In Stallhofen befindet sich das Gustinus-Ambrosi-Museum, das dem Leben und Werk des bedeutenden österreichischen Bildhauers und Lyrikers Gustinus Ambrosi (1893-1975) gewidmet ist.
Standort: Das Museum ist im ehemaligen Wohnhaus und Alterssitz des Künstlers untergebracht, den er sich in der weststeirischen Marktgemeinde Stallhofen eingerichtet hatte.
Inhalt: Es zeigt eine Vielzahl seiner weltberühmten Plastiken, Entwürfe und schriftstellerischen Werke. Besonders hervorzuheben sind die Porträtbüsten bedeutender Persönlichkeiten wie Rainer Maria Rilke, Stefan Zweig und Gerhart Hauptmann.
Bedeutung: Das Museum gilt als kulturelles Kleinod der Region „Schilcherland und Lipizzanerheimat“ und bewahrt das Erbe eines Künstlers, der unter anderem Ritter der französischen Ehrenlegion war.
Künstlerisches Schaffen: Ambrosi war ein international anerkannter Bildhauer, der bereits in jungen Jahren (mit 16) durch sein Werk „Der Mann mit dem gebrochenen Genick“ bekannt wurde.
Verbindung zu Stallhofen: In seinen späteren Jahren zog er sich nach Stallhofen zurück, wo er bis zu seinem Tod wirkte.
Weitere Standorte: Neben dem Museum in Stallhofen gibt es das Gustinus Ambrosi Museum im Augarten in Wien, das einen weiteren Teil seines Nachlasses beherbergt. Weitere Details zu Öffnungszeiten und Veranstaltungen findest du direkt auf der Websie der Marktgemeinde Stallhofen.
KI-Modus. 18. März 2026.
Das Museum eines Künstlers zu besuchen, der
1963 klagte er den Kunstkritiker Alfred Schmeller, weil er ihn „einen Bildhauer mittlerer Güte“ genannte hatte. Die Sache warf viel Staub auf und dann wurde Ambrosi auch noch ein großer Auftrag für ein Denkmal entzogen; Ambrosi zog sich verbittert nach Stallhofen in der Steiermark zurück, wo er seinen Alterssitz zu bauen begann. Das Haus dient heute als Museum und Ausstellungsraum seiner Skulpturen.
https://biografien.zierlart.at/gustinus-ambrosi/. Gelesen am 18. März 2026.
mit einer Klage seinen Stellenwert erstreiten will …
Das Museum eines Künstlers zu besuchen, der u. a. ein Schüler von Josef Müllner
Nach Beendigung des Studienjahrganges 1947/48 trat er nach 38 Jahren Lehrtätigkeit unter Monarchie, Erster Republik, austrofaschistischem Ständestaat, NS-Diktatur und Zweiter Republik in den Ruhestand. Zu seinen Schülern zählten eine Vielzahl der einflussreichsten Bildhauer des NS-Regimes, darunter die NS-Größen Josef Thorak, Gustinus Ambrosi und Robert Ullmann, sowie Franz Barwig der Jüngere, Alfred Crepaz, Emmerich Kerle, Albin Lanner, Hans Plangger, Walter Pochlatko, Robert Propf, Alfons Riedel, Josef Franz Riedl und Rudolf Schmidt. Weitere wichtige Schüler Müllners waren Heinz Leinfellner, József Árpád Murmann und Walter Ritter.
Wikipedia. Gelesen am 18. März 2026
war, von Josef Müllner,
oh, und was für Beschulte darunter,
wie Heinz Leinfellner, der heute noch in der Wiener Staatsoper zu bestaunen ist, so braucht das stallhofenerische Museum eines müllnerischen Schülers nicht mehr besucht werden.
Das Museum eines Künstlers zu besuchen, der auch Gedichte schrieb, wie „Die Sonette an Gott“, „Die Sonette an Savonarola“, „Die Sonette an Machiavelli“, es will gar nicht in ein Museum gegangen werden, um vielleicht in diesem zu lesen, was er an Savonarola oder worauf er bei Machiavelli verfiel …
Schließlich auch das, was auf der Website der Marktgemeinde Stallhofen am 18. März 2026 zu
„Lebenslauf von Gustinus Ambrosi (1893-1975)„
„Leben und Werk von Gustinus Ambrosi„
veröffentlicht ist, das lädt nicht dazu ein, das Museum zu besuchen, vielleicht hätte es Gustinus Ambrosi selbst kaum anders geschrieben, schon einmal geübt dafür mit seiner Klage um seine Bedeutung gegen den von 1969 bis 1979 gewesenen Direktors des österreichischen Museums des 20. Jahrhunderts im Wiener Schweizergarten …
Daraus etwas zu zitieren, braucht es nicht, nur dies, weil es zu einem weiteren Künstler führt, dem in Österreich seit kurzem wieder recht viel Aufmerksamkeit,
In Leopold Blauensteiner, dem Generalbeauftragten für die bildende Kunst des Landeskulturamtes der NSDAP
und Landesleiter des Reichsamtes der bildenden Künste hatte Ambrosi einen erbitterten Feind, der mit allen
Mitteln versuchte, weitere Auftragsvergaben an Ambrosi zu unterbinden und ein Berufsverbot zu erwirken. Letzteres Bemühen blieb ohne Erfolg, auch konnte Blauensteiner die Aufnahme Ambrosis in die Reichskammer der
bildenden Künste nicht verhindern.
dem Leopold Blauensteiner „in einer Art Mentorfunktion“ …
Schon die paar Passagen aus
Der österreichische Bildhauer Gustinus Ambrosi –
sein Leben und Schaffen von der Monarchie bis in die 2. Republik
Diplomarbeit
zur Erlangung des akademischen Grades
einer Magistra der Philosophie
an der Karl-Franzens-Universität Graz
vorgelegt von Stefanie LEITNER
Graz, 2011
genügen völlig aus, geben den letzten Ausschlag, das Museum nicht zu betreten, Stallhofen auf dem schnellsten Weg wieder zu verlassen —
Er fragte den Papst, weshalb die Werke d’Annunzios auf den Index gesetzt worden seien, und kritisierte die Duldung des modernen Kirchenbaus, in dem keine religiöse Ursprünglichkeit mehr zu finden sei.
Während des Nationalsozialismus schuf Ambrosi außer drei Ausnahmen aus dem Familien- und Bekanntenkreis keine Porträtbüsten mehr. Er selbst bezeichnete die Zeit des Krieges und der Nationalsozialisten als eine „für ihn tote Zeit“ und arbeitete hauptsächlich an seinen Gedichten. Er tritt als Künstler bis auf wenige Ausnahmen kaum in Erscheinung. Die Vereinigung Bildender Künstler Steiermark, die Ambrosi noch in der Monarchie aufgenommen hatte und bei der er bis zum Ende der 30er Jahre Kunstwerke ausstellte, wurde 1939 aufgelöst.81 Noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erhielt Ambrosi den Auftrag, für den Garten der Reichskanzlei in Berlin 4 dekorative Brunnenfiguren aus dem Themenbereich der griechisch-römischen Mythologie zu schaffen. Es handelte sich um die Figuren Narziss, Venus, Diana und Bacchus. Infolge des herrschenden Materialmangels während des Krieges konnten nur zwei Skulpturen in Bronze gegossen werden.
Hitler ließ für den von ihm geschätzten Ambrosi außerdem in Linz ein Ateliergebäude planen, das wegen des Kriegsverlaufs allerdings nicht gebaut wurde. Auch an Ambrosis Kolossalwerk „Promethidenlos“ zeigten die Nationalsozialisten großes Interesse.
Um 1939 wünschten Vertreter der Luftwaffe das Werk für das Reichsluftfahrtministerium in Berlin zu erwerben. Albert Speer führte mit Ambrosi die Verhandlungen, der für sein Werk 400.000 Reichsmark, eine ganze Villa mit Park und ein Atelier dazu forderte. Das Ministerium stimmte Ambrosis Forderungen zu, trotzdem wurde der Handel nie abgeschlossen.82
Am 13. Mai 1944 hatte Adolf Hitler in Berchtesgaden mit seinem Baumeister Albert Speer eine Konferenz, in der er ihm mitteilte, dass Generalbaurat Hermann Giesler Gustinus Ambrosi Aufträge für Linz geben solle. Walter Hofmann, der Leiter der Zentralabteilung für Kultur und Propaganda wohnte dieser Besprechung ebenfalls bei und merkte an, er wolle informiert werden, sollten die Aufträge von Ambrosi nicht eingehen.84 Zur tatsächlichen Ausführung dieses Vorhabens kam es allerdings nicht, da kriegsbedingt alle Linzer Projekte sowie die Projekte zur künstlerischen Gestaltung der Reichskanzlei zurückgestellt wurden.
In der Zeit des Nationalsozialismus korrespondierte Ambrosi wenig, da die Gestapo ihn überwachte. Er hatte viele Künstler und Schriftsteller in seinem engeren Freundeskreis, die ins Ausland flüchten mussten oder die von den Nazis als Feinde des Regimes betrachtet wurden.
Da es während des zweiten Weltkriegs für einen Bildhauer wie Ambrosi in Europa kaum Aufträge gab und er wegen massivem Materialmangel auch keine Kolossalwerke schaffen konnte, um seinen künstlerischen Drang zu
befriedigen, wendete Ambrosi sich in den Kriegsjahren seinen Gedichten zu. Er schuf neue, überarbeitete und ergänzte bereits früher gedichtete Werke.
Am 3. Juni 1945 betrat Ambrosi zum ersten Mal nach den Kämpfen das nördliche Gebäude seines Ateliers, wo sich seine Arbeitsräume befanden, und hatte ein Bild der Zerstörung vor sich. Durch die Bombentreffer auf die
Gebäude war die Zwischenwand des südlich anstoßenden Ateliers des Bildhauers Roder zusammengefallen, Ambrosis Skulptur „der opfernde Abel“ war auf sein „Promethidenlos“ gefallen. Das „Promethidenlos“ war in
großem Maße beschädigt, die Zehen des rechten Fußes der männlichen Figur waren mit einem Hammer weggeschlagen, ebenso der große Zeh des rechten Fußes und das Glied. Der weiblichen Figur war ein Spalt als
Geschlechtsteil eingekratzt und der Bauch dieser weiblichen Figur war mit schwarzer, chinesischer Tinte bespritzt und mit schwarzer Ölfarbe beschmiert worden. Da Ambrosi sein kolossales Werk so geschändet vor fand, war er am Boden zerstört und schrieb an seinen Freund Hans Albert Kaiser:
„…Gott ist mein Zeuge, wie ich als armer Mensch mit 18 Jahren die Skizzen zu diesem Kolossalwerk schuf, mir jahrein jahraus das Brot verweigerte, sparte, sparte, sparte, 46 Büsten schuf, um das Geld in einen einzigen Marmorblock zu legen… und dann schuf ich im Weltkrieg 1915-1918 in unsäglichen Entbehrungen dieses Werk…
im Mai 1918 warf ich den Hammer endlich weg, ich war so er schöpft, daß ich die Triebe von den Holunderbüschen vor der Türe im Prater wie eine Ziege fraß, ich wog 53 Kilogramm, dreiundfünfzig Kilogramm… Mein Arzt Dr. Kipper erklärte, daß ich plötzlich Tuberkulose bekommen werde, denn ich sei gänzlich unterernährt und
überarbeitet… und da machen ein paar Narren sich den Spaß, das Werk so eines aufopferungsvollen Kulturmenschen, der ich bin, auf so viehische Art zu verstehen.“90
In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg besichtigten vier wichtige Österreichische Politiker die Arbeitsstätten von Gustinus Ambrosi. Es waren Bundespräsident Dr. Karl Renner, Bundeskanzler Dipl. Ing. Leopold Figl,
Bundeskanzler Ing. Julius Raab und der Bundesminister für Wiederaufbau, Dr. Fritz Bock.114
Am 25. Juli 1948 sandte Ambrosi einen längeren Brief an den damaligen Vizekanzler Dr. Adolf Schärf und wies darin auf die kulturelle Situation und die mangelnde Auftragslage für die österreichischen Künstler hin. Auch
äußerte er den Wunsch, unter anderen Persönlichkeiten auch den Bundespräsidenten modellieren zu wollen:
„Ich hätte längst ein Denkmal gemacht für Mahler, Wildgans, Kienzl, Liszt, Peter Altenberg, Karl Kraus, Alfons Petzold, Otto Wagner, Gustav Klimt, Egon Schiele, Popper-Lykeus, Wagner-Jauregg, Hugo von Hoffmannsthal- sie alle, außer Liszt, sind bei mir am Tisch gesessen, mancher hat bei mir übernachtet… Auch Rilke sollte zumindest eine Büste im Stadtpark erhalten…“153
Dieses Schreiben sandte Schärf auch an Bundespräsident Renner weiter welcher am 24. Oktober 1948 mit Gustinus Ambrosi in Eisenstadt zusammentraf. Nicht nur der Bundespräsident, sondern auch die burgenländische Landesregierung und das Unterrichtsministerium wollten eine Büste von Ambrosi herstellen lassen. Nach diesem persönlichen Treffen entschied sich der Bundespräsident dafür, für Ambrosi Modell zu sitzen. Im Frühjahr 1949 bekam Ambrosi von Bundesminister Dr. Felix Hurdes, den Auftrag Bundespräsident Dr. Karl Renner zu porträtieren:
„Im Sinne der gepflogenen Rücksprachen wird Ihnen hiermit der Kunstauftrag zur Herstellung einer lebensgroßen Bronzebüste des Herrn Bundespräsidenten Dr. Karl Renner erteilt…“154
Vor dem Tod des Bundespräsidenten hatte Ambrosi ihm einen Ausstellungskatalog seiner Ausstellung im französischen Kulturinstitut in Wien,- die vom 28. Mai bis 15. Juni 1951 stattfand, zugesandt. Die Ausstellung zeigte ein letztes Mal einen Querschnitt durch Ambrosis bildhauerisches Schaffen in den Jahren 1909 bis 1950 und konnte einen Besucherrekord von 14223 Personen verzeichnen. Der Bundespräsident war vom Ausstellungskatalog sehr begeistert und am 29. Juni 1951 besuchte Körner Ambrosis Ausstellung. Von diesem Besuch sind zwei Gesprächsblätter vorhanden, Ambrosi dankte darin dem Bundespräsidenten für seinen Besuch und drückte die Hoffnung aus, dass der Staat ihm ein neues Atelier bauen würde.176 Er zeigte Körner Fotos von seinem zerstörten Atelier im Prater und von den darin zerstörten Werken. Auf ein zweites Blatt schrieb er:
„…man sollte die ganze Wiener Jugend vor diese großen Photos sinnloser Verwüstung führen, damit sie den Krieg verachten lernt“177
Gustinus Ambrosi bevorzugte es, seinen Urlaub in Österreich zu verbringen, und fuhr jahrzehntelang gerne nach Geistthal und Kainach; beide Orte liegen in geringer Entfernung nordwestlich der steirischen Hauptstadt. In Kainach hielt er sich im so genannten Oswaldgraben in einer Hütte auf, die Kissoldhube genannt wurde. Die malerische Landschaft bot ihm die ideale Atmosphäre für sein dichterisches Schaffen. Neben Ambrosi schätzten auch der Dichterarzt Dr. Hans Kloepfer und der steirische Kulturpolitiker und Volkskundler Dr. Hanns Koren die malerische Umgebung des Oswaldgrabens.
Ambrosi plante, sich auf Dauer im Oswaldgraben niederzulassen. Die Objekte, die ihm dort angeboten wurden, entsprachen allerdings nicht seinen Vorstellungen und mit zunehmendem Alter zeigten sich die Nachteile einer
solch entlegenen und schwer erreichbaren Gegend. So änderte Ambrosi seine Pläne und gedachte, sich stattdessen in Stallhofen in der Steiermark ein Haus für seinen Lebensabend zu errichten.
Ambrosi betrachtete den Bau seines Hauses als sein letztes großes Kunstwerk und ließ seinen ganz eigenen, humanistisch geprägten Geschmack in das Haus einfließen. Er wollte ein Gesamtkunstwerk schaffen und schloss damit an die historischen Vorbilder der Wiener Werkstätte wie Fritz Wärndorfer, Josef Hoffmann und Koloman Moser an. Das Haus selbst ist von einem kleinen Garten umgeben, in dem sich ein Ateliergebäude befindet. Auch der 1938 von den Nazis gestürzte Dollfuß-Kopf befindet sich seit 1990 im Garten des Ambrosi-Hauses.
Als Gegenleistung für diese Schenkung erwartete sich Ambrosi von der Stadt Graz und dem Land Steiermark eine Leibrente ab seinem 80. Geburtstag, vor der nach seinem Tod 60% auf seine Frau Beata übergehen sollte. Schon zuvor, nachdem sein vom Staat zur Verfügung gestelltes Atelier im zweiten Weltkrieg zerstört worden war, hatte Ambrosi einen ähnlichen Deal mit der Republik Österreich abgeschlossen.
Der Leichnam wurde am 4. Juli nach Graz überführt, um 14 Uhr hielt der Gemeinderat der Stadt Graz die Trauerfeierlichkeiten für Gustinus Ambrosi am St. Leonhard Friedhof ab, wo Ambrosi als Ehrenbürger der Stadt
Graz ein Ehrengrab erhielt. Der damalige Bürgermeister von Graz, Dipl. Ing. DDr. Alexander Götz, hielt den Nachruf.
Ambrosi wird immer wieder vorgeworfen, unkritisch und ohne Rücksichtnahme auf die politische Situation alle Aufträge unabhängig angenommen zu haben. Als Künstler, der sein Einkommen durch Aufträge erhielt, wäre
es ihm schwer möglich gewesen, Aufträge aus politischen Gründen abzulehnen, lebte er doch in einer turbulenten, politisch bewegten Zeit. Liesbeth Wächter-Böhm kritisierte etwa Ambrosis Stellungswechsel vom Dollfußporträtisten zum Großplastiker im Auftrag Albert Speers und weiter zum prominenten Künstler der zweiten Republik. Jan Tabor nannte Ambrosi den „prominenten Bildhauer sämtlicher österreichischer Staatsformen
dieses Jahrhunderts“.204 Harald Sterk schreibt am 26.10.1978 in der Arbeiterzeitung über Gustinus Ambrosi:
„Als konservativer, nicht von der Experimentierlust der Modernen angekränkelten Akademiker (und guter Handwerker) hatte er auch alle Voraussetzungen zum offiziellen Porträtisten und nützte sie ohne Zweifel und Zaudern. Er lieferte, was (von vielen) gefragt war: äußere Ähnlichkeit und einen kräftigen Schuß Idealisierung dazu.
Er porträtierte Künstler und Päpste, Universitätsprofessoren und Politiker, wobei er keinen Unterschied machte, welcher Richtung sie angehörten – ob sie etwa Demokraten oder Faschisten waren. Die Mussolini-Büste (1924 entstanden) im Ambrosi Museum zeigt einen Mann mit energischem Kinn und rotzig aufgeworfenen Lippen,
der vor Kraft und Entschlossenheit strotzt. Im österreichischen Ständestaat war er eine Art Hofbildhauer, später hat er es dann wieder mit den Demokraten gehalten und ist dabei oft sehr genau zu Werke gegangen. Bei den Büsten von Renner und Figl etwa sind die Brillen abnehmbar…“205
In einer Zeitspanne von mehr als einem halben Jahrhundert porträtierte Gustinus Ambrosi Marxisten und Christlich Soziale, Juden und Faschisten, Päpste und Fürsten, Kapitalisten, Künstler und interessante Charakterköpfe. Er fühlte sich lebenslang als freier und unabhängiger Künstler, der sich dem Einfluss der Zeit, in der er lebte, nicht entziehen konnte. Seine Porträts sind für die Österreichische Geschichte wichtige zeithistorische Dokumente und sind als Zeugen ihrer Zeit und als Kunstwerke zu betrachten.
Ohne das Hinführen-Lassen durch KI wäre wohl niemals der Zug verlassen worden, um in Stallhofen ein Museum aufsuchen zu wollen, von einem Künstler, der vielleicht noch von Interesse ist, für die Stallhoferischen, und das auch nur, wenn sie an Sonntagen nicht wissen, wie ein Sonntag zu verbringen ist, wenn es regnet und keine slalom carving races on TV …
Der „Dollfuß-Kopf im Garten des Ambrosi-Hauses“ führt nicht nur aus Stallhofen heraus, sondern auch zu Peter Diem, der gemäß Impressum, gelesen am 18. März 2026, ein „Hauptherausgeber“ von „Austria Forum“, und auf seiner eigenen Website ist am 18. März 2026 zu lesen: eine recht besondere Argumentation, um doch noch zu Denkmälern für
Seipel, zu dessen Ehre beispielsweise erst 1949 der Universitätsplatz sein Name gegeben wurde,
zu kommen —
Seipel – Dollfuß – Schuschnigg
Dass weder Ignaz Seipel (1876-1932) noch Engelbert Dollfuß (1892-1934) und schon gar nicht Kurt Schuschnigg (1897-1977) in Wien Denkmäler erhalten haben, obwohl sie in den schwersten Zeiten unseres Vaterlandes das Amt des Bundeskanzlers ausübten, erklärt sich aus einer immer noch nicht voll aufgearbeiteten jüngsten Vergangenheit – ihre Verdienste müssten zunächst fair gegen ihre Fehler aufgewogen werden. Niemand bezweifelt heute mehr, dass die Ausschaltung des Parlaments, das Verbot demokratischer Parteien und die Verhängung von Todesurteilen gegen Aufständische schwere politische Fehler waren, die zum Untergang Österreichs beigetragen haben. Vielleicht würde sogar bei einem Überwiegen der Fehler über die Vorzüge ein sichtbares Mahnmal für solche Staatsmänner Sinn machen. Allerdings erst dann, wenn sich so etwas wie eine „Denkmal-Pädagogik“ entwickelt hätte, die Denkmäler nicht ohne ausreichende, zum Nachdenken anregende Erklärungen aufstellt.
Am 20. Oktober 1935 wurde in St. Pölten eine vom Schöpfer des Heldendenkmals am äußeren Burgtor, Rudolf Wondracek gestaltete Stele zum Gedenken an den von den Nazis ermordeten Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß, enthüllt. Das Denkmal wurde 1938 zerstört.
Im Grazer Rosarium stellte der Bildhauer Gustinus Ambrosi (1893-1975), Schöpfer von rund 2400 Skulpturen, Lyriker und Essayist, am 25. Juli 1937 eine Dollfuß-Büste auf. Der auf einem hohen Sockel stehende Dollfuß-Kopf wurde am 12. März 1938 von der Grazer Berufsfeuerwehr mit Ketten umschlungen und unter stürmischen „Sieg-Heil“-Rufen der Zuseher zu Boden gestürzt. Der stark beschädigte Kopf ist erhalten und wurde anlässlich der Ausstellung „Kunst und Diktatur“ vor dem Wiener Künstlerhaus 1994 ausgestellt.
































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