann war, aber das Letzte, was von diesem Establishmentmann zu erzählen wäre, hat dieser selbst in der Nachrichtensendung unmittelbar davor von sich erzählt, wovor er nicht zurückscheuen würde, der Parteivorsitzende solle seine Fraktion in der Regierung führen, er würde also den Vizekanzler, aber auch den Finanzminister oder andere Minister machen …

A gift to the identitarians

Nun will er also, der Ja-Nein-Ja-Mann, doch wieder einmal Parteivorsitzender der SPÖ werden, aber, wie es sich für einen Ja-Nein-Ja-und-vielleicht-bald-schon-wieder-Nein-Establishmentmann gehört, er, Gerhard Zeiler, dürfte aber die Mühe scheuen, die Stimmen der einfachen Mitglieder der SPÖ dafür zu gewinnen, er will, wie es für einen Establishmentmann der einzige akzeptable Weg nur sein kann, er soll vom Establishment der Partei den einfachen Mitgliedern der Partei als Parteivorsitzender vorgesetzt werden, und die, die einfachen Mitglieder, haben ihm dann zu applaudieren, zu folgen.

Jedenfalls so stellt der Ja-Nein-Ja-Zeiler es sich vor, die einfachen Mitglieder sind auf Abstand zu halten, der Kontakt mit den einfachen Mitgliedern ist auf ein Minimum zu beschränken, die einfachen Mitglieder sind in einem Riechabstand zu halten, er, der Establishmentmann, oben auf dem Podium, sie, die einfachen Mitglieder, unten im Saal ihm zum Zuklatschen beordert, wofür er ihnen, den einfachen Mitgliedern, von seinem erhöhten Platz zuzuwinken stets großzügig bereit ist, als einziger für ihn denkbarer und vorstellbarer Kontakt mit der Basis.

Das ist die Essenz der Auslassungen, von ihm unterstützenden Establishmentmann Peter Pelinka in der heutigen Nachrichtensendung, 26. September 2026, auf „Österreich 1“:

Zu Gast der Journalist Peter Pelinka, er unterstützt Zeiler bei der Kandidatur zum SPÖ-Vorsitz. Pelinka läßt durchklingen, daß die mächtige Wiener Landespartei Zeile unterstützt, und er geht davon aus, daß die Kandidatur vom Parteivorstand ohne langes Unterschriften sammeln unter Parteimitgliedern entschieden wird. Wieso er Zeiler für den Richtigen hält, um die SPÖ aus dem Umfragetief von rund 15 % zu führen, dazu sagt Pelinka:

Aus zwei Gründen. Er ist erstens ein äußerst kommunikativer Mensch, ein sehr sympathischer Mensch. Und das zweite ist ja, er hat die richtigen Rezepte, aus meiner Sicht, wie die SPÖ sich künftig verstärkt positionieren muß. Ich sage aber gleich dazu, das ist keine Revolution, gar kein Putsch, sondern da bewirbt sich einfach ein sehr qualifizierter Kandidat um die Parteivorsitzstellung. Er wird sicher symbolisieren, einen ganz wesentlichen Punkt, der sich in der künftigen allfälligen Wahlkampfführung positionieren wird, er wird Österreich zukunftsfit und zukunftsfroh machen können.

Interviewer: Das haben andere auch schon versprochen.

Peter Pelinka: Ja, aber er wird’s halten.

Interviewer: Ihm trauen Sie es zu?

Peter Pelinka: Ja.

Interviewer: Traut ihm die Partei zu?

Peter Pelinka: Das werden wir sehen.

Interviewer: Als Entscheidendes in diesem Wahlpoker gilt die Unterstützung von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Hat sich Zeiler da rückversichert, hat er die Unterstützung der Wiener?

Peter Pelinka: Das müssen Sie ihn im Detail fragen. Er hat sicher Gespräche geführt. Und für mich ist auch ein wesentliches Indiz, daß die entscheidende Vertraute von Michael Ludwig, Doris Bures, kürzlich in einem Interview gesagt hat, mit 15 % in Umfragen kann man nicht zur Tagesordnung übergehen.

Interviewer: Wenn Sie als Parteiinsider von Indizien sprechen, aus der Partei, könnte ich das so interpretieren, die Wiener machen zumindest freundliche Nasenlöcher.

Peter Pelinka: So können Sie das interpretieren.

Interviewer: Laut Parteistatut stehen Zeiler zwei Wege an die SPÖ-Spitze offen, entweder er sammelt rund 15.000 Unterschriften von Parteimitgliedern, zehn Prozent aller Parteimitglieder wären das, oder er schafft es, im Parteivorstand nominiert zu werden. Welchen Weg wird er wählen?

Peter Pelinka: Das müssen Sie im Detail ihn fragen.

Interviewer: Aber haben Sie die Manpower, um fünfzehntausend Unterschriften zu sammeln in drei Monaten, glaube ich.

Peter Pelinka: Ich glaube ehrlich gesagt, daß sich in der nächsten Zeit weisen wird, daß der öffentliche Druck auch in der Partei so stark wird, daß sich auch der Parteivorsitzende, der ein strategisch kluger Mann ist, sehen wird, es ist besser, er zieht sich zurück.

Interviewer: Das heißt, Sie setzen auf einen Beschluß des Parteivorstandes und einen Sonderparteitag?

Peter Pelinka: So ist es.

Wenn, so Peter-Details-weiß-ich-nicht-Pelinka, auf das Establishment in der Partei gesetzt wird, weil er, Zeiler, nicht fünfzehntausend Stimmen für sich zu gewinnen imstande sein wird, wie soll er, Zeiler, dann Millionen Stimmen zu gewinnen imstande sein, in einer Wahl, in der nicht nur das Establishment seiner Partei wählen werden wird? Er, Zeiler, mag das „richtige Rezept“ haben, um vom Establishment seiner Partei in den Parteivorsitz gehoben zu werden, aber das ist ein äußerst dünnes Rezeptbuch, genauer, ein Rezeptbuch mit einer einzigen halbgefüllten Seite …

Ein Ja gab es von Gerhard Zeiler schon einmal, vor zehn Jahren, mit einem sogleich darauffolgenden Nein, und nun gibt es wieder ein Ja, dem wieder ein Nein folgen kann, wenn das Establishment der Partei doch nicht sein Rezept ausprobieren will.

Abgesehen davon, würde Gerhard Zeiler ein Geschenk an die Establishmentpartei FPÖ sein,

a gift to the identitarians, nicht nur deswegen, weil sie als

the establishment party of the identitarians genüßlich gesinnungsgemäß ausschlachten würde,

die SPÖ, die ihr eine der Systemparteien ist, hieve einen Establishmentmann an ihre Spitze,

sondern auch, weil mit Gerhard Zeiler ihr, der identitarian patriotic party,

einr zweiter Koalitionsast wüchse, sie dann, es komme ja auf sie und nicht auf die SPÖ an, so einst Zeiler, entscheiden könne, mit wem sie eine Bundesregierung eingehen wolle, je nach dem, wer ihr für ihre eigene Zukunft „zukunftsfroher“ dienlicher erscheinen werde, Gerhard Zeiler oder Christian Stocker, von dem Peter Pelinka das hübsche Wort „zukunftsfroh“ …

Nun kann es nur „zukunftsfit und zukunftsfroh“ mit Österreich werden, schreibt doch Gerhard Zeiler schon so lange, so lange an seinem richtigen Rezeptbuch, diskutierte es etwa ein Jahr lang mit einem, einig mit diesem darin, was für Österreich und die SPÖ an Veränderung not, ließ es, als wäre es ein Speck, zehn Jahre lang abhängen, um es jetzt aus der Selchkammer, als wäre diese eine Denkkammer …

Einen Einblick, wie es unter Establishmentmännern zugeht, gibt das Interview von Gerhard Zeiler vom Mai 2016, über das im Morgenjournal vom 13. Mai 2016 berichtet wird, mit zitierten zeilerischen Aussagen im Originalton aus seinem ZIB2-Interview:

Zeiler gegen Pauschalausschluss der FPÖ Nachdem Hans Niessl gestern bekanntgegeben hatte, dass auch die SPÖ-Burgenland für Christian Kern votiert, hat Gerhard Zeiler seine Bereitschaft, für das Amt des Bundesparteivorsitzenden zu kandidieren, zurückgezogen. In der Zib2 hat der Medienmanager dennoch eine zentrale Frage der SPÖ-Strategie angesprochen: der pauschale Ausschluss der Zusammenarbeit mit der FPÖ sei falsch – jede Parteienkoalition müsse an Inhalten gemessen werden. Was die FPÖ betrifft, ist für Zeiler die Europafrage entscheidend.

Gerhard Zeiler: Eines ist klar, Es wird niemand in der Sozialdemokratie eine Koalition mit einer FPÖ machen, die sich nicht voll und ganz zu Europa bekennt. Warum nicht? Weil, wenn wir aus der EU austreten, dann treten wir auch aus dem EURO aus, das ist für ein Exportland und für ein Tourismusland wirklich der größte Schaden, den man sich vorstellen kann. Nicht auf die SPÖ kommt es so sehr an, es kommt auf die FPÖ an, ob sie jemals mit der SPÖ auf Bundesebene koalitionstauglich sein wird.

Interviewerin: Das heißt aber, die SPÖ sollte für sich Bedingungen definieren, unter denen sie Koalitionen eingeht, aber nicht eine Partei per se ausschließen?

Gerhard Zeiler: Aber das ist doch das Natürlichste auf der Welt, das macht man ja, die Umstände …

Interviewerin: Aber es gibt einen Parteitagsbeschluß, der die FPÖ als Partei ausschließt und nicht unter inhaltlichen Bedingungen.

Gerhard Zeiler: Den habe ich auch immer schon als falsch empfunden.

Moderator: Zeiler macht auch klar, daß er mit Kern schon seit längerem einig darin war, daß die Zukunft der SPÖ nur mit einem radikalen Neustart möglich sei, und dazu sei ein Führungswechsel unbedingt nötig.

Gerhard Zeiler: Einer der ersten, mit denen ich darüber geredet habe, ist Christian Kern. Und wir sind seit einem Jahr in Diskussion darüber. Wir hatten beide eine Rolle zu spielen. Wir waren beide uns einig, daß diese Veränderung für das Land und für die SPÖ notwendig ist. Ich hätte, wäre am Parteitag noch einmal Werner Faymann angetreten, als Gegenkandidat aufgetreten. Jetzt ist es nicht notwendig, Werner Faymann ist zurückgetreten, und der Christian Kern hat meine volle Unterstützung.

Alfons Riedel war kein Oskar Werner

Es ist nicht mehr weithin zum österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober 2026, an dem wieder Kränze zum äußeren Burgtor, zum Einlaß auf den Heldenplatz geschleppt werden, zum „zentralen Gedächtnisort Österreichs“, wie dieser auf der Website bezeichnet wird, deren „Eigentümer und Herausgeber Bundesministerium für Landesverteidigung“ …

Auch in Deutschland gibt es einen „zentralen Gedächtnisort“, über den beispielsweise auf der Website „Berlin.de — Das offizielle Hauptstadtportal“ zu lesen ist:

Die Neue Wache an der Straße Unter den Linden erinnert als Zentrale Gedenkstätte in Deutschland an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Käthe Kollwitz Skulptur erinnert an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Nachdem die Wache im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, ließ die DDR-Führung das Gebäude rekonstruieren und im Jahre 1960 zu einem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und des Militarismus umgestalten. Im Innern brannte eine „Ewige Flamme“ über den Urnen eines unbekannten KZ-Häftlings und eines unbekannten Soldaten. Seit 1993 befindet sich im Innern die Skulptur „Mutter mit totem Sohn“ von Käthe Kollwitz und erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Größer kann der Unterschied zwischen dem „zentralen Gedächtnisort“ in Wien und der „zentralen Gedächtnisstätte“ in Berlin nicht sein, wie bereits erzählt wurde,

der nicht zugunsten Wiens ausfällt …

Von Alfons Riedel mit seinem im frass’schen Krieger, der nach wie vor am zentralen Gedächtnisort in Österreich liegt, versteckten Brief ist doch und noch zu erzählen, von dem Brief, über den auf der vom Bundesministerium für Landesverteidigung verantworteten Website nichts zu erfahren ist, sondern lediglich von dem im frass’schen Krieger versteckten frass’schen Schreiben, wie am 24. September 2026 zu lesen ist:

Entstehungsgeschichte
Das Ehrenmal ist sichtbarer Ausdruck einer neuen Erinnerungskultur im Österreichischen Bundesheer. Seit seiner Gründung im Jahr 1955 fand das militärische Totengedenken an der Skulptur des Toten Kriegers in der „Krypta“ des 1934 errichteten Heldendenkmals im Äußeren Burgtor statt. 2012 wurde in dieser Skulptur ein verborgenes Dokument aufgefunden. Der Bildhauer Wilhelm Frass hatte darin seiner nationalsozialistischen Gesinnung Ausdruck verliehen. Dadurch stand die „Krypta“ im Widerspruch zu den Werten des Österreichischen Bundesheeres, denn der Schutz von Demokratie und Menschenrechten bestimmt auch dessen Traditionspflege. Als Konsequenz wurde das militärische Totengedenken am Nationalfeiertag und zu Allerseelen in der „Krypta“ eingestellt. Nach einer Zwischenlösung wurde das neue Ehrenmal in der Ehrenhalle des Heldendenkmals errichtet und am 26. Oktober 2019 seiner Bestimmung übergeben. Parallel dazu erläutern eine Tafel und eine Ausstellung in der „Krypta“ den historischen Hintergrund für die Realisierung dieses neuen Gedenkortes. Dieser Ort verleiht zugleich dem Bekenntnis zu einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Traditionspflege Ausdruck.
Gestaltung
Zentrales Element des Ehrenmales ist das Hoheitszeichen – ein weißes Dreieck, eingeschrieben in einem roten Kreis. Das Hoheitszeichen versinnbildlicht die gesellschaftliche Verantwortung des Österreichischen Bundesheeres sowie seine Aufgaben und Leistungen – militärische Landesverteidigung, Schutz der demokratischen Freiheiten und der staatlichen Einrichtungen, Hilfe bei Katastrophen sowie Friedenssicherungsoperationen im Ausland
„SICHERHEIT.“ – „EINSATZ.“ – „FRIEDE.“ – diese Begriffe auf dem Ehrenmal verweisen auf den Auftrag des Österreichischen Bundesheeres zur Wahrung von Frieden in demokratischer Freiheit.
Die miteinander verbundenen Platten aus Streckmetall symbolisieren einerseits das Zusammenwirken und die gelebte Gemeinschaft im Österreichischen Bundesheer und dessen Verankerung in der Gesellschaft. Andererseits veranschaulicht die unterschiedliche Neigung der Platten das breite Leistungsspektrum und die praktizierte Diversität innerhalb des Österreichischen Bundesheeres.
Inschrift
Die Widmung „ÖSTERREICHISCHES BUNDESHEER – GEDENKT ALLER, DIE IN AUSÜBUNG DES DIENSTES IHR LEBEN GELASSEN HABEN“ erweist zum einen allen Angehörigen des Österreichischen Bundesheeres, die in Dienst und Einsatz ihr Leben verloren haben, ein ehrendes Gedenken. Zum anderen richtet sie sich an alle Besucher dieses Ehrenmals und bindet sie in das Gedenken ein.

Das also ist die Inschrift am zentralen Gedächtnisort Österreichs in Wien, und das ist die Inschrift an der zentralen Gedächtnisstätte Deutschlands in Berlin

Die neue Wache ist der Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Wir gedenken der Völker, die durch Krieg gelitten haben. Wir gedenken ihrer Bürger, die verfolgt wurden und ihr Leben verloren. Wir gedenken der Gefallenen der Weltkriege. Wir gedenken der Unschuldigen, die durch Krieg und Folgen des Krieges in der Heimat, die in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind. Wir gedenken der Millionen ermordeten Juden. Wir gedenken der ermordeten Sinti und Roma. Wir gedenken aller, die umgebracht wurden wegen ihrer Abstammung, ihrer Homosexualität oder wegen Krankheit und Schwäche. Wir gedenken aller Ermordeten, deren Recht auf Leben geleugnet wurde. Wir gedenken der Menschen, die sterben mußten um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen. Wir gedenken aller, die Opfer der Gewaltherrschaft wurden und unschuldig den Tod fanden. Wir gedenken der Frauen und Männer, die im Widerstand gegen die Gewaltherrschaft ihr Leben opferten. Wir ehren alle, die eher den Tod hinnahmen, als ihr Gewissen zu beugen. Wir gedenken der Frauen und Männer, die verfolgt und ermordet wurden, weil sie sich totalitärer Diktatur nach 1945 widersetzt haben.

Es hat zwar etwas von Ehrlichkeit, wenn das Schreiben von Alfons Riedel, das als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ angesehen wird, auf der Website der österreichischen Landesverteidigung keine Erwähnung findet, denn der Soldateska geht es, auch wenn der „Friede“ als ihr „Auftrag“ vorgeschoben wird, nicht um Frieden, sondern vor allem auch um die Bewahrung des Mannes Ideal: Held —

Wenn auf der Website des österreichischen Verteidigungsministeriums gar so betont von „Traditionspflege“ des österreichischen Bundesheeres geschrieben wird, ist es hoch an der Zeit, die „Tradition“ und deren „Pflege“ des österreichischen Bundesheeres endlich umfassend zu durchleuchten …

Es mag nicht wenigen das Schreiben von Alfons Riedel als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ erscheinen,

Als Mitarbeiter an dem toten Krieger hat mir das Erlebnis des großen Krieges als Jugendlicher im Hinterland, mit all seinem Heroismus und Schrecken, den nachhaltigsten Eindruck gemacht und hege ich in voller Erkenntnis der heroischen Größe des Kampfes der deutschen Nation um ihr Lebensrecht nur einen Wunsch, der bisher leider nur Wunsch von Generationen war und geblieben ist:
„ Ich wünsche, daß künftige Generationen unseres unsterblichen Volkes nicht mehr in die Notwendigkeit versetzt werden, Denkmäler für Gefallene aus gewaltsamen Auseinandersetzungen von Nation zu Nation errichten zu müssen. “
Alfons Riedel
Bildhauer
Wien im April 1935

Weshalb aber Alfons Riedel den „Wunsch“ in Anführungszeichen setzte, das könnte als seine Distanzierung von diesem Wunsch gelesen werden, als Ausdruck dafür, daß es nicht sein Wunsch — einerlei, was er in seinem Brief über „Heroismus“, „heroische Größe des Kampfes der deutschen Nation“ mit seinen Anführungszeichen ausdrücken wollte, festzuhalten ist hierzu, er, Alfons Riedel trat nur wenige Jahre später der NSDAP bei, deren Gesinnung und Begehren einzig Kampf, Krieg, Mord, Gefallene … Vielleicht schwebten ihm, Alfons Riedel, künftige Denkmäler bloß noch für Sieger, Heroen der deutschen Nation vor, und so einer wollte er selbst wohl auch an der Ostfront werden, und wurde doch nur ein Kriegsgefangener … Wäre es ihm, Alfons Riedel, ernst gewesen, was er in seinem als „Friedensbotschaft“, als „pazifistisches Schreiben“ verkauften Brief schrieb, er hätte es beispielsweise einem Oskar Werner gleichtun können, also nicht der Kriegs- und Massenmordpartei beizutreten, also nicht als Soldat in einem Eroberungskrieg sich zu verdingen, sondern zu desertieren, wie Oskar Werner, der „Lieblingsschauspieler“ von einem, dessen zurzeitiges Lieblingswort „Remigration“ ist, von dem je nicht zu erwarten war, daß ihm Oskar Werner sein „Lieblingsschauspieler“ …

Alfons Riedel, viel ist über ihn nicht zu erfahren, etwa auf der Website „Wien Geschichte Wiki“ ist am 24. September 2026 lediglich das zu lesen:

Alfons Riedel, * 31. Juli 1901 in Wien, † 1. April 1969 in Wien, Bildhauer. Riedel, der während des Ständestaats den damals illegalen Sozialdemokraten angehörte, war ein Mitarbeiter von Wilhelm Frass und legte vor der endgültigen Montage des Denkmals des toten Soldaten am Äußeren Burgtor der von Frass in einer Mulde im Sockel des Denkmals mit einem pronationalsozialistischen Schreiben deponierten Blechkapsel im April 1935 einen pazifistischen Text bei, in dem er den Wunsch äußerte, dass spätere Generationen „nicht mehr in die Notwendigkeit versetzt werden, Denkmäler für Gefallene aus gewaltsamen Auseinandersetzungen von Nation zu Nation errichten zu müssen“.

Wien Geschichte Wiki. 24. September 2026. Diese Seite wurde zuletzt am 17. Juni 2025 um 14:53 Uhr bearbeitet.

Dabei, was kann nicht alles über Alfons Riedel erzählt werden.

Etwa das, daß er ein Schüler von Josef Müllner, der seit kurzem gesäubert und herausgeputzt auf dem Karl-Lueger-Platz steht, gewesen ist.

Etwa das, daß er mit Wilhelm Frass in der Türkei war, in der Türkei, in der damals noch andere aus Österreich Arbeit fanden, ihre Arbeit, zu der sie am besten befähigt, Diener starker Männer …

Etwa das, daß von ihm wie von Frass, von Müllner, von Eisenmenger u. a. m. Werke im sogenannten öffentlichen Raum Wiens nach wie vor herumstehen, aufgemalt … Wer zum Beispiel im Stadtkino im Künstlerhaus einen Film sieht, hat nicht nur die Leinwand im Blick, sondern auch seine Mahagonimasken, links und rechts dazu die Wandbilder von Rudolf Hermann Eisenmenger und Rudolf Holzinger. Eisenmenger schuf 1955 den heute versteckten Eisernen Vorhang, Rudolf Holzinger war über ein Jahrzehnt zuvor beim Schaffen des Kartons für das arisierte Ronacher dabei. Ob der von Holzinger mitausgeführte Eiserne Vorhang noch zu sehen ist, wurde nicht nachgeprüft, wird soher nicht gewußt, was in der Staatsoper aber noch in den Pausen genossen werden darf, das wird gewußt, die Tapeten von Eisenmenger.

Da Franz Kralicek 1943 starb, konnte er den Vorhang für das arisierte Ronacher nicht fertigstellen, so wurden Rudolf Holzinger, Max Frey und Günther Baszel beauftragt mit der Finalisierung des Kartons mit 26 Figuren und einem Wagner-Zitat: „Ehrt eure deutschen Meister“.

Von Franz Kralicek ist heutigentags noch in der Faulmanngasse sein Sgraffito zu sehen, mit dem Spruch: „Es gibt nur einen Adel, den Adel der Arbeit“. Was lediglich abgeschlagen wurde, ist der Name des Österreichers, dem dieses Zitat damals zugeschrieben wurde. Auch ein Beispiel dafür, daß die Gesinnungsgemeinschaft dieses Österreichers nur zu einem befähigt war, massenhaft zu stehlen.

Im Wildganshof im dritten Wiener Gemeindebezirk ist heutigentags noch das Terrakottarelief „Pflügender Bauer“ von Alfons Riedel zu sehen, das einst mit dem nun verräumten Spruch „Wir reden nicht, sondern handeln“ versehen war, stolz verziert mit dem Namen des österreichischen Sprücheklopfers.

Wie sie mit ihrem sie anführenden Österreicher „handelten“, ist bekannt, wie sie, die heutigentags nur „reden“, „handeln“ werden, wird sich im vollen Ausmaß erst bitter herausstellen —

Und danach, danach, nach dieser jetzt noch nur herbeigeredeten Marschoffensive, wird es wieder heißen, es war bloß Idealismus, nacktreiner Idealismus …

Dieser Spruch „Wir reden nicht, sondern handeln“ prangt zwar nicht mehr unter dem pflügenden Bauern des Alfons Riedel, aber gesagt wird dieser auch heutigentags sehr gerne; ein Spruch ist ein Spruch ist ein bedenkenloser Spruch, außer, dieser ist ein Spruch, der wird von gewissen Menschen mit einem bestimmten Gesinnungshintergrund verwendet.

Und zum riedelschen pflügenden Bauern noch der riedelsche Anton Wildgans im Wildganshof — Anton Wildgans, was für ein Lyriker.

Etwa das, daß Alfons Riedel von Oktober 1961 bis November 1965 Präsident des Künstlerhauses war, das Rudolf Hermann Eisenmenger von 1939 bis 1945 auch war.

Etwa das, daß für Alfonds Riedel auf den „Krieg folgten der Preis des Unterrichtsministeriums, der Professorentitel und das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.“

Etwa das:

Am 1. Jänner 1941 trat er der NSDAP bei, nachdem er im Jahr 1940 zumindest zweimal erfolglos versucht hat, einen öffentlichen Auftrag an Land zu ziehen. Von 1942 bis 1945 war er an der Front – irgendwo „im Osten“, wie er in einem Feldpostbrief an seine Kollegen vom Künstlerhaus schrieb. Nach Kriegsende war Riedel ein halbes Jahr in russischer Kriegsgefangenschaft. Bereits im Dezember 1945 verbürgte sich der damalige Künstlerhaus-Direktor Karl Maria May für Riedel: In einer eidesstattlichen Erklärung erläuterte er, dass dieser der NSDAP „nur aus wirtschaftlichen Gründen beigetreten [ist]. Sein Verhalten gegenüber anders Gesinnten war stets freundschaftlich und hilfsbereit, in jeder Weise.“

Karl Maria May, Präsident des Künstlerhauses von 1945 bis 1954, also erklärte eidesstattlich, das Verhalten von Alfons Riedel sei gegenüber anders Gesinnten stets freundschaftlich und hilfsbereit, in jeder Weise gewesen. Ein anders Gesinnter muß demnach Karl Maria May das NSDAP-Mitglied Alfons Riedel erschienen sein, ist doch von einer NSDAP-Mitgliedschaft des Karl Maria May nicht in Erfahrung zu bringen. Über Karl Maria May gibt es auf „Wien Geschichte Wiki“ diese am 24. September 2026 gelesene Auskunft:

Karl Maria May verbrachte seine Jugend in St. Pölten, besuchte die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und die Akademie der bildenden Künste (bei Rudolf Bacher) und erhielt 1912 ein Romstipendium. Von 1914 bis 1918 und 1941/1942 nahm er als Offizier am Ersten und am Zweiten Weltkrieg Teil. May war ab 1928 Mitglied und vom 26. April 1945 bis zum 16. Juni 1954 Präsident des Künstlerhauses (Leitung der Wiederherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg, Eröffnung des Künstlerhauskinos). Von ihm stammt ein Porträt Theodor Körners. Er war Professor (1946). May malte ursprünglich religiöse Kompositionen, dann Porträts, Landschaften und Genre.

Wien Geschichte Wiki. 24.September 2026. Diese Seite wurde zuletzt am 8. August 2025 um 17:20 Uhr bearbeitet.

Darüber hinaus ist über Karl Maria May doch und noch zu erfahren, am 24. September 2026, in der „Wikipedia“, jedoch in der englischsprachigen Ausgabe, in der deutschsprachigen Wikipedia gibt es keinen Artikel zu Karl Maria May:

Es gibt einen weiteren Raum am zentralen Gedächtnisort Österreichs, den „Weiheraum“, zu dem am 24. September 2026 auf der Website des Landesverteidigungsministeriums zu lesen ist:

Weiheraum für den österreichischen Widerstand 1965

Am 27. April 1965, 20 Jahre nach der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, wurde im linken Flügel des Äußeren Burgtors der Weiheraum für die Opfer des österreichischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus eröffnet (Architekt: Robert Kramreiter).

Der schwarze Marmorblock mit dem Staatswappen auf der Oberseite trägt die Inschrift „IM GEDENKEN AN DIE / OPFER IM KAMPFE / FÜR ÖSTERREICHS FREIHEIT“.

Das also ist eine weitere Inschrift am zentralen Gedächtnisort Österreichs, zu der im „Weiheraum“ am 24. September 2026 eine besondere Ausführung auf „CityABC Das Wien Wiki“ zu lesen ist:

Weiheraum – Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus

Der schwarze Marmorblock Auf der gegenüberliegenden Seite wurde 1965 von Robert Kramreiter ein weiterer Raum eingerichtet – ein Weiheraum zum Gedenken an die Freiheitskämpfer 1934-1945. Ursprünglich war dieser Raum als Kultraum für nichtkatholische Bekenntnisse und als Aufbahrungsraum für Staatsbegräbnisse in Verwendung.

Heute enthält er einen schwarzen Marmorblock, der an der Oberseite das Bundeswappen zeigt. An der Vorderseite ist der Schriftzug „IM GEDENKEN AN DIE OPFER IM KAMPFE FÜR ÖSTERREICHS FREIHEIT“ angebracht. Der Raum erinnert daran, dass in der NS-Zeit 2.700 Österreich hingerichtet wurden, weitere 16.100 wurden in Gestapohaft umgebracht, 82.000 Menschen, darunter 65.000 Juden, wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Der Weiheraum ist nur am Nationalfeiertag zugänglich.[4]

Ariel Muzicant ist nicht „derzeit Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses“ und es ist kein „Israel-Pakt“

Wie Fabian Schmid und Eva Maier am 19. September 2026 in der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards zum „Kickls-Israel-Pakt“ schlagzeilen, Ariel Muzicant sei „derzeit Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses“. Das kann eine Fehlinformation genannt werden. Es ist ein Fehler, ein Fehler aus österreichischer Tradition; denn wer einmal Präsident war, so wie es der zunächst zum Interimspräsidenten bestellte Ariel Muzicant es von 2022 bis 2025 für bloße drei Jahre war, bleibt eben ein Präsident für immer, und derzeit ist in Österreich ein Synonym für immer … Ariel Muzicant wäre gerne Präsident geblieben, denn er stellte sich der Wahl, aber er unterlag am 21. Mai 2025 Moshe Kantor, der bereits von 2007 bis zu seinem Rücktritt in 2022 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses war.

Und es muß auch Bedeutung herbeigeschrieben, und in Österreich hat höchste Bedeutung, wer eben Präsident —

Auf X kommentierte der PR-Berater Daniel Kapp, der in der ÖVP bestens vernetzt ist, Kickls Vorstoß. Er hat mit IKG-Präsident Oskar Deutsch, dessen Vorgänger Ariel Muzicant (derzeit Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses), Ex-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) und anderen den Verein „Solidarität Israel“ gegründet. Auf X schrieb Kapp: „Wenn eine politische Bewegung eine so klare Neupositionierung vornimmt und sich für den Dialog öffnet, sollte man das nicht einfach wegwischen. Man sollte zuhören. Und zwar genau zuhören.“ Kickls Positionierung sei „deutlicher und klarer, als die der gegenwärtigen Aussenministerin (sic!)“.

Fabian Schmid, Eva Maier. Der Standard. 19. September 2026.

Diesen Artikel vom 19. September 2026 der Tageszeitung der österreichischen Tradition werden sich wohl nicht wenige ausschneiden und in ihr Erinnerungsalbum kleben:

Ariel Muzicant, weil er durch diesen doch noch ein Präsident …

Und vor allem jene in diesem Artikel mit Bedeutung Aufgeladenen, die zum einen von ihrer Bedeutung selbst überzeugt sind und zum anderen um ihren untertänigen Stellenwert recht genau wissen, nämlich Strippen zu sein:

„Ideologe Martin Lichtmesz“,

„Mitgründer Martin Sellner“ …

Semlitsch und Sellner werden ob ihrer gelesenen Bedeutung diesen Artikel nun wohl sogleich auch nach Deutschland schicken, zu ihrem „Chef“, nach Schnellroda … Und eine von ihnen wird wohl stolzend hinweisen, aus ihrem Geschwefelbuch werde zitiert …

„Der langjährige Identitäre Patrick Lenart“, von dem keine Eigenzuschreibung als „Strippe“ bekannt ist, wird es freuen, derart prominent hervorgeholt worden zu sein …

„Subtiler ist das identitäre Magazin Info-Direkt“ …

„Subtiler“, das wird der im Artikel ebenfalls erwähnte Michael Scharfmüller als Auszeichnung nur goldrahmen lassen können …

„Auf1-Gründer Stefan Magnet, einst im neonazistischen ‚Bund freier Jugend‘ unterwegs, der beispielsweise gegen das NS-Verbotsgesetz auftrat“ — „einst“, einst noch ein Synonym für derzeit, derzeit ein Wahrheitslyriker, der diesen Artikel nicht nur in sein Erinnerungsalbum kleben wird, sondern mit diesem vielleicht auch gleich an das Grab von der „Schildträgerin der ‚echten Demokratie'“, aber nicht ohne seinen Sender, der ihn aufnimmt, wenn er ihr …

Nun muß nicht mehr gegen das Verbotsgesetz aufgetreten werden, wie es so lange notwendig war, denn jetzt ist es klar, es braucht ein Verbotsgesetz, wie es klarer auszuschreiben am 29. August 2026 kein zweiter Mann in Österreich weiß,

Und wer trägt die Verantwortung dafür, dass wir überhaupt ein solches brauchen? Die ÖVP und die anderen Systemparteien. Denn sie verteufeln all jene als rechtsextrem, die unsere Heimat schützen wollen[.]

nämlich jener Mann, um den es in diesem Artikel vor allem geht, und ihm selbst um die Homogenisierung …

So wie Ariel Muzicant kein „derzeit Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses“ ist, so ist es auch kein „Kickls-Israel-Pakt“, es ist ein Paktieren mit den Derzeitigen in Israel, und daß es mit diesen Derzeitigen in Israel ein Paktieren gibt, wem könnte das verwundern, wenn bedacht wird, was das für Zurzeitige in Israel sind.

Nur zwischen diesen Zurzeitigen in Israel und den Immer-Zurzeitigen in Österreich kann es einen Pakt geben.

Würde es solch einen „Pakt“ je geben, wenn in Israel andere als eben dieser Zurzeitige mit seinen Zurzeitigen an der Regierung? Was zu diesen Zurzeitigen in Israel zu sagen ist, hat beispielsweise auch ein Ehud Olmert schon klargesagt,

im Gegensatz zu Oskar Deutsch und Ariel Muzicant, die immer, wenn es um die Immer-Zurzeitigen in Österreich geht, klar zu sagen wissen, was zu diesen zu sagen ist, während sie zu den Derzeit-Zurzeitigen in Israel — ja, die Derzeit-Zurzeitigen in Israel haben mit diesen beiden Herren zwei Stimmen gewonnen, die in Österreich zwei verlorene Stimmen sind, wenn es darum geht, gegen die Immer-Zurzeitigen in Österreich eine klare Stellung zu beziehen.

„Komplette Unterwerfung“ und „Schuldkult“: Identitärer Ärger über Kickls Israel-Pakt

Ganz rechts außen kommt das Bündnis zwischen der blauen Patriots-Fraktion im EU-Parlament und Benjamin Netanjahus Likud alles andere als gut an

Fabian Schmid, Eva Maier. 19. September 2026. Der Standard.

Was für ein Artikel also ist das? Ein Artikel des Bastelns eines Unterschieds zwischen Identitarians außerhalb des Parlaments und Identitarians innerhalb des Parlaments, als ob es zwischen diesen je einen gesinnungsgemäßen Unterschied und je keine gesinnungsgemäßen Gemeinsamkeiten — so als ein Beispiel nur das gesinnungsgemäße gemeinsame Ziel der „Homogenität“ …

Vor langer, langer Zeit bereits hat der nun im österreichischen Parlament Seinen-Stuhl-als-Kultursprecher-Habende seine Parlamentspartei als „identitäre, patriotische Partei“ definiert.

Was für einen Zweck also hat ein derartiger Artikel noch, außer den, den Genannten eine Freude zu machen, indem sie von ihrer Bedeutung lesen dürfen, mit Genugtuung lesen dürfen, auch als Untertaninnen Bedeutung zu erfahren, ihr gelerntes Vokabular wieder einmal verbreitet zu wissen, u. a.

„Volksbegriff„,

„Patriot“,

„Identitär“,

„Schuldkult“,

…

Es wird ein nützlicher Artikel gewesen sein, also ein zuarbeitender, auf den verwiesen werden wird können, wenn es einst wieder um die Rechtfertigung gehen werden wird, mit Identitarians eine Regierung in Österreich zu bilden, so wie einst in dieser Tageszeitung der österreichischen Tradition für Eric Frey es keine andere Regierung als eine mit den Identitarians habe geben dürfen, denn er habe genau gerechnet, wie so viele in Österreich habe er genau gerechnet …

Was also in Österreich derzeit wie einst wie immer zu erwarten ist, dazu muß bloß die Aufforderung von Daniel Kapp mit dem diese Aufforderung ausschmückenden Artikel gelesen werden, und zwar genau gelesen werden, die deshalb noch einmal zu zitieren ist:

Auf X kommentierte der PR-Berater Daniel Kapp, der in der ÖVP bestens vernetzt ist, Kickls Vorstoß. Er hat mit IKG-Präsident Oskar Deutsch, dessen Vorgänger Ariel Muzicant (derzeit Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses), Ex-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) und anderen den Verein „Solidarität Israel“ gegründet.

Auf X schrieb Kapp: „Wenn eine politische Bewegung eine so klare Neupositionierung vornimmt und sich für den Dialog öffnet, sollte man das nicht einfach wegwischen. Man sollte zuhören. Und zwar genau zuhören.“ Kickls Positionierung sei „deutlicher und klarer […]“.

Was derzeit wie einst wie immer von Identitarians zu erwarten ist, ist das, was immer von Identitarians zu erwarten ist, es kommt also je nicht auf deren Positionierungen einst wie derzeit wie immer an, sondern auf die Positionierungen zu ihnen, auf das ihnen zuarbeitende Geschriebene und Gesagte, die sind zu hören und zu lesen, und zwar genau zu hören und zu lesen.

Und was den Dialog betrifft, „sich für den Dialog öffnet“, wie Daniel Kapp schreibt, es ist derzeit wie einst wie immer ein sich dem Dialog öffnen zwischen ihnen, ein Binnendialog.

Außerhalb dieser Binnengesinnung gibt es für sie keinen Dialog, sondern nur eines,

und das ist monologische Gesinnungsverbreitung —

„Widerliche Propaganda“

Wie wahr das Wort von der „Widerliche[n] Propaganda“ doch ist, das Fabian Walch am 2. September 2026 auf der Konzernplattform zur Förderung der Wiederbetätigung schreibt.

Und zu einer „Widerliche[n] Propaganda“ gehören der Gesinnungspflicht brauchtumsgemäß untrennbar Listen, beispielsweise so eine Liste, wie diese von Fabian Walch verbreitet …

Ob Fabian Walch, wenn er, als ein Beispiel, auf ebendieser Konzernplattform am 4. Juli 2026 das

Die lateinisch-tridentinische Messe zeigt vor, was unsere Völker zur Heilung benötigen: bruchlose Verbindung zu den Ahnen, Verwurzelung in den Traditionen und die Verbindung zur Transzendenz.

schreibt, neben sich seinen Rosenkranz liegen hat, er überhaupt immer einen Rosenkranz in Griffnähe hat, um, ehe er zu schreiben beginnt, einen Rosenkranz zu beten, um kaum, daß er das letzte Wort geschrieben hat, sogleich wieder einen Rosenkranz zu beten?

Derart gefestigt, „durch bruchlose Verbindung zu den Ahnen, Verwurzelung in den Traditionen“, vielleicht zur doppelten Absicherung doch auch noch mit einem Rosenkranz in der Tasche, geht es eine Woche später gar leicht zum „Sommerfest“ nach Schnellroda, Sachsen-Anhalt, zu dem geladen der „Chef“ …

Eine Reise eben, eine „Privatreise“, wie Patrick Haslwanter diese nennt, dieses Zitat sollten sich alle aus dieser Partei abschreiben,

„Der Versuch diese Privatreise zu skandalisieren, ist ein klassischer Fall von Doppelmoral“, sagt Landesgeneralsekretär Patrick Haslwanter.

um nicht stets bei Bedarf, etwa nach Reisen nach Sachsen-Anhalt, die Mühe einer neuen Erklärung auf sich nehmen zu müssen.

Der „Chef“, der mit einem Erfurterischen die Berufung auf einen Philosophen gesinnungsfreudig teilt, der „Chef“, der sein Unternehmen nach einem Wort des Philosophen „Menschenpark“ nennt, der Erfurterische, der das Wort dieses Philosophen von der „wohltemperierten Grausamkeit“ nach seinem gesinnungsgemäßen Verständnis verbreitet …

Um den rechten „Lohn“ weiß Fabian Walch, zu dem er am 3. September 2026 auf ebendieser Konzernplattform schreibt,

Der Lohn für einen glasklaren Rechtskurs und jegliche Absage zur Distanzierung

die „jegliche Absage zur Distanzierung“ hat eine Strippe vom „Chef“ am 7. September 2026 auf ebendieser Plattform gesinnungsgemäß aufgenommen, aber, wie es für eine Untertanin geziemt, als Leistung, sich nicht distanziert zu haben, ihres „King“ …

Wo ein Fabian Walch schon war, in Sachsen-Anhalt, dorthin muß auch eine Susanne Fürst, zwar nicht mit einer Ladung in der Tasche zum „Chef“, aber doch im September 2026 immerhin zu — immerhin zu, das ist schon was, eine Ehre, auf die stolz zu …

„Erfurter Typen“

Er habe „Zeit im Bild“ kaum vorzuschlagen getraut, weil der Titel nationalsozialistisch —, hätte Teddy Podgorski auch sagen können, aber er sagte, „weil er so altvaterisch“. Und weiter sagte er, „Fernsehchef Freund meinte: Na ja, gut ist er nicht[.]“

Selbstverständlich ist „Zeit im Bild“ kein nationalsozialistischer Titel, sondern nur ein weiteres Beispiel dafür, daß national socialists, die heutigentags modern als identitarians sich verkaufen würden wollen, neben Massenmord, Massenverbrechen, Massendiebstahl bloß zu einem noch fähig waren, zu Massenmißbrauch und Massenumdeutung von Begriffen, Wörtern und eben auch Titeln.

Und das alles im Sold ihrer leader, deren Tagesordnung ihre zu befolgende Pflicht …

Wie lange es den Titel „Zeit im Bild“ bereits für ein Medium gab, also lange vor dem nationalsozialistischen Mißbrauch, nämlich Jahrzehnte vor dem nationalsozialistischen Diebstahl, wurde bereits erzählt.

Einer in Österreich würde diesen Diebstahl des Titels wohl als „Plagiat“ …

Damit wäre alles erzählt gewesen, was es dazu zu erzählen gibt, hätte nicht am 17. September 2026 auf der Konzernplattform zur Förderung der Wiederbetätigung „Edelweiss“ diesen den Soldaten des deutschen reiches und soher das deutsche reich der madigen zwölf Jahre verherrlichenden Filmbericht verbreitet.

Was sollte ein „Edelweiss“ auch sonst verbreiten, wie anders auch könnte heutigentags ein „Edelweiss“ sich wieder betätigen,

Der Winter im Osten ist hart und unerbittlich. Das deutsche Heer steht im heldenhaften […] unvorstellbar sind die Leistungen […] von unseren Soldaten vollbracht werden […] Alles, was der Soldat im Winter braucht, bringt der Nachschub an die Front […] Die Spenden der Heimat sind besonders willkommen […] In den trostlosen Einöden und tiefverschneiten Wäldern sind oft kleinere Truppenteile auf sich selbst gestellt […] ein Zelt soll aufgeschlagen werden […] Alarm […] Im Schutze des Artilleriefeuers gehen Infanterie und motorisierte Einheiten zum Angriff vor. In unerschütterlichem Vertrauen auf seine Führung erfüllt der deutsche Soldat seine schwere […]

Edelweiss. 17. September 2026. X.

gerade Edelweiß, diese recht besonders in Österreich über alles geliebte und verehrte Blume …

Wenn in diesem am 17. September 2026 verbreiteten Propagandafilm von den „Leistungen von unseren Soldaten“ geschwefelt wird, fällt dazu unweigerlich das und sogleich auch

ein Mandatar der identitären Parlamentspartei in Österreich ein, der in der Wiener Hofburg auch die „kollektive Erinnerung“ an die „Leistungen“ der „Wehrmacht“ …

„In unerschütterlichem Vertrauen auf seine Führung“ —

ein Ideal bis zum heutigen Tage herauf, recht besonders in Österreich von Menschen, die selbst Führung zu sein meinen, während sie gemäß ihrem

identitären Zugerichtetsein nichts sind, als Untertanen —

Untertaninnen … Es sind nun einhundertundzwölf Jahre her, daß „Der Untertan“ in der Wochenschrift „Zeit im Bild“ …

Hundertzwölf. Hundertzwölf Jahre. 40.880 vergangene Tage, 40.880 Tage sich vergangen zu haben, und weiter sich zu vergehen, wie viele weitere Tage wird das Vergehen —

NS „Erfurter Typen“ ist auf dem Titelblatt der „Zeit im Bild 26 4. Juniheft 1964 4. Juni 1964“ zu lesen …

„Erfurter Typen“ lassen sogleich erinnern, u. a. an den Buchdruck mit seinen Bleilettern, an Schulen in Plattenbauweise, an die Blumenkohlzucht mit ihrem „Erfurter Zwerg“, an …

„America first“

„Österreich zuerst“ erinnert „America first“, das Donald Trump ausbuddelte, aber nicht von der identitären Parlamentspartei mit ihrem Jörg Haider, sondern vom Ku-Klux-Klan …

Und nun wird zum Anlaß „vierzig Jahre Jörg Haider“, der einzig für die patriotische Parlamentspartei ein zu begehender innsbruckischer Anlaß ist, am 12. September 2026 in den Nachrichten von „Österreich 1“ berichtet, mit Befunden von Oliver Rathkolb, Reinhard Heinisch und Kathrin Stainer-Hämmerle …

„Österreich zuerst“, sein berühmtes Volksbegehren 1993, erinnert ja, von der auch Benennung, an „America first“.

Kathrin Stainer-Hämmerle, 12. September 2026. Ö 1.

Er hat so bissel was gehabt von einem moderaten Donald Trump.

Oliver Rathkolb, 12. September 2026. Ö 1.

Donald Trump brauchte also für seinen Spruch „America first“ nicht nach Österreich zu schielen, um zu diesem Spruch zu kommen, er buddelt vom „Ku-Klux-Klan“aus, was er braucht, auch wenn in Österreich es wohl nicht wenige gern sehen würden, vielleicht aus einem seltsamen Landesstolz heraus, daß aus Österreich etwas käme, das für die ganze Welt vorreiterisch — und das sogar von einem kleinen Bundeslandpolitiker …

Es gibt von Donald Trump noch einen zweiten Spruch, den er ebenfalls nicht von einer kleinen Bundeslandpolitikerin im tiefen Süden Österreichs hat, nämlich „Let’s make America great again“, denn diesen verwendete bereits Jahrzehnte vor ihm ein Schauspieler, der es auch zum Präsidenten …

Ein Spruch, zu Abkürzung verkommen: „Maga“. Mager — deutsch aber schlampig ausgesprochen Maga: ohne Substanz, nicht ertragreich …

Vielleicht würde Donald Trump, wenn er gefragt werden würde, woher er den Spruch „America first“ denn habe, sich auf Woodrow Wilson berufen, das aber die Sache nicht feiner, nicht moderater machte:

“The white men of the South were aroused by the mere instinct of self-preservation to rid themselves, by fair means or foul, of the intolerable burden of governments sustained by the votes of ignorant negroes and conducted in the interest of adventurers; (…) Every country-side wished to have its own Ku Klux, founded in secrecy and mystery like the mother ‘Den’ at Pulaski, until at last there had sprung into existence a great Ku Klux Klan, an ‘Invisible Empire of the South’, bound together in loose organization to protect the southern country from some of the ugliest hazards of a time of revolution.”

Woodrow Wilson: A History of the American People.

In den Vereinigten Staaten von Amerika fügte der Ku-Klux-Klan zu „America first“ zur untrennbaren Einheit noch hinzu: „One God, one Country, one Flag“. Eine Anflehung, die im Deutschen für einen Österreicher ein eigener Psalm gedichtet ward. Heutigentags wird für das mit einem Wort als Parole, als Code ausgekommen: Homogeneity —

„Code Remigration“

Wenn im deutschen Bundestag „Remigration“ fällt, wie in dieser zweiten Septemberwoche 2026, dann findet der derzeitige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu diesem Begriff deutliche Worte, direkt gerichtet an die Parlamentspartei AfD, der Sohnpartei der Vaterpartei FPÖ.

Wenn im österreichischen Parlament über „Remigration“ gesprochen wird, dann wird es zu einem parlamentswürdigen Wort, ohne daß im Duden nachgesehen werden muß, wie dieser Begriff denn konnotiert sei, wie es der zurzeitige Nationalratspräsident beispielsweise bei „Umvolkung“ als nötig befand.

Für den Begriff „Remigration“ braucht aber der zurzeitige Nationalratspräsident gar kein Nachschlagewerk, daß „Remigration“ ein Begriff aus der Wissenschaft sei, das hat er auch so gleich abrufbereit …

Wenn im österreichischen Parlament über „Remigration“ gesprochen wird, werden an die Parlamentvaterspartei keine klaren und deutlichen Worte direkt gerichtet, sondern ihr lediglich zugestanden, sie hätte diesen Begriff bloß übernommen, während dieser doch von ihr hinausgetragen …

Dana Schmalz schreibt am 11. August 2026 auf der Website „Verfassungsblog“ unter „Ausbürgern, Ausweisen, Abschieben – Szenarien der Remigrationspolitik – und was sie bremsen kann“:

Das Unwort des Jahres 2023 – „Remigration“ – steht im Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt an prominenter Stelle (II). In ihrem Programm identifiziert sich die AfD explizit mit diesem Begriff, der eine rigorose Ausweisungspolitik auf der Basis eines ethnischen Volksbegriffs verfolgt.

[…]

Daraufhin kam es im Januar 2024 zu massiven Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. Auf ihnen wandten sich Hunderttausende Menschen entschieden gegen eine Remigrationsideologie – eine Ideologie, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft abwertet und ein ethnisch homogenes Deutschland zum Ziel hat.

[…]

Der ethnische Volksbegriff, der solchen Remigrationsphantasien zugrunde liegt, war für die Verfassungsschutzämter zentral, um die AfD, einzelne ihrer Landesverbände und ihre Jugendorganisation zu beobachten und als rechtsextrem oder als rechtsextreme Verdachtsfälle einzustufen (siehe hier, hier und hier). Auch das kürzlich erschienene Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte setzt sich (S. 670 ff.) ausführlich mit dem ethnisch-kulturellen Volksbegriff als Element der verfassungswidrigen Agenda der AfD auseinander. Ein solcher Begriff widerspricht dem formalen Volksbegriff des Grundgesetzes und der Gleichheit aller Staatsangehörigen.

Derzeit verwenden rechtspopulistische bzw. rechtsextreme Parteien den Begriff „Remigration“ als Code für eine Politik, die einen ethnischen Volksbegriff propagiert und Menschen, die nicht nach diesem völkischen Verständnis zum Staatsvolk gehören, abschieben oder zur Ausreise veranlassen will. „Remigriert“ werden sollen diejenigen, die nicht „nach Deutschland gehören“. Unter Remigrationsprojekten oder Remigrationspolitik verstehe ich im Folgenden also politische Vorhaben, durch die zugewanderte Menschen oder rassistisch als nicht-zugehörig Markierte aus Deutschland ausgewiesen werden sollen.

„Ein ethnisch homogenes Deutschland zum Ziel hat.“

„Homogenität“, von der „Homogenität“ spricht am 20. Juni 2026 in der Wiener Hofburg der zurzeitige Parlamentsvaterparteiführende in Österreich,

der für eine Untertanin bereits zum „King“ Aufgestiegene, dem seine Partei der „wahre österreichische Verfassungsschutz“ …

Vom „Volksbegriff“ wurde bereits erzählt, und dazu u. a. Andreas Kemper zitiert:

Wie wir uns die „Remigration“, die Deportationen vorzustellen haben, darüber klärte Martin Sellner auf: Es brauche eine „Musterstadt“ in Nordafrika. In dieses deutsche Territorium könnten dann auch Deutsche mit Migrationsmerkmalen untergebracht werden. In dieser Musterstadt könnten sich Migrantinnen bewähren, sogar Startups gründen, bei Nichtbewährung gäbe es noch die Ankerzentren und da wäre es dann ungemütlicher. Ich nehme an, dass Kubitschek die Strukturen dieses Menschenparks der wohltemperierten Grausamkeiten in Zukunft gerne mit Verbündeten außerhalb seiner völkischen Blase diskutieren möchte. Mit Titus Gebel hätte er einen interessanten Gesprächspartner, denn dieser will mit einem Passhandel-Konzern (Henley & Partners) im Rücken gerne börsennotierte Privatstädte für Klimaflüchtlinge errichten.

[…]

Beim Prozess der AfD gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz in Münster spielte der Volksbegriff eine wichtige Rolle. Der Verfassungsschutz vertrat den Standpunkt, dass die Verfassung nur ein Volk kenne: das Staatsvolk. Dieser Volksbegriff verträgt sich nicht mit einem „ethnisch-kulturellen“ Volksbegriff der Rassenbiologie und des Ethnopluralismus.

Am 20. Juni 2026 in der Wiener Hofburg der Parlamentsvaterparteiführende:

Und diesmal wird das Zerstörungswerk ausgeführt im Namen der falschen Toleranz und im Namen der Feigheit. Ich rede von der Homogenität unserer Gesellschaft. Ich rede davon, dass die Bürger unseres Staates durch ein gemeinsames Wertefundament und durch eine gemeinsame Sprache verbunden sind. Ich rede davon, dass Sie ein gemeinsames kulturelles Verständnis haben, dass Sie ein gemeinsames Menschen und Gesellschaftsbild teilen, weil ohne diese Homogenität gibt es auch keine Stabilität und ohne Stabilität gibt es keine Sicherheit und ohne Sicherheit gibt es keinen Wohlstand und dann geht sie los. die Kettenreaktion ins Negative und die will ich nicht haben. Und noch etwas ist wichtig, diese Homogenität, ich könnte auch sagen Identität, wann das nicht auch schon ein verbotenes Wort ist, man weiß es ja nicht so genau, aber diese ohne diese Homogenität verliert der Staat seine Seele als Nationalstaat. Er verliert seine so kostbare Unverwechselbarkeit. Er verliert seine Einzigartigkeit und Europa verliert seine Völker. Und das, was dann noch übrig bleibt, das ist eine tote Hülle. Ein zentralistisches, ein bürokratisches, ein undokratisches Gebilde, eine Brüsseler Maschine, die keine Verankerung hat in den Herzen der Menschen und die Menschen bleiben entwurzelt übrig.

[…]

Worten, dass mir die Menschen und die Dinge und die Sitten und die Gebäuche und die Traditionen, die mich umgeben, dass sie mir vertraut sind, dass mir nicht alles fremd erscheint, dass ich mich geborgen fühlen kann, dass ich mich aufgehoben fühlen kann, dass ich mich sicher fühlen kann unter meines gleichen. Das ist der Zustand, den wir bewahren und verteidigen wollen. Und das ist der Zustand, den wir dort wieder gewinnen müssen, wo wir ihn bereits verloren haben für unsere Familie Österreich. Und deshalb ist es für uns völlig klar, nur wir selber entscheiden, wer zu uns kommen darf und unter welchen Umständen und Bedingungen er bei uns leben darf und wer eben nicht. Wir selbst und niemand anderer.

So kommt es nicht von ungefähr, daß der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu diesem Code „Remigration“ klare und deutliche und unmißverständliche Worte direkt an die Bundestagssohnpartei richtet,

und in Österreich in der Wiener Hofburg klar und deutlich und unmißverständlich der Begriff „Homogenität“ beschworen wird als ein Ziel der Parlamentsvaterpartei, und dafür das Beifallklatschen des zurzeitigen Nationalratspräsidenten bekommt, der am 20. Juni 2026 in der Wiener Hofburg ebenfalls sprechen darf, der u. a. m. davon überzeugt ist, es werde „nie einen Bevölkerungskanzler“ geben.

„Unter meines gleichen nur wir selber entscheiden, wir selbst und niemand anderer“, so einen souveränen Nationalstaat Österreich will dieser Mann, so einen souveränen Nationalstaat eben wie es eben erst ein Sohnparteimann in Deutschland ausdrückt, was es in Deutschland nicht geben werde, „solange Trump Präsident ist. Und auch nicht bei Vance, Rubio oder anderen Republikanern.“

Mit einem „Remigrationsgesetz“ will nun die Parlamentsvaterpartei, so verkündet es am 7. September 2026 ihr Vorreiter, „vielleicht als Verfassungsgesetz“, wieder voranreiten —

Es wurde bereits erzählt, wer ihr der ideale Mann nur sein könnte, je einen derartigen Gesetzestext zu schreiben, nur ein idealistischer Mann aus Graz, „dem Deutschland jeden Tag wieder etwas deutscher wird – und Österreich genauso.“

Denn es wird in einem solchen idealistischen Text wohl auch um die Staatsbürgerschaft, konkreter, um den Entzug der Staatsbürgerschaft gehen, und darüber

hat der idealistische Mann aus Graz schon tief gedacht.

So tief nachgedacht über die Staatsbürgerschaft hat der zurzeitige Vorreiter der Parlamentsvaterpartei selbst schon, wie er beispielsweise mit einem Interview im Jahr 2024 bewies, als er sein Wissen über die österreichische Gesetzeslage in bezug auf die bestehenden Möglichkeiten des Entzuges der Staatsbürgerschaft preisgab, indem er damals schon mit seinem umfangreichen Wissen der Gesetze in Österreich bereits das verlangte, was er wohl nun vielleicht gar in der Verfassung als „Remigrationsgesetz“ wissen will:

[V]erachten, diese Gesellschaft sogar bekämpfen, dann können wir, das ist die Demokratie, das ist die Demokratie, dass wir dann eine Rechtslage herstellen, dass man solchen Leuten die Staatsbürgerschaft auch wieder entziehen kann.

„Das ist die Demokratie, das ist die Demokratie“, des zurzeitigen Vorreiters der Parlamentsvaterpartei tief gedachte, und einer aus Bundestagssohnpartei weiß recht, was „zum Schutz der Demokratie“ zu tun ist, u. v. a. m. die Briefwahl abschaffen“ —

NS Was zu einem „Remigrationsgesetz“ gar vielleicht in der „Verfassung“ gehört, ist eine „Remigrationsoffensive“, wie diese für Ulrich Siegmund in einem gesinnungsgemäßen „Remigrationsplan“ zu stehen hat, wie am 11. September 2026 berichtet wird:

Unsere Position ist ganz klar, daß wir sagen, wir verteufeln nicht pauschal die Produktion von Rüstungsgütern, weil wir bei späterer Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen, natürlich auch im Sinne der inneren Sicherheit, der eigenen Stabilität und auch der Landesverteidigung, das ist uns bewußt, das fällt nicht vom Himmel.

„Stabilität, Sicherheit“, dem Vorreiter aus der Parlamentsvaterpartei in Österreich muß, wenn er dies von einem aus der Bundestagssohnpartei in Deutschland hört, der am 6. September 2026 „Tausenddank für die Hilfe“ zur vorreiterischen Partei nach Österreich schickte, das wohl vorkommen, als hörte er sich selbst …

Die seriösen Quellen

Es muß eine seriöse Quelle sein, die Stefan Weber am 7. September 2026 auf einer Konzernplattform für seine Bestätigung „Die Briefwahl kostet #AfD die absolute Mehrheit – Statistisch deutet das auf strukturelle Manipulation“ heranzieht, denn Stefan Weber prüft stets gewissenhaft aufs genaueste, ehe er öffentlich je etwas von sich gibt.

Und diesmal zieht Stefan Weber als seine Quelle Alexander Wallasch heran:

Die Briefwahl kostet AfD die absolute Mehrheit – Statistisch deutet das auf strukturelle Manipulation

Da Stefan Weber keine Anführungszeichen verwendet, also das von Alexander Wallasch Geschriebene nicht als Zitat ausweist, darf angenommen werden, daß Stefan Weber damit zum Ausdruck bringen will, mit Alexander Wallasch völlig einer Meinung zu sein.

Alexander Wallasch ist dafür bekannt, alles seriös genau zu wissen, nun auch, was die Briefwahl betrifft, aber er wußte beispielsweise auch schon einmal, wer ein „Neufaschist […] mit altfaschistischen Methoden“ ist:

Der lupenreine Neufaschist @polenz_r mit altfaschistischen Methoden – nur noch ein kleiner Schritt, dann schreit er nach KZ’s für @Alice_Weidel und die @AfD. An die Wand gedrängt halten sie die Fahne wieder hoch. Es gibt wieder Hetzjagden in Deutschland! Schämen Sie sich!

Die so wissenschaftlich anmutende Formulierung „strukturelle Manipulation“ des Stefan Weber und des Alexander Wallasch übersetzt Maximillian Krah am 10. September 2026 auf ebendieser Konzernplattform ins Volkshafte: „Betrug“:

Die Briefwahl öffnet dem Betrug Tür und Tor. Wer beantragt die Wahlscheine, wer füllt sie aus, wer sendet sie zurück? Briefwahl abschaffen – zum Schutz der Demokratie!

Maximillian Krah weiß nicht nur, was „zum Schutz der Demokratie“ recht notwendig ist, nämlich die „Briefwahl abschaffen“, sondern auch, wer die Garantin für „souveräne Nationalstaaten“ ist, wie sie sein Parteimann Ulrich Siegmund wieder haben will, es ist die Dreifaltigkeit Trump, Vance, Rubio, und wenn er, Maximillian Krah, nur recht souverän vor die Dreifaltigkeit hinkniet, wird einer aus dieser ein entsprechendes Dekret zur Briefwahl in Deutschland erlassen.

Eine weitere seriöse Quelle des Stefan Weber, das muß eingestanden werden, konnte nicht ausfindig gemacht werden, nämlich die zu dem, was Stefan Weber am 8. September 2026 auf ebendieser Konzernplattform schreibt:

„Was ist in diese Frau gefahren?“, fragten sich gestern, Montag, viele Zuseher des ORF-Sommergesprächs. Simone Stribl disqualifizierte sich – wie berichtet – mit unlauteren Fragen an FPÖ-Chef Herbert Kickl. „Plagiatsjäger“ Stefan Weber wirft ihr heute, Dienstag, auf X sogar Desinformation vor.

Als wäre es ein Zitat, allerdings ein Zitat ohne Anführungszeichen und vor allem, ein Zitat ohne Angabe der Quelle, schreibt Stefan Weber am Dienstag: „Stefan Weber wirft ihr heute, Dienstag, auf X sogar Desinformation vor.“